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Bilder und Kunst richtig präsentieren

Bilder und plastische Kunst können grosse Wirkung erzeugen – falls man weiss, wie man sie richtig in Szene setzt. Erfahren Sie jetzt, worauf es ankommt.

Richtige Präsentation von Kunst
Ein Gemälde wird mit Vorteil nach der Wirkung ausgesucht, die es haben soll.

(mei) So gut wie jeder von uns schmückt seine Wände mit Bildern. Egal, ob es sich dabei um Erinnerungen an eigene Reisen, eine kleine Ahnengalerie, Poster, Lithografien oder Gemälde handelt: Die Werke besitzen für uns meist einen grossen emotionalen Wert. Allein schon deshalb sollten sie so präsentiert werden, dass man sie gebührend würdigen kann. Sind die Bilder auch finanziell wertvoll, versteht es sich von selbst, dass sie einen Ehrenplatz erhalten. 

Schritt 1: Der richtige Rahmen für ein Bild

  • Noch bevor es um die Platzierung des Bildes geht, stellt sich die Frage, wie es gerahmt werden soll. Fotografien zum Beispiel kann man auf verschiedene Materialien aufziehen, unter Glas kaschieren oder in einem Rahmen präsentieren. Allein bei den Rahmen ist die Bandbreite enorm: Vom antiken Goldrahmen bis zum modernen Design gibt es alles.
  • Wer kein Profi ist und für das Werk einiges an Geld ausgegeben hat, sollte sich unbedingt beraten lassen. Denn nichts ist so ärgerlich wie eine Ausführung, die einem nicht gefällt.
  • Ein Tipp für alle, die alte Schwarzweiss-Bilder ihrer Vorfahren rahmen möchten: Passende Wechselrahmen findet man manchmal auf Flohmärkten und in Brockenstuben. 

Schritt 2: Das Arrangement von Bildern  

Sind die Bilder bereit zum Aufhängen, stellt sich die Frage, ob sie allein präsentiert oder zu einer Gruppe zusammengefügt werden sollten. Die englische Galeristin und Kunstexpertin Tiddy Rowan gibt in ihrem Buch «Wohnen mit Kunst» folgenden Rat:

  • Grosse Gemälde brauchen viel Platz, damit man sie auch aus einiger Entfernung frei betrachten kann. Deshalb ist es sinnvoll, sie allein aufzuhängen. 
  • Bei kleinen Bildern muss der Betrachter die Möglichkeit haben, nah an sie heranzutreten, damit er die Einzelheiten wahrnehmen kann. Eine Platzierung über grossen Möbelstücken findet die Tiddy Rowan deshalb ungeeignet. Zudem wirkten kleine Bilder im Gegensatz zu grossen allein verloren – sie bräuchten ein Arrangement in einer Gruppe. Für aussagekräftige Gruppierungen nennt Rowan etliche Möglichkeiten. Bei Bildern in gleichen Formaten empfiehlt sie zum Beispiel, jedes Stück im gleichen Abstand zum nächsten aufzuhängen. Auch eine einheitliche Oberkante sei ein geeignetes Mittel zur Präsentation einer ganzen Gruppe.

Schritt 3: Die passende Höhe für ein Bild 

Für die Höhe gilt folgende Faustregel: Die Bildmitte sollte auf der Augenhöhe des Betrachters liegen – viele Bilder hängen demnach viel zu hoch. Bilder bei Esstischen oder Sofas gehören besonders tief aufgehängt, da man sie vor allem im Sitzen betrachtet. 

Knacknuss plastische Kunst

  • Besonders anspruchsvoll zum Ausstellen sind Plastiken. Denn man will sie in der Regel nicht nur von vorne, sondern von allen Seiten betrachten können. Um zur Geltung zu kommen, benötigen Plastiken sehr viel Raum. Sie sollten deshalb nicht in unmittelbarer Nähe anderer Gegenstände stehen.
  • Plastiken sollten auf einem Sockel stehen, damit man sie besser wahrnehmen kann. Ausserdem sind sie auf diese Weise besser vor den Tücken des Alltags, wie einem Staubsauger, geschützt. Einzig sehr hohe Plastiken sollten nicht erhöht werden.

Unser Buchtipp

In ihrem Buch «Wohnen mit Kunst» zeigt die Autorin Tiddy Rowan mit vielen Illustrationen, wie man ohne grossen Aufwand an Schönes und Dekoratives gelangt, wie man Kunstwerke günstig erwirbt und wie man sein eigenes Kunstprofil entwickeln kann. Die Autorin gibt viele Tipps für die richtige Rahmung und Hängung der Bilder, erläutert verschiedene Kunstrichtungen und erklärt, wie Kunst in die verschiedensten Raumsituationen integriert werden kann. 

Tiddy Rowan: «Wohnen mit Kunst». Callwey 2007, 192 Seiten, 219 Farbfotos, gebunden, ISBN 978-3-7667-1695-8

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Callwey

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