Gartenarbeiten und Pflegetipps

Frostschaden an Kübelpflanzen: Was nun?

Es war ein milder Oktober und die kalten Temperaturen der vergangenen Nacht haben uns wahrlich überrascht. Die wärmeliebenden Kübelpflanzen konnten nicht mehr rechtzeitig in ihr frostsicheres Winterquartier ziehen. Was können Sie tun, damit sich die Pflanzen möglichst rasch von dem Frostschaden erholen? Hier finden Sie unsere Pflegetipps.

Frostschaden bei Kübelpflanzen
Bei einem Frostschaden werden die Blattspitzen der Kübelpflanze braun und es kommt zu schwarzen Blatt-, Trieb- und Stielverfärbungen.

(chu) Hibiskus, Zitronenbäumchen oder Wandelröschen – die beliebten Kübelpflanzen sind wärmeliebend und überdauern die kalten Monate in einem vor Frost geschützten Winterquartier. Eisige Temperaturen können bei den nicht winterharten Pflanzen Erfrierungen und somit einen schweren Frostschaden verursachen. Die Blätter werden braun, rollen sich ein und welken. Ein starker Frost kann bis zum Absterben des Stammes und der Wurzeln der Kübelpflanze führen. Wir geben Ihnen hilfreiche Tipps wie sie einen Frostschaden erkennen und zeigen Ihnen bewährte Pflegemassnahmen auf.

Wie erkenne ich einen Frostschaden?

Bei einem Frostschaden werden die Blattspitzen der Kübelpflanze braun und es kommt zu schwarzen Blatt-, Trieb- und Stielverfärbungen. Die Blätter rollen sich ein und welken. Die Knospen und Blüten der frostgeschädigten Pflanze werden matschig – so auch die Früchte. In akuter Gefahr ist die Kübelpflanze, wenn bereits die Hälfte der Äste erfroren sind. Ein schwerer Frostschaden kann zu einem Absterben des Stammes und der Wurzeln führen.

So helfen Sie Kübelpflanzen sich gut von einem Frostschaden zu erholen

  • Stellen Sie die frostgeschädigte Pflanze in einen vor Frost geschützten kühlen und trockenen Raum. Warten Sie ein paar Tage bevor Sie mit den Pflegemassnahmen beginnen. So sieht man welche Pflanzenteile definitiv abgestorben sind.
  • Entfernen Sie alle welken Pflanzenteile wie braune Blätter, matschige Blüten und Früchte. So wirken Sie einem Pilzbefall entgegen.
  • Die frostgeschädigten Äste werden bis ins gesunde, grüne Holz zurückgeschnitten. So kann die Pflanze die Schnittstelle gut verschliessen. Hat die Kübelpflanze nur einseitig einen Frostschaden erlitten, da der andere Teil geschützt an einer Wand stand? Dann ist es auch notwendig den gesunden Teil der Krone etwas einzukürzen. Die Kübelpflanze wächst nun wieder schön gleichmässig.
  • Giessen Sie die Pflanze eher sparsam. Es gilt: Je weniger Blattmasse die Pflanze hat, desto sparsamer sollte bewässert werden.
  • Im Frühling wird die Kübelpflanze umgetopft. Dies garantiert einen guten Start ins neue Gartenjahr - für ein gesundes und üppiges Wachstum.
  • Kontrollieren Sie die Kübelpflanze regelmässig auf einen Schädlingsbefall. Die frostgeschädigte Pflanze ist etwas anfälliger auf Schädlinge.

Unser Tipp: Im Oktober gilt es einen regelmässigen Blick auf das Thermometer und die Wetterprognose zu werfen. Bei drohenden Nachtfrösten können die Kübelpflanzen somit rechtzeitig in ihr frostsicheres Winterquartier ziehen. Im Frühling werden die Kübelpflanzen ab Mitte Mai und sobald keine Nachtfröste mehr drohen ins Freie gestellt. So bewahren Sie ihre Kübelpflanzen künftig vor einem Frostschaden.

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