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Apfelsägewespe bekämpfen

Die Apfelsägewespe ist ein Schädling, der sich durch die Früchte des Apfelbaumes frisst. Bei einem Befall wirft der Baum die Früchte noch unreif ab. Mit unseren Tipps bewahren Sie den Obstbaum vor dem gefrässigen Insekt.

Die Larven der Apfelsägewespe minieren unter der Epidermis der Früchte sodass auf der Oberfläche des Apfels gewundenen, verkorkte Narben zu erkennen sind.
Die Larven der Apfelsägewespe minieren unter der Epidermis der Früchte sodass auf der Oberfläche des Apfels gewundenen, verkorkte Narben zu erkennen sind.

(chu) Auf den Früchten des Apfelbaumes finden sich gewundene, verkorkte Narben – der Baum wurde von Apfelsägewespen befallen. Im Frühling legt der Schädling seine Eier in die Blütenkelche des Apfelbaumes. Nach dem Schlüpfen fressen sich die Larven genüsslich durch die Äpfel. Die Folge: Der Baum wirft die befallenen und unreifen Früchte frühzeitig ab. So hat ein Befall durch Apfelsägewespen einen merklichen Einfluss auf die Ernte. So erkennen Sie den Schädling und bekämpfen ihn erfolgreich.

Die Apfelsägewespe – kurz vorgestellt

Die Apfelsägewespe (Hoplocampa testudinea) ist etwa 6 bis 8 Millimeter lang. Sie hat keinen Wespentaille - ihre Brust und der Hinterleib sind breit zusammengewachsen. Der Körper des Tiers ist oben schwarz und unten hellbraun gefärbt. Die beiden Flügel sind durchscheinend und mit braunen Adern durchzogen. Das Insekt hat sechs Beine und zwei kurze fadenförmige Fühler. Die Larven sind cremefarbig mit brauner Kopfkapsel. Apfelsägewespen gehören zur Familie der Blattwespen (Tenthredinidae). Die Hauptflugzeit der Insekten ist kurz vor und während der Blüte des Apfelbaums. Nach der Befruchtung legt das Weibchen die Eier einzeln in die Blütenkelche. Dazu nutzt die Wespe ein sägeartiges Organ am Hinterleib, um einen kleinen Schlitz in den Blütenkelch zu schneiden, in welchen sie das Ei ablegt. Nach etwa 14 Tagen schlüpfen die Larven aus den Eiern und fressen sich genüsslich durch die Frucht. Die Frasstätigkeit lässt die Äpfel frühzeitig zu Boden fallen und sorgt somit für erhebliche Ernteeinbussen. Nach 3 bis 4 Wochen verlassen die Larven die Früchte und lassen sich zu Boden fallen. Danach graben sie sich etwa 10 bis 15 Zentimeter tief in das Erdreich, um dort einen Kokon zu bilden in dem sie den Sommer, Herbst und Winter verbringen. Die Verpuppung erfolgt im Frühjahr. Zur Zeit der Apfelblüte kommen die erwachsenen Wespen aus dem Boden und der Kreislauf beginnt von Neuem.

Einen Befall durch Apfelsägewespen erkennen

Die Larven der Apfelsägewespe minieren unter der Epidermis der Früchte sodass auf der Oberfläche des Apfels gewundenen, verkorkte Narben zu erkennen sind. Im späteren Verlauf fressen sich die Tiere durch die Äpfel bis zum Kerngehäuse durch. Im ausgehöhlten Kerngehäuse finden sich die schwarzen Kotkügelchen der Larven. Die befallen Früchte – meist sind gleich mehrere betroffen – fallen mitsamt dem Apfelstiel vorzeitig von dem Baum.

So beugen Sie einen Befall durch Apfelsägewespen vor

  • Kontrollieren Sie den Baum regelmässig auf einen Befall durch die Apfelsägewespe.
  • Im Frühling gilt es vor der Blüte weisse Leimtafeln in den Baum zu hängen. Die weissen Tafeln simulieren die Blüten des Obstbaumes. Nach der Blüte und mit Ende der Flugzeit der Schädlinge werden die Tafeln wieder abgehängt. So verhindern Sie, dass Nützlinge Schaden nehmen.

Apfelsägewespen bekämpfen – unsere besten Tipps

Im Frühling beginnt der Baum schon kurz nach dem Fruchtansatz die befallenen Früchte mitsamt den Stielen abzuwerfen. Der Apfelbaum wurde von Apfelsägewespen befallen. So verhindern Sie eine starke Ausbreitung des Schädlings und bekämpfen ihn erfolgreich.

  • Sammeln Sie die befallenen Früchte zusammen und vernichten Sie diese. Die Larven können somit nicht in den Boden gelangen. Somit wirken Sie einer starken Ausbreitung des Schädlings entgegen.
  • Der beste Zeitpunkt, um die Apfelsägewespen zu bekämpfen ist, wenn die Larven aus den Eiern schlüpfen. Dies ist mit dem Ende der Blüte des Obstbaumes. Achten Sie bei der Ausbringung des Insektizides auf eine gründliche Benetzung des ganzen Baumes.
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