Pflanzen richtig giessen

Bewässerungssysteme für den Garten

Automatische Bewässerungssysteme sorgen rund um die Uhr und sogar in den Sommerferien für die richtige Menge Wasser im Garten und auf dem Balkon. Besonders umweltfreundliche Wasserspender nutzen Regenwasser.

Automatische Bewässerungssysteme sorgen rund um die Uhr für die richtige Menge Wasser im Garten und auf dem Balkon.

(sku) Wer nicht Giesskanne um Giesskanne voll Wasser schleppen will, um die Pflanzen im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon mit ausreichend Nass zu versorgen, hält nach einem automatischen Wasserspender Ausschau. Etwas Abhilfe schaffen Sprinkler, die allerdings jedes Mal montiert und wieder versorgt werden müssen. Wem dies zu viel Aufwand für die sommerliche Blütenpracht bedeutet, der ist mit einer Bewässerungsanlage gut aufgehoben. Einmal von einer Fachperson montiert und programmiert, fällt die manuelle Bewässerungsarbeit weg.

Wasserspender sind fast unsichtbar

Beat Künzli, Geschäftsführer der Gartenbau Künzli AG in Ittigen und Interlaken, erklärt die Bewässerungsanlage Eco Rain: «Die Anlage besteht aus bis zu fünf Elementen, von denen nur das Steuergerät, der Regenabschalter und die Ventilbox sichtbar sind. Die eigentlichen Bewässerungselemente sind unter der Oberfläche angebracht und werden nur ausgefahren, wenn sie Wasser abgeben. Danach versenken sie sich wieder im Boden.» Das Steuergerät wird geschützt an der Hauswand angebracht. Der Regenabschalter wird an einer witterungsexponierten Stelle montiert. Er misst den Niederschlag und schaltet die Anlage bei Regen ab, damit die Pflanzen nicht zu viel Wasser erhalten. Die Ventilbox ist ein kleiner, in den Boden eingelassener Kasten, der die Magnetventile enthält, welche die einzelnen Beregnungselemente ansteuert. «Als mögliche Elemente kommen Versenkregner, Sprühregner und Tröpfchenbewässerung in Frage», sagt Künzli. Versenkregner werden vor allem bei grösseren Rasenflächen wie Fussballfeldern angewendet, während Sprühregner für kleinere Rasenflächen und empfindliche Pflanzen geeignet sind. Sie können ihr Wasser auf einer Höhe von 10 bis 25 cm abgeben und sind deshalb auch für Rosenbeete und Rabatten empfehlenswert. Eine Tröpfchenbewässerung ist dort ratsam, wo Wasser nur schwerlich den Weg bis zum Boden findet: Unter Bäumen mit ausladenden Kronen oder unter Hecken.

Bewässerungssystem hilft Wasser sparen

Nebst dem geringeren Arbeitsaufwand bietet eine Bewässerungsanlage auch ökologische Vorteile. Eine Anlage ist so programmiert, dass sie nur so viel Wasser abgibt, wie die Pflanzen effektiv brauchen. Im Gegensatz zum Giessen mit dem Wasserschlauch oder der Giesskanne wird damit ein Zuviel an Wasser vermieden. Eine Beregnung bei Nacht sorgt ausserdem dafür, dass weniger Wasser verdunstet und keine Verbrennungsgefahr für Pflanzen besteht. Noch umweltfreundlicher wird die Anlage, wenn sie sich aus Regenwasser speist. «Ein 250 bis 1'500 Liter grosses, unterirdisches Becken sammelt das Regenwasser und speist die Anlage mit bis zu 90 % des benötigten Wassers», meint der Experte Künzli.

Die Kosten für eine Anlage hängen davon ab, wie das zu bewässernde Gelände geformt ist und woher das Wasser bezogen werden muss. Für eine einfache Anlage in einem Einfamilienhausgarten rechnet Künzli mit Kosten von 5'500 bis 6'000 Franken, bei mehr Komponenten ist ein Budget von 20'000 Franken nötig. Etwas teurer in der Anschaffung ist auch ein Regenwasserauffangbecken, dafür kann im Betrieb Wasser gespart werden. Auf Wunsch ist auch ein Serviceabonnement erhältlich, bei dem die Fachleute im Frühling die Anlage in Betrieb nehmen und im Herbst entleeren, damit keine Leitungen bersten.

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