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Hortensie

Hortensien bilden üppige Blüten, die sich in der Farbe auch verändern können. Die meisten Hortensienarten blühen am mehrjährigen Holz. Der richtige Standort ist für Hortensien wichtig.

 Hortensie
Hortensien beeindrucken mit grossen Blütenballen in Farbvariationen.

(sku) Mit ihren grossen rosaroten, weissen und blauen Blütenständen bieten Hortensien einen prächtigen Anblick. Neben den von den Gärtnern auch als Zimmerpflanze verkauften Gartenhortensien, gibt es viele weitere Arten. Eine allgemeingültige Pflegeanleitung für die Hortensien gibt es deshalb nicht. Die verschiedenen Arten benötigen auch unterschiedliche Pflege. Grundsätzlich werden zwei Hauptgruppen unterschieden: Die Garten- oder Bauernhortensie tragen kugelige Blütendolden. Die Tellerhortensien fallen mit flachen Trugdolden auf.

Standort

Die meisten Hortensiensorten können bis zu zwei Meter hoch werden und eignen sich für Rabatten und schattige Standorte an Hausmauern. Gepflanzt werden die Hortensien im Herbst oder im zeitigen Frühjahr in tiefgründigen, nahrhaften Boden. Gut gedeihen die Hortensien an geschützten Plätzen, wo sie nicht den kalten Winden ausgesetzt sind.

Da die Hortensien mit ihren grossen Blüten und Blättern viel Wasser verdunsten, ziehen sie halbschattige oder schattige Standorte vor. Rispenhortensien gedeihen auch in der Sonne gut, wenn sie ausreichend Bodenfeuchtigkeit vorfinden.

Pflegetipps

Unterschiedlich ist bei den Hauptsorten der Zeitpunkt des Schneidens. Die meisten Hortensienarten blühen am mehrjährigen Holz. Entfernt werden deshalb nur die welken Blütendolden und die dürren Triebe. Dies erfolgt unmittelbar nach der Blüte.

Anders dagegen die Rispenhortensie. Hier entstehen die Blüten an den einjährigen Trieben. Die Rispenhortensie wird alljährlich im zeitigen Frühjahr auf rund 40 cm über dem Boden zurückgeschnitten.

Krankheiten und Schädlinge

Der richtige Standort ist für Hortensien wichtig. Bei stark kalkhaltigen Böden treten oft Chlorosen auf. Dabei verfärben sich die Blätter gelb und fallen um Teil ab. Bei Wärme und Trockenheit werden die Pflanzen häufig von Spinnmilben heimgesucht. Befallene Pflanzenteile entfernen und vernichten und die befallene Hortensie mit dem Gartenschlauch gründlich abspritzen.

Besonderheiten der Hortensie

Ungewöhnlich ist, dass Hortensien ihre Blütenfarbe - mit Ausnahme der weissen Sorten - je nach Beschaffenheit des Bodens verändern. So können auf saurem Boden rosarote Blüten ihre Farbe in blaue Töne verwandeln. Dies hängt davon ab, wieviel Aluminium die Pflanzen im Boden nutzen können. Je nach dem Säuregrad der Erde ist dies unterschiedlich. Für rosarote Gartenhortensien sollte deshalb der pH-Wert des Bodens zwischen 6,0 und 6,5 liegen, für blaublütige Pflanzen ist ein pH-Wert zwischen 5,0 und 5,5 ideal.

Den pH-Wert im Boden verändern lässt sich mit gemahlenem Kalkmehl. Rund 2,5 Kilogramm auf zehn Quadratmeter Boden im Frühjahr oder Herbst verteilt, erhöht den pH-Wert um eine halbe Einheit. Blaue Hortensien sollten im Frühjahr mit einem flüssigen, sauer reagierenden Dünger zwei- bis dreimal im Abstand von zwei Wochen gegossen werden.

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