Balkoneinrichtung und Terrassengestaltung

Windschutz gegen Zugluft auf dem Balkon

Es gibt kaum einen Bereich in und um das Haus, bei dem Lösungen so wenig Grenzen gesetzt sind, wie für einen Windschutz auf dem Balkon. Ob mobil oder fix, ob bepflanzt oder aus den unterschiedlichsten Materialien, ob lichtdurchlässig oder nicht: Jeder Balkon lässt sich wirksam und fantasievoll gegen Zugluft schützen.

Windschutz für den Balkon
Auf jedem Balkon lässt sich wirksam und fantasievoll gegen Zugluft vorkehren.

(stö) Eigentlich wäre es ja sehr schön, im Frühjahr oder im Herbst freie Zeit auf dem Balkon zu verbringen – wenn nur dieser lästige Wind nicht wäre. Dagegen können Sie aber sehr viel unternehmen. Ein Windschutz auf dem Balkon lässt sich improvisiert oder anhand eines fast unüberblickbar grossen Angebots an Hersteller-Lösungen bewerkstelligen.

Mobiler oder stationärer Windschutz?

Falls es Ihnen nur anfangs und gegen Ende der Balkonsaison an die Füsse zieht, genügt es mitunter, einen mobilen Windschutz zu errichten, so zum Beispiel mittels Stoffbespannungen am Balkongeländer oder durch sogenannte stehende Markisen, die quer zum Balkon gespannt werden. Auch stehende Panels aus Kunststoff oder Glas sind in solchen Fällen sehr zweckdienlich. Ebenso leisten Pflanzenkübel oder Rankengewächse gute Dienste. Mitunter genügt es auch schon, wenn Sie ein einfaches Sonnensegel entsprechend ausrichten.

Sollte Ihre Veranda sehr exponiert sein, sodass der Wind auch an Sommertagen die Serviette vom Balkontisch fegt, sind Sie mit einer stationären Lösung gut beraten. Am naheliegendsten ist dabei ein Windschutz aus Glas oder Plexiglas, zumal dieser von aussen nur den Wind, nicht aber das Licht abhält. Ebenso können Holzwände oder -gitter den Wind konstant aussen vorlassen.

Windschutz zur Windrichtung ausrichten

 «Lue zersch wohär dass dr Wind wääit», heisst es im gleichnamigen Song von Züri West und das gilt in besonderem Masse auch für den Windschutz auf dem Balkon. Pfeift einem der Wind aus seitlicher Richtung um die Ohren, so erfordert dies in der Regel eine höhere Abschirmung als bei frontalem Luftzug. Dabei gilt es, Luftverwirbelungen hinter dem Windschutz oder an anderer Stelle auf dem Balkon zu verhindern. Dies erreichen Sie am einfachsten, wenn der Windschutz nicht völlig dicht ist, sondern leicht durchlässig bleibt – etwa aus Holz- oder Pflanzenspalieren.

Windschutz-Materialien: Die Qual der Wahl

Während – wie oben beschrieben – ein einfacher Windschutz mit wenig Aufwand selbst angefertigt werden kann, überbieten sich die Hersteller förmlich mit Lösungen. Sowohl in Garten-Center als auch in Baumärkten finden Sie eine Vielzahl an Möglichkeiten, um gegen Zugluft vorzubeugen. So können Sie beispielsweise aus dem Garten-Sortiment wählen, ob Sie einen pflanzlichen Windschutz aus Behältern – allenfalls gestapelt – oder entlang Trägern wachsen lassen möchten. Geeignete Pflanzen lassen sich gleichenorts finden und Sie erhalten überdies Beratung, welche Sorten winterfest sind und welche Jahr für Jahr wieder neu gepflanzt werden sollten.

Baumärkte bieten ebenso eine Vielzahl an Ausführungsmöglichkeiten – von einfacheren Panels aus Stoff, Holz, Kunststoff oder Glas über zu verbauende Lösungen mit Stützen und Verankerungen aus denselben Materialien bis hin zu fertigen Ausführungen wie stehende Markisen etc.

Hinzu kommen Anbieter – zumeist aus der Fensterbranche – die Ihren Balkon professionell und auf Mass mit Glas oder Kunststoff einkleiden.

Wind- und Sichtschutz?

Alle Windschutz-Varianten, die nicht transparent sind, bieten gleichzeitig einen Sichtschutz. Dieser nimmt mitunter aber auch Licht vom Balkon. Aber: Möglicherweise ist mehr Schatten ja durchaus erwünscht. Falls Sie auf Ihrem Balkon sowohl Licht als auch Schutz gegen unerwünschte Blicke möchten, empfiehlt sich beispielsweise ein Windschutz aus trübem oder milchigem Glas. 

  • Artikel von:
  • hausinfo
  • Bild:
  • istockphoto