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Geranien

Geranien gehören zur Familie der Storchenschnabelgewächsen. Am schönsten zeigen sich «Granium» bei viel Sonnenlicht.

Geranien sind die Klassiker unter den Balkonpflanzen.

(sku) Sie zählen seit vielen Jahren zu den begehrtesten Topfpflanzen. Dabei ist «Granium» eigentlich eine Bezeichnung in der Umgangssprache, denn botanisch wird die Geranie Pelargonium genannt. Die Pelargonien stammen ursprünglich aus Südafrika. Wann und wie die ersten Geranien nach Europa kamen, ist nicht genau belegt. Vermutlich wurden sie im 17. Jahrhundert eingeführt. In der Mitte des 20. Jahrhunderts waren deutsche Züchter entscheidend an der inzwischen sehr grossen Sortenvielfalt beteiligt.

Standort

Pelargonien sind wärmeliebend und wachsen in der Blumenkiste in Gefässen, wie auch in Rabatten an einem sonnigen Standort.

Zum Einpflanzen nahrhafte Blumenerde aus dem Fachhandel verwendet. Nicht geeignet ist alte Erde, in der zum Beispiel die Geranien vom Vorjahr standen.

Beim Einpflanzen dürfen die Wurzelballen weder trocken sein noch verletzt werden. Die Gefässe bis rund zwei Zentimeter unter den Rand mit Erde füllen. Damit entsteht ein Giessrand. Nach dem Pflanzen gründlich angiessen.

Pflegetipps

Nach rund drei Wochen sind die Geranien angewachsen. Ab diesem Zeitpunkt die Pflanzen regelmässig mit Dünger zu versorgen. Am besten geschieht dies mit einem wasserlöslichen Volldünger. Bewährt hat sich, wenn der Dünger dabei praktisch bei jedem Giessen, aber nur in der halben auf der Packung angegeben Dosierung, dem Giesswasser beigemischt wird. Wem dies zu aufwändig ist, versorgt seine Geranien aber mindestens zwei Mal pro Woche mit dem Flüssigdünger. Dabei nie in ausgetrocknete Erde Düngergaben giessen. Da sonst an den Blättern Verbrennungen entstehen können. Der beste Zeitpunkt zum Giessen oder Düngen ist der frühe Vormittag.

Wer Verblühtes regelmässig entfernt, fördert die Blütenbildung der Geranien.

Geranien vertragen keinen Frost. Drohen im Herbst Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, die Pflanzen ins Winterquartier nehmen. Zum Überwintern einen kühlen und hellen Standort mit einer Temperatur von vier bis acht Grad Celsius wählen. Wenn nur dunkle Räume, wie etwa ein Keller, zur Verfügung stehen, lassen sich Geranien auch dort überwintern. Dazu die Temperatur aber möglichst tief halten.

Vor dem Einräumen dürre Blüten und gelber Blätter ausputzen und die Treiblänge etwa um die Hälfte einkürzen. Im Winterquartier wenig giessen und die Geranien im Frühjahr in frisches Erdsubtrat umpflanzen.

Krankheiten und Schädlinge

Die Pilzkrankheit Geranienrost macht den Sommerblühern oft zu schaffen. Die Blätter verfärben sich gelblich, auf der Unterseite bilden sich kreisförmige Pusteln. Befallene Pflanzen im Kehricht entsorgen.

Als Schädlinge treten meist Milben, Thripse oder Blattläuse auf. Abhilfe schaffen Behandlungen mit Schmierseifenlauge oder das Wegschneiden stark befallener Triebe und Blätter.

Besonderheiten der Geranien

Unter den weltweit zahlreichen Arten Pelargonien finden sich aufrecht wachsende Sorten (Pelargonium-Zonale-Hybriden), hängende Geranien (Pelargonium-Peltatum-Hybriden), Edelgeranien (Pelargonium grandiflorum) oder auch Duftpelargonien. Erhältlich sind auch buntlaubige Sorten oder Kreuzungen von aufrecht und hängend wachsenden Sorten, sogenannte Halbhänger.

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