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Himbeerkäfer bekämpfen

Die aromatischen Himbeerfrüchte sind beliebt – auch bei dem Himbeerkäfer. Die Larven des Schädlings fressen sich durch die Früchte. So halten Sie den gefrässigen Käfer und seinen Nachwuchs von Ihren Beerenpflanzen fern.

Der vier bis fünf Millimeter grosse Himbeerkäfer (Byturus tomentosus) ist braun oder grau behaart.
Der vier bis fünf Millimeter grosse Himbeerkäfer (Byturus tomentosus) ist braun oder grau behaart.

(chu) Der Himbeerkäfer hat die Knospen des Himbeerstrauches genüsslich verspeist. In den Früchten entwickeln sich die Larven des Käfers. Dabei fressen sie sich genüsslich durch die Beeren. Die Früchte werden braun und verhärten. Übrig bleiben nur wenige scheinbar noch nicht befallenen Beeren. Doch der Schein trügt. So entdeckt man bei der Ernte der Früchte – neben Himbeeren befällt der Schädling auch Brombeeren und andere Rosengewächse – nicht selten die blass-ockerfarbenen Larven des Käfers. Mit unseren Tipps erkennen Sie den Himbeerkäfer und können ihn ganz naturnah bekämpfen.

Der Himbeerkäfer – kurz vorgestellt

Der vier bis fünf Millimeter grosse Himbeerkäfer (Byturus tomentosus) ist braun oder grau behaart. Die Flügeldecken des Schädlings sind fein und dicht punktiert. Die Fühler sind mit einer dreigliedrigen Keule ausgestattet. Eher unscheinbar sind die kleinen Augen des Käfers. Nach der Winterruhe findet man den Käfer ab Mai auf Himbeersträuchern aber auch Brombeeren. Dort frisst er zunächst an den Knospen, bevor er später seine Eier in den Blüten ablegt. Nach etwa 10 Tagen schlüpfen die Larven. Der Nachwuchs der Himbeerkäfer, sie werden auch Himbeermaden genannt, fressen sich in ihrer weiteren Entwicklung durch die Früchte. Die Larven sind blass-ockerbraun und haben drei Beinpaare. Mit der Reife der Himbeeren ist auch die Entwicklung der nun acht Millimeter grossen Larven abgeschlossen. Sie wandern dann in den Boden ab, verpuppen sich und schlüpfen bereits im Herbst.

Larve des Himbeerkäfers
Mit der Reife der Himbeeren ist auch die Entwicklung der acht Millimeter grossen Larven abgeschlossen.

Einen Befall durch Himbeerkäfer erkennen

Die Knospen der Himbeersträucher werden von dem Käfer abgefressen und die Stiele angebissen. Im späteren Verlauf fressen sich die geschlüpften Larven durch die Früchte. Die Himbeerfrüchte werden braun, verhärten und verformen sich. In den gesund aussehenden Beeren findet man nicht selten den Himbeerkäfernachwuchs.

So beugen Sie einen Befall durch Himbeerkäfer vor

  • Wählen Sie herbsttragene Himbeersorten wie beispielsweise ‘Autumn Bliss’, ‘Polana’, ‘Ruby' oder ‘Himbo Top’. Sie werden durch den Himbeerkäfer meist nicht befallen, da die Eiablage schon früher erfolgt.
  • Pflanzen Sie die Himbeersträucher an einen sonnigen Standort. Ein Platz an der Sonne lässt nicht nur die Früchte prächtig gedeihen, sondern hält auch den Schädling weitgehendst fern. Himbeerkäfer fühlen sich im Schatten besonders wohl.
  • Sorgen Sie für ausreichend Platz zwischen den Ruten. Der Schädling breitet sich bei dicht wachsenden Ruten besonders stark aus. Ideal sind nicht mehr al 15 Ruten pro Himbeerstrauch.

Himbeerkäfer bekämpfen – unsere besten Tipps

Bei der Bekämpfung der Himbeerkäfer sollten Sie nicht zu chemischen Pflanzenschutzmitteln greifen. Die Himbeerfrüchte werden ungeniessbar. Zudem schädigen die Substanzen Bienen und andere Schädlinge. Mit unseren Tipps halten Sie den Käfer naturnah von ihren Himbeersträuchern fern.

  • Mit Weisstafeln oder der Klopfprobe lässt sich der Grad des Himbeerkäferbefalls messen. Finden sich auf der Tafel fünf Käfer so ist der Befall gering. Bei mehr als 20 Käfern ist die Ausbreitung hoch. Alternativ kann man eine Klopfprobe vornehmen: Bei fünf bis zehn Himbeerkäfern pro 25 Schlägen ist eine Bekämpfung zu empfehlen.
  • Sammeln Sie die Himbeerkäfer regelmässig von Hand ab. Da sich die Tiere sofort zu Boden fallen lassen, empfehlen wir ein Tuch unter den Ruten auszulegen.
  • Entfernen Sie die befallenen Triebe im Hausmüll. Im Kompost breitet sich der Schädling weiter aus.
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