Krankheiten und Schädlinge A-Z

Gartenlaubkäfer bekämpfen

Im Garten können Gartenlaubkäfer zu einer Plage werden. Der braune Käfer mit grünem Halsschild und sein Nachwuchs schädigen die Pflanzen durch ihre Fresstätigkeit. So halten Sie den Schädling auf natürliche Art und Weise von Ihren Pflanzen fern.

Im Garten können Gartenlaubkäfer zu einer Plage werden.
Im Garten können Gartenlaubkäfer zu einer Plage werden.

(chu) Der Rasen zeigt braune kahle Stellen – die hungrigen weissen Engerlinge des Gartenlaubkäfers haben über die Wurzeln hergemacht. An den Rosen haben sich zuvor die erwachsenen Käfer durch ihren Rand- und Lochfrass angekündigt. In grossen Scharen können Gartenlaubkäfer an den Pflanzen grosse Schäden anrichten. Wir geben Ihnen hilfreiche Tipps wie Sie den gefrässigen Käfer und seinen Nachwuchs erkennen. Naturnah und ganz ohne den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln lässt sich der unerwünschte Gartenbewohnen ganz einfach bekämpfen.

Die Gartenlaubkäfer – kurz vorgestellt

Der Gartenlaubkäfer (Phyllopertha horticola) stammt aus der Familie der Blatthornkäfer. Er lässt sich anhand folgender typischer Merkmale sehr einfach von seinen Verwandten wie beispielsweise dem Maikäfer, Junikäfer und Japankäfer unterscheiden. Der braune Käfer ist acht bis elf Millimeter gross und hat ein grünes metallisch glänzendes Halsschild. Dicht behaart und relativ flach präsentiert sich sein Körper. Die Flügeldecken sind hellbraun mit jeweils sechs Längsstreifen. Die beiden kurzen Fühler enden in drei Lamellen. Der Engerling des Gartenlaubkäfers ist weiss mit hellbraunem Kopf.

Einen Befall durch Gartenlaubkäfer erkennen

Rosen, Obstgehölze, Weiden oder Farne sowie Rasenflächen – sie werden von dem Gartenlaubkäfer bevorzugt befallen. Zur Flugzeit der Käfer ab Mai ist ein starker Rand- und Lochfrass an den Blättern zu erkennen. Nach dem Schlüpfen machen sich die hungrigen Engerlinge über die Pflanzenwurzeln her. Im Rasen hat die Frasstätigkeit des Nachwuchses lose Grasnarben und braune sowie kahle Stellen zur Folge.

So beugen Sie einen Befall durch Gartenlaubkäfer vor

  • Ein gesunder Rasen hält Gartenlaubkäfer fern. Achten Sie auf eine dichte Grasnarbe und gute Bewässerung. Die weiblichen Käfer bevorzugen zur Eiablage sandige und trockene Rasenstellen. Mähen Sie den Rasen während des Käferflugs etwas weniger kurz. Dies reduziert das Auftreten von Larven um 40 bis 70 Prozent.
  • Im Gemüsegarten schützen feinmaschige Schutznetze die Pflanzen vor dem gefrässigen Käfer.
  • Fördern Sie die natürlichen Feinde des Gartenlaubkäfers wie Vögel, Igel, Fledermäuse und Spitzmäuse.

Gartenlaubkäfer bekämpfen – unsere besten Tipps

Der Gartenlaubkäfer befällt Rosen und Obstgehölze. In grossen Scharen können die Larven des gefrässigen Schädlings ganze Rasenflächen schädigen. So bekämpfen Sie Gartenlaubkäfer in ihrem Garten erfolgreich.

  • Mit Gartenlaubkäfer-Fallen lässt sich der Schädling sehr gut in Schach halten. Die Lockstofffallen geben zudem einen guten Aufschluss darüber, wie hoch der Schädlingsbefall ist.
  • Biologisch können die Schädlinge mit HB Nematoden bekämpft werden. Dabei dringen die Fadenwürmer der Art Heterorhabditis bacteriophora in die Engerlinge des Käfers ein. Dort sondern die Nematoden ein Bakterium ab, das den Schädling innerhalb von zwei bis drei Tagen abgetötet. Die Ausbringung der Nematoden sollte sechs Wochen nach dem Käferflug und bei einer Bodentemperatur von mindestens 12 °C erfolgen.
  • Artikel von:
  • hausinfo
  • Bild:
  • istockphoto