Ausbau und Umbau

Küchenumbau: von der Planung bis zum Abnahmeprotokoll

Die Küche ist den meisten Haushalten der eigentliche Lebensmittelpunkt. Wer seine Küche umbauen will, sollte die Ansprüche und den künftigen Zweck der Küche genau definieren.

 Vermessung und Planung: Wichtige Schritte für den Umbau der Küche
Ein Küchenumbau findet in der Regel in einer bewohnten Immobilie statt. Je nach Umfang kann der Umbau zwischen zwei Arbeitstagen und einer Woche betragen.

 (pg) Wer in Einrichtungshäusern, an Messen oder in Katalogen neue, moderne Küchen studiert, weiss, dass den Wünschen bei der Ausstattung kaum Grenzen gesetzt sind. Für einen Küchenumbau besteht eine breite Auswahl an Lösungen: Modulküchen, Küchensysteme, Kücheninseln etc. Auch bei der Grösse, dem zur Verfügung stehenden Stauraum, bei Farbe, Form oder der Technik können die Anbieter eine breite Palette von Vorschlägen und Ideen präsentieren. Die 1:1 realisierbare Umbauidee für das eigene Haus oder die Wohnung, die aufgewertet werden soll, ist selten dabei. Aber die angebotenen Küchensysteme sind flexibel aufgebaut. Sie lassen sich variabel einbauen und passen sich der gegebenen baulichen Situation an.

Was wünschen Sie? Was ist möglich?

Bevor man den Küchenumbau in Angriff nimmt, sollten die Bedürfnisse und auch der räumliche Rahmen klar definiert werden:

  • Soll die Küche vom restlichen Wohnraum abgetrennt oder Teil von ihm sein?
  • Setzen Sie vom Stil her eher auf Bodenständigkeit oder auf Lifestyle?
  • Wie wird die Küche voraussichtlich genutzt – wie wichtig sind beispielsweise reibungslose und logische Arbeitsabläufe?
  • Mit welchem Platzbedarf ist zu rechnen, wie viele Personen halten sich in der Küche auf – sei es zum Kochen, sei es beim Familienplausch?
  • Wie präsentiert sich dieser Platzbedarf in zehn oder 20 Jahren?
  • Welchen technischen Ansprüchen müssen Geräte wie Herd, Backofen, Geschirrspüler oder Kühlschrank genügen?
  • Was darf es kosten?

Wie weit soll der Küchenumbau reichen?

Sind die Ansprüche an die neue Küche geklärt, lässt sich ein Küchenumbau-Konzept erarbeiten. Es bestimmt, wie weit die baulichen Massnahmen reichen. Vielleicht kann lediglich die bestehende Einbauküche inklusive Technik ersetzt werden, vielleicht leistet man sich aber Eingriffe in die bestehende Bausubstanz, etwa die Entfernung oder Versetzung einer Wand für die Installation einer Kochinsel oder die Erstellung einer Durchreiche von der Küche ins Wohn- und Esszimmer. Auch der Umgang mit bestehenden Bodenbelägen gehört ins Konzept. Nicht vergessen darf man ausserdem das Thema Beleuchtung; auf die Frage, wo mit welchen Leuchtmitteln welcher Nutzen und welcher Effekt erzielt werden soll, ist eine schlüssige, wunsch- und bedarfsgerechte Antwort zu finden.

Für den Küchenumbau gibt es Fachleute

Einen grossen Einfluss auf die Möglichkeiten beim Küchenumbau hat die Haustechnik. Wo verlaufen die Wasser- und Stromleitungen, gibt es Lüftungskanäle? Auch deswegen müssen unter Umständen Eingriffe in die vorhandene Bausubstanz vorgenommen werden. Spätestens zu diesem Zeitpunkt ist es ratsam, sich an den professionellen Küchenbauer zu wenden. Er zeigt Ihnen auf, was machbar ist und was eher nicht.

Organisation in der Umbauphase

Ein Küchenumbau findet in der Regel in einer bewohnten Immobilie statt. Je nach Umfang kann der Umbau zwischen zwei Arbeitstagen und einer Woche betragen. Küchenchefinnen und Küchenchefs tun also gut daran, in dieser Zeit nicht die Kreation eines 5-Gang-Menüs ins Auge zu fassen. Vielmehr drängt sich eine Bestellung beim Pizzalieferdienst auf.

Der Küchenumbau endet mit dem Abnahmeprokokoll

Ist der Küchenumbau abgeschlossen, sollte zusammen mit dem Küchenbauer eine Bauabnahme erfolgen. Die Leistungen gemäss Offerte müssen überprüft und entsprechend ein Abnahmeprotokoll unterzeichnet werden. Allfällige Mängel sind schriftlich festzuhalten.

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