Erbrecht

So planen Sie als Wohneigentümer Ihren Nachlass

Planen Sie Ihren Nachlass lieber früher als später. Das ist manchmal gar nicht so einfach. Besonders, wenn Sie Wohneigentum besitzen. Wir haben zusammengestellt, auf was Sie achten sollten, damit die Erbteilung nicht zur Belastungsprobe wird.

 Den Nachlass zu planen ist als Wohneigentümer besonders wichtig
Planen Sie Ihren Nachlass lieber früher als später.

(rh) Wenn es um die Erbschaft geht, geraten sich Erben gerne in die Haare. Vor allem, wenn nicht nur Bargeld oder Wertschriften vererbt werden, sondern ein Haus oder eine Wohnung. Planen Sie Ihren Nachlass darum lieber früh als zu spät oder gar nicht. So regeln Sie, wer was erbt, und vermeiden Streit, weil alles geregelt ist. Der Hauseigentümerverband Schweiz empfiehlt diesen Fünf-Punkte-Plan, der sich in der Praxis bewährt hat.

Wer erbt, wenn es keine Nachkommen gibt?

Wenn Alleinstehende ohne Nachkommen sterben, kommt die Stammesordnung (siehe «Schritt 3: Erben bestimmen») zum Zug. So will es das Erbrecht.

  • Zuerst der 2. Stamm (Eltern des Erblassers und alle Personen, die von diesen Eltern abstammen: Brüder, Schwestern, Nichten, Neffen),
  • dann der 3. Stamm (Grosseltern des Erblassers und alle Personen, die von diesen Grosseltern abstammen: Onkel, Tante, Cousinen, Cousins usw.).

Das sind unter Umständen Menschen, die der Erblasser nicht gekannt oder, schlimmer noch, nicht gemocht hat. Darum sollten auch Alleinstehende ohne Nachkommen einen Erbvertrag oder ein Testament aufsetzen.

Wenn keine Erben auffindbar sind, erlassen die Behörden einen Erbenaufruf, beispielsweise im Amtsblatt oder in Zeitungen. Falls sich niemand innerhalb eines Jahres meldet, geht der Nachlass in der Regel an den Kanton oder die Gemeinde, in dem oder in der der Erblasser zuletzt gewohnt hat. Falls sich innerhalb von zehn Jahren doch noch ein Erbe meldet, hat dieser einen Rückforderungsanspruch.

  • Artikel von:
  • Hauseigentümerverband Schweiz (HEV), hausinfo
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