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Irrtümer und Mythen rund um Blitze

Ob Thor, Zeus oder Jupiter - Blitze spielen in der Mythologie eine grosse Rolle. Vielleicht liegt darin begründet, dass bis heute viele Mythen und Irrtümer rund um Blitze bestehen. Wir sagen Ihnen, was bezüglich Blitze und den Gefahren, die von ihnen ausgehen, wahr ist, und was Sie getrost als Mythos ad acta legen können.

Mythen rund um Blitz und Donner sind zahlreich.
Mythen rund um Blitz und Donner sind zahlreich.

(pg) In verschiedenen Mythologien waren die Himmelsväter wie Zeus, Jupiter oder Thor als Besitzer eines Donnerkeils die Herren über Blitz und Donner. Wurde der Donnerkeil als Waffe eingesetzt, schleuderten die Besitzer das Element von Stärke und Macht in einem hellen Strahl auf die Erde, wie Zeus vom Olymp. So erklärten sich die Menschen das Phänomen der Blitze.

So faszinierend Blitze sind, so sehr ängstigen sie seit jeher auch viele Menschen. Viele Mythen und Irrglauben haben sich entsprechend entwickelt. Und auch wenn erwiesenermassen falsch, halten sie sich hartnäckig. Doch es gibt auch Behauptungen, die durchaus stimmen. Wir stellen klar.

1. Blitze schlagen nie zweimal an der gleichen Stelle ein

Irrtum, das kann durchaus vorkommen. Das Empire State Building in New York zum Beispiel wird jährlich etwa 25-mal vom Blitz getroffen.

2. Viele Menschen kommen bei Blitzeinschlägen ums Leben

Nein, statistisch gesehen wird in der Schweiz nur etwa alle zwei Jahre ein Mensch vom Blitz erschlagen.

3. Tiere überleben Blitzeinschläge seltener als Menschen

Stimmt, denn durch ihre in der Regel vier Beine weisen sie eine grössere Schrittspannung auf. Wenn die Erde den Strom eines Blitzeinschlages leitet, ist der Stromfluss grösser als beim «Zweibeiner».

4. Elektronische Geräte im Haus bei Gewitter vom Strom trennen

Wenn ein Blitz- oder Überspannungsschutzsystem installiert ist, brauchen Sie Ihre Geräte nicht vom Strom zu trennen.

5. Mobiltelefone ziehen den Blitz an

Handys haben zwar durchaus ihre Nebenwirkungen, aber diese Behauptung stimmt nicht. Die Handystrahlung ist dafür zu gering.

6. Regenschirme sollten bei Blitzgefahr eingezogen werden

Diese Vorsichtsmassnahme ist richtig, vor allem, wenn der Regenschirm eine Metallspitze aufweist.

7. Der Volksmund sagt: «Eichen sollst du weichen, Buchen sollst du suchen»

Reimt sich zwar, ist aber Unsinn. Was stimmt ist, dass Blitze gerne in hohe Objekte wie Bäume einschlagen. Welche Art Bäume ist dem Blitz aber egal.

8. Im Auto ist man vor einem Blitzeinschlag sicher

Richtig. Das Auto wird bei einem Blitzeinschlag zum sogenannten faradayschen Käfig. Der Physiker Michael Faraday fand heraus, dass bei einer auf allen Seiten geschlossenen Hülle aus leitfähigem Material der Strom um den Innenraum herum in die Erde abgeleitet wird.

9. Bei Gewittern so schnell wie möglich aus dem Wasser

Stimmt. Einerseits kann sich Strom im Wasser weit ausbreiten, andererseits kann er optimal durch den Körper fliessen, wenn wir ausgestreckt im Wasser liegen oder schwimmen.

Wie weit ist das Gewitter entfernt?

Gewitterfronten können in rasender Geschwindigkeit durchs Land fegen, sich aber auch nur langsam fortbewegen. Wie weit ein Gewitter entfernt ist, können Sie selbst ausrechnen. Die Formel dazu lautet «Abstand zwischen Blitz und Donner in Sekunden geteilt durch drei». Dies ergibt die Distanz in Kilometer, die das Gewitter noch entfernt ist.

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