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Kamin und Feuerungsanlagen reinigen

Die regelmässige Kontrolle und Reinigung von Feuerungsanlagen ist wichtig. Sie trägt dazu bei, Brände und Schäden zu verhindern, Energie zu sparen und die Störungsanfälligkeit von Anlagen zu reduzieren.

Immobilienbesitzer sind verpflichtet, Kamine und Feuerungsanlage warten und reinigen zu lassen.

(pg) Ob Heizanlagen, Schwedenöfen oder Cheminées - in der Schweiz müssen Feuerungsanlagen mit flüssigen (Heizöl, Biokraftstoffe etc.), gasförmigen (Erdgas, Biogas etc.) oder festen Brennstoffen wie Holz oder Kohle periodisch gereinigt und kontrolliert werden. Denn bei der Verbrennung zur Wärmeerzeugung entstehen Rückstände, die langfristig zu einer Beeinträchtigung des Betriebs führen - und im schlimmsten Fall auch zu einem Brand.

Pflicht zur Reinigung von Kaminen und Feuerungsanlagen 

In der Regel werden Sie als Hausbesitzer von den Kaminreinigungs-Unternehmen kontaktiert. Die Verantwortung, dass die Wartung durchgeführt wird, liegt jedoch bei Ihnen resp. bei der Person, die die Verfügungsgewalt über das Gebäude innehat. Meldet sich also kein Kaminfeger, so müssen Sie als Hausbesitzer die Wartung in Auftrag geben.

Monopolstellung in den meisten Kantonen

Der Kanton Bern kennt wie die meisten anderen Kantone mit Ausnahme von Basel-Stadt, Obwalden, Schaffhausen, Schwyz, Uri, Tessin, Zürich und Zug das Monopolsystem. Das bedeutet, dass Sie für die Reinigung des Kamins oder der Feuerungsanlage den Kreis-Kaminfeger kontaktieren müssen. Diese von der Gebäudeversicherung GVB in Absprache mit den entsprechenden Gemeinden gewählt.

Anlagen mit Festbrennstoffen häufiger zu reinigen

Anlagen mit Festbrennstoffen müssen häufiger kontrolliert und gereinigt als beispielsweise Öl- oder Gasfeuerungen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Raumheizungs-, Warmwasseraufbereitungs- oder gewerbliche und industrielle Anlagen handelt.

Muss eine Feuerungsanlage zweimal pro Jahr kontrolliert bzw. gereinigt werden, hat mindestens eine Kontrolle bzw. Reinigung während der Heizperiode stattzufinden. In Absprache mit dem Gebäudeeigentümer oder dem Benutzer der Feuerungsanlage kann bei übermässiger oder geringer Verschmutzung von den festgelegten Kontroll- und Reinigungsintervallen abgewichen werden.

Höhere Anforderungen an Kaminfeger

Kaminfeger müssen heute nur noch selten in einen Kamin einsteigen. Ihre Arbeit hat sich stark verändert. Immer häufiger wird die mechanische Reinigung mit Bürsten, Kratzeisen und Rohrwischern durch eine Nass-Reinigung ergänzt oder ersetzt. Denn auch nach einer mechanischen Reinigung weist die Feuerungsanlage noch hartnäckige Verbrennungsrückstände auf.

Abfall hat in der Feuerungsanlage nichts verloren

Die Frauen und Männer in schwarz können bei der Reinigung von allen Feststoff-befeuerten Anlagen aufgrund der Rückstände in der Abgasanlage auch feststellen, ob Hausbesitzer verbotenerweise ihren Hausmüll verbrannt und damit die Umwelt belastet haben - ein Vergehen, das hierzulande leider immer noch oft festzustellen ist. Wer Abfälle verbrennt, muss mit einer Busse rechnen, denn die Kaminfeger rapportieren das Vergehen und leiten es weiter.

«Schwarze Feuerschau»

Doch sie reinigen die Anlage nicht nur, sie kontrollieren im Rahmen der sogenannten «schwarzen Feuerschau» auch, ob sie den aktuellen Brandschutzvorschriften entspricht. Stellt er Mängel fest, werden diese rapportiert und dem Immobilienbesitzer wird eine Frist für deren Behebung. Kommen Sie diesen Auflagen nicht nach, muss der Kaminfeger dies der Brandschutzbehörde melden.

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