Kräutergarten und Balkonkräuter

Essbare Wildpflanzen selber sammeln

Wildpflanzen, die essbar sind kommen fast überall vor. Die Pflanzen oder Pflanzenteile können roh oder gekocht verzehrt werden. Allerdings ist auch Vorsicht geboten. Wer in der Natur essbare Wildpflanzen sammelt, sollte die Art gut kennen.

Wer in der Natur essbare Wildpflanzen sammelt, sollte die Art gut kennen.

(sku) Sie sind gut im Geschmack, reich an wertvollen Inhaltsstoffen und wachsen auf Wiesen, Äckern, Schutthalden, im Wald oder an Bachufern in grosser Auswahl. Gemeint sind essbare Wildpflanzen, die über Jahrtausende von Menschen gesammelt wurden, aber seit langem eigentlich weitgehend vergessen sind und jetzt nach und nach wiederentdeckt werden.

Wer essbare Wildpflanzen sammelt, sollte sich indes gut informieren. Wie beim Pilze sammeln ist es unerlässlich, genau zu wissen, welche Pflanzen und Pflanzenteile essbar sind, und welche eben nicht. Denn in Wäldern und auf Wiesen wachsen auch ungeniessbare und giftige Pflanzen.

Essbare Wildpflanzen werden nur dort gesammelt, wo eine Verunreinigung ausgeschlossen ist. Also nicht an von Hunden begangenen Wegen und auf gedüngten und gespritzten Flächen.

Wichtig ist auch, nicht die ganze Pflanze auszureissen, sondern nur die gewünschten Pflanzenteile mit einem Messer oder einer Schere abzuschneiden. Nie alle Pflanzen an einem Standort ernten, um deren Fortbestehen zu sichern.

 

Bärlauch (Allium ursinum)

Wächst in grossen Populationen in feuchten Laubwäldern. Er gehört zu den ersten Wildpflanzen im Jahr. Verwendet werden die stark nach Knoblauch riechenden Blätter. Vorsicht: Es besteht Verwechslungsgefahr mit den giftigen Maiglöckchen und Herbstzeitlosen.

Beinwell (Symphytum officinale)

Die Pflanze ist krautig, mehrjährig und behaart und gehört zur Familie der Borretsch-Gewächse. Beinwell ist auch unter dem Namen Wallwurz oder Beinwurz bekannt. Beinwelltee soll Bronchitis, Rheuma und Darmentzündungen lindern.

Breitwegerich (Plantago major)

Wächst in Tonböden auf Wiesen und auf mageren Böden. Verwendet werden die Blätter als Beigabe im Salat oder für Suppen. Gekocht schmecken die jungen Blätter wie Spinat.

Brennnessel (Urtica dioica)

Vorab die jungen Blätter werden zu Spinat, Suppen oder anderen Gerichten verarbeitet. Wächst an nährstoffreichen Standorten. Reich an Eiweiss und den Vitaminen A, C und E.

Gänseblümchen (Bellis perennis)

Die krautige Pflanze ist mehrjährig. Die Blätter und Blüten können für Salate und Gemüsegerichte verwendet werden und haben einen leicht säuerlichen Geschmack. Sie kommt überall auf Wiesen, aber auch auf Brachen vor.

Gemeine Schafgarbe (Achillea millefolium)

Wächst auf Wiesen und an Wegrändern. Die frischen Blätter passen fein gehackt in Salate und Suppen und können auch als Bestandteil von Kräuterlikören und Aperitifs verwendet werden. Die Pflanze verströmt einen würzigen Geruch.

Gewöhnliche Wegwarte (Cichorium intybus)

Diese Pflanze gedeiht auf Brachland und an Wegrändern. Die Blätter können roh in Salaten verwendet werden. Gekocht eignen sie sich für Suppen und als Beilage zu Gemüse. Mit den blauen Blüten lassen sich Speisen garnieren.

Grosse Sauerampfer (Rumex acetosa)

Junge Blätter dienen als Würze in Salaten. Sie passen ebenso in Saucen und Suppen. Der Sauerampfer wächst auf nährstoffreichen Wiesen.

Knoblauchrauke (Alliaria petiolata)

Die Pflanze stammt ursprünglich aus Asien, ist aber in ganz Europa heimisch. Die jungen Blätter sollten frisch zum Würzen von Salaten und Saucen verwendet werden. Die Samen lassen sich wie Senfkörner verarbeiten, die Wurzel wie Meerrettich als scharfes Gewürz.

Löwenzahn (Taraxacum officinale)

Wiesen, Äcker und Weiden sind die Lieblingsstandorte dieser Pflanze. Sie enthält Bitterstoffe, Eiweiss, Vitamin C, Magnesium und Phosphor. Die jungen Blätter können im Frühjahr zu einem Salat oder Gemüse verarbeitet werden. Blätter und Wurzelsaft werden auch zum Aromatisieren von Getränken verwendet.

Roter Wiesenklee (Trifolium pratense)

Kommt auf Wiesen vor. In der Küche werden die vor der Blütezeit gepflückten Blätter in Salaten und Suppen verwendet. Die Blüten lassen sich über Salate streuen oder zum Aromatisieren von Tees gebrauchen.

Vogelmiere (Stellaria media)

Die Pflanze fällt durch ihren stark kriechenden Wuchs auf. Sie kann als spinatartiges Gemüse, als Beilage für Suppen und Salate oder zum belegen von Broten verwendet werden.

Waldmeister (Galium odoratum)

Wächst in Laubwäldern und in Waldlichtungen. In der Küche werden Blätter und Blüten zum Herstellen von Getränken verwendet. Waldmeister wirkt verdauungsfördernd und beruhigend.

Weisse Taubnessel (Lamium album)

Sie liebt einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Verwendet werden die blühenden Sprossspitzen und die jungen Blätter. Diese können zu Tee oder gemeinsam mit  Brennnesselblättern zu einem Gemüse, wie Spinat verarbeitet werden.

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