Monatliche Gartenarbeiten

Gartenarbeiten im Juni

Wir geben Ihnen Monat für Monat die aktuellsten Informationen für Ihren Gemüsegarten, Obst- und Ziergarten und Balkon.

Gemüsegarten

Dill
Dill

Hilfreiche Kräuter im Gemüsegarten

Viele Kräuter runden nicht nur ein Menü ab, sondern sie übernehmen auch eine wichtige Funktion im Gemüsegarten. Dill ist ein gutes Beispiel, denn einem Gurkensalat ohne Dill fehlt das gewisse Etwas. In dessen Nachbarschaft fühlen sich Karotten, Salate, Gurken, Kohlrabi, Zwiebeln und Erdbeeren wohl. Die dekorativen Doldenblüten ziehen zudem Schwebfliegen an, deren Larven Blattläuse vertilgen. Befindet sich eine Lauskolonie in der Nähe von Dillblüten, legen die Schwebfliegen vorzugsweise dort ihre Eier ab. Und nicht zuletzt ist Dill mit seinem gefiederten Laub eine beliebte Futterpflanze für Schwalbenschwanzraupen. Das einjährige Würzkraut kann jetzt noch ins Freilandbeet gesät werden.

Obstgarten

Kapuzinerkresse
Kapuzinerkresse

Blühende Baumscheibe

Kapuzinerkresse (Tropaeolum), Ringelblume (Calendula) und Studentenblume (Tagetes) sind nicht nur hübsche Sommerblüher, sondern werden auch oftmals als Gründünger auf der Wurzelscheibe von Obstbäumen eingesetzt. Dabei erfüllen sie verschiedene Funktionen: Die Kapuzinerkresse etwa lockt Läuse vom Baum weg hin zu ihren zarten Trieben, Ringelblumen wirken harmonisierend im Boden und vorbeugend gegen Blutläuse. Studentenblumen setzt man zum Schutz vor Wurzelnematoden ein, diese sind aber im Obstanbau meist kein Problem. Doch es muss ja nicht immer nur funktionell sein. Auch wenn Gründünger laut Lehrbuch vor der Blüte geschnitten und eingearbeitet werden soll, weil er sonst dem Boden mehr Nährstoffe entzieht – es wäre schade, auf die hübschen sommerlichen Blütenteppiche unter den Obstbäumen zu verzichten.

 

Ziergarten

Lilien
Lilien

Der Duft des Frühsommers

Nicht alle mögen das Parfüm von Lilien. Trotzdem gehört der süsse Geruch zu den Düften des Frühsommers. Die meisten Lilien – es gibt vielerlei Sorten und Arten – blühen um den längsten Tag herum. Die spektakulärste ist zum Glück auch die unkomplizierteste: Die Königs-Lilie (Lilium regale) ist wahrlich einfach zu ziehen. Wichtig dabei: Die Zwiebeln dürfen im Winter nicht zu nass stehen. Beim Setzen deshalb auf eine gute Drainage achten und im Frühling die Zwiebeln mit organischem Dünger versorgen. Zudem bevorzugen sie eher kalkhaltigen Boden. Die oft angebotene Lilie ‘Stargazer’ hingegen mag eher sauren Boden und ist im Moorbeet gut aufgehoben. Lilien kann man zweimal im Jahr pflanzen: im Herbst mit den Tulpen und Narzissen oder im zeitigen Frühjahr mit den Dahlien und Gladiolen.

Balkon

Margeriten
Margeriten

Bühne frei für Sommerblumen

Blinzelt die Sonne morgens durch das Laub der Bäume und zeigt sich der Himmel im klarsten Blau, wird der Balkon zur Bühne für die Blütenpracht der Sommerblumen. Der Mohn sprengt die prallen Knospen, über Nacht erblühen die Rosen und der Lavendel hüllt die Terrasse in einen unvergleichlichen Duft. Einjährige Topfstars wie Petunien, Margeriten oder Lobelien sind wahre Dauerblüher und bilden in der Hochsaison unermüdlich neue Triebe und Blütenknospen. Hierfür benötigen sie jedoch regelmässig Nährstoffe: Hornspäne oder mineralische Nährstoffe in Form von Langzeitdünger können direkt dem Substrat beigemischt werden. Auch Flüssigdünger für die Nährstoffzufuhr ist geeignet, dieser sollte aber wöchentlich mit dem Giesswasser verabreicht werden.

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Schweizer Garten Juni 2021
 
  • Artikel von:
  • Zeitschrift «Schweizer Garten»
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