Einrichtungstipps

Tipps zur Verbesserung der Raumakustik

Wie wohl wir uns in einem Raum fühlen, hängt auch von der Qualität der Raumakustik ab. Erfahren Sie jetzt, mit welchen Massnahmen Sie die Raumakustik verbessern können.

Raumakustik verbessern
Wie wohl wir uns in einem Raum fühlen, hängt auch von der Qualität der Raumakustik ab.

(mei) Wohnräume mit schlechter Raumakustik vermitteln ein unangenehmes Raumgefühl und wirken kalt. Sobald sich mehrere Personen darin unterhalten, entsteht ein erhöhter Lärmpegel und die Verständigung wird erschwert. Läuft dazu noch ein Radio oder Fernseher im Hintergrund, fühlt man sich durch den ständig hohen Geräuschpegel schnell gestresst. Studien belegen, dass sich eine schlechte Raumakustik negativ auf unsere Gesundheit und auf unsere Produktivität bei der Arbeit auswirken kann. Eine gute Akustik auf der anderen Seite steigert den Wohnkomfort und sorgt für einen perfekten Hörgenuss von Musik und Filmen.

Das Problem: Grosses Raumvolumen und schallharte Oberflächen

Die Gründe für eine schlechte Akustik sind meist in der Ausgestaltung und der Materialwahl eines Raumes zu suchen. Denn Wände sind wichtige Reflexionsflächen, die je nach Material und Fläche andere Eigenschaften aufweisen und die Raumakustik entscheidend beeinflussen. Die Architektur moderner Wohnräume mit grossen Volumen und schallharten Oberflächen wie Glas, Mauerwerk, Parkett oder Steinböden führen oft zu einer ungünstigen Raumakustik. In solchen Räumen werden die Schallwellen nicht aufgenommen, sondern zurückgeworfen. In diesem Fall ist es wichtig, Massnahmen zu ergreifen, welche die Nachhallzeit der Schallwellen reduzieren. 

Tipp 1: Setzen Sie textile Materialien ein

  • Ergänzen Sie Ihre Inneneinrichtung um textile Materialien. Beispielsweise indem Sie Teppiche einsetzen, die Fenster mit Vorhängen bestücken oder weiche Polster und Kissen im Raum unterbringen. Wählen Sie bei der Anschaffung eines neuen Sofas oder neuer Sessel eine Ausführung mit Stoffbezug, falls Ihr Haushalt dies erlaubt. Leben Sie mit kleinen Kindern oder Katzen, könnte ein robusteres, leichter zu reinigendes Material sinnvoller sein. 
  • Bleibt der Hall, bekleben Sie die Unterseiten von Stühlen und Tischen mit einem weichen Spannteppich.

Tipp 2: Mobile Akustik-Elemente

  • Setzen Sie mobile Akustik-Elemente ein. Sie sehen aus wie eine Kombination aus Trennwand und futuristischem Möbelstück und lassen sich genau dort platzieren, wo Sie Ihren Wohnkomfort verbessern möchten. Auf dem Markt sind schöne Ausführungen erhältlich, die sich einfach in eine bestehende Einrichtung integrieren lassen.
  • Gute Lösungen gerade für ein im Wohnzimmer eingerichtetes Home-Office sind Akustik-Stellwände. Sie schirmen den Arbeitsplatz ab und trennen Wohnen und Arbeiten auch psychologisch. Akustik-Stellwände sind in verschiedensten Farben und Ausführungen erhältlich. Allerdings verleihen Sie dem Home-Office doch ein beträchtliches «Büro-Ambiente» und vermögen deshalb nicht allen zu gefallen.
  • Gerade bei offenen Grundrissen leisten auch Trennwände und Paravents gute Dienste. Sie wirken wohnlicher als Akustik-Stellwände, separieren lautere Raumbereiche dennoch von jenen, in denen man es gerne etwas ruhiger hat. 

Tipp 3: Wand- und Deckenverkleidungen für Härtefälle  

Wenn immer noch nicht die gewünschte Qualität der Raumakustik erreicht werden konnte, ist der Einsatz von absorbierenden Wand- oder Deckenverkleidungen ratsam.

  • Ziehen Sie eine Fachperson bei, die weiss, welche Produkte wo geeignet sind.
  • Akustisch gute Materialien sind nicht unbedingt teurer. Materialien, die auch die gewünschten ästhetischen Kriterien erfüllen, haben aber oft einen höheren Preis.
  • Gute Resultate liefern zum Beispiel durchbrochene Wand - und Deckenverkleidungen in weichem Material wie Gips oder Holz, die man mit schallschluckendem Vlies hinterlegt. Wandverkleidungen können ohne Probleme nachträglich montiert werden. Zudem bieten sie willkommenen Platz für Kabel, Rohre, Leitungen und andere verdeckte Installationen.
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