Krankheiten und Schädlinge A-Z

Thripse bekämpfen

Die Thripse sind blattsaugende Schädlinge, die bevorzugt Zimmerpflanzen befallen. Das wärmeliebende Insekt vermehrt sich rasch. So erkennen Sie einen Befall und verhindern somit eine starke Ausbreitung auf andere Pflanzen.

Thripse
Die Thripse sind blattsaugende Schädlinge, die bevorzugt Zimmerpflanzen befallen.

(chu) Blühende Pflanzen wie Orchideen oder Alpenveilchen und Grünpflanzen wie der Gummibaum oder die Kentiapalme – es sind die Zimmerpflanzen, die für einen Befall durch Thripse besonders anfällig sind. Die hellbraunen Schädlinge saugen an den Blättern. Das gesunde Wachstum der Pflanze ist gestört und die ersten Blätter verkümmern. Meist wird der Schädlingsbefall jedoch erst spät festgestellt, da die kleinen Insekten mit dem blossen Auge nur schwer zu erkennen sind. Mit unseren Tipps bewahren Sie Ihre Zimmerpflanzen vor dem geflügelten Insekt.

Thripse – kurz vorgestellt

Die Thripse (Thysanoptera) – sie werden auch Fransenflügler oder Blasenfüsse genannt - sind hellbraun gefärbt und werden gerade einmal 1 bis 3 Millimeter gross. Eine besondere Eigenschaft der geflügelten Insekten: Sie können ihre lappenartigen Endglieder ihrer Füsse aufblasen. So haben sie auf der glatten Blattoberfläche einen besseren Halt. Eine wichtige Eigenschaft, die Ihnen das Saugen an den Blättern der Pflanzen erleichtert. Der Schädling befällt bevorzugt Zimmerpflanzen und fühlt sich bei warmen Temperaturen und trockener Luft besonders wohl. Thripse vermehren sich rasch. Ein Thripsweibchen legt 60 bis 70 Eier. Im Larvenstadium sind die Tiere gelblich-weiss gefärbt und ohne die später typisch gefransten Flügel. Der Nachwuchs entwickelt sich innerhalb von 4 Wochen zu einer fortpflanzungsfähigen neuen Generation.

Einen Befall durch Thripse erkennen

Thripse ernähren sich vom Zellsaft der Blätter und durchbohren dabei mit ihren ausgeprägten Mundwerkzeugen die Oberfläche der Blätter. Die winzigen und gerade einmal 1 bis 3 Millimeter grossen Tier sind nur schwer zu erkennen. Ein Befall wird meist recht spät festgestellt. Zu einem typischen Schadbild der Schädlinge zählen die silbrig-weissen Stellen auf den Blättern der Pflanze. Sie entstehen durch die Luft, die durch die Blattverletzungen in die Pflanzenzellen gelangt. Die jungen Blätter verkrüppeln und es kommt zu erheblichen Wachstumsstörungen der Pflanze.

So beugen Sie einen Befall durch Thripse vor

  • Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen im Sommer und mit Beginn der Heizperiode regelmässig auf einen Befall durch Thripse. Der Schädling vermehrt sich bei warmen Temperaturen und trockener Luft besonders rasch.
  • Lüften Sie die Wohnräume und das Gewächshaus regelmässig. Besprühen Sie die Pflanzen mit Wasser. So erhöhen Sie die Luftfeuchtigkeit.
  • Im Gewächshaus lässt sich ein möglicher Thripsbefall effektiv mit Blautafeln überwachen. Die blaue Farbe zieht die Tiere fast magisch an.
  • Im naturnahen Garten gilt es die Nützlinge wie Marienkäfer, Florfliegen und Raubwanzen zu fördern. Sie sind die natürlichen Gegenspieler des Schädlings.

Thripse bekämpfen – unsere besten Tipps

Die Thripse sind kleine blattsaugende Schädlinge, die bevorzugt Zimmerpflanzen befallen. Entdeckt man Thripse an den Pflanzen heisst es rasch zu handeln um eine zu starke Ausbreitung zu verhindern. So bekämpfen Sie den Schädling erfolgreich.

  • Separieren Sie die befallenen von den gesunden Pflanzen. Im Sommer können Sie die Pflanzen sogar ins Freie stellen. So verhindern Sie eine schnelle Ausbreitung der Thripse und können zudem gezielt gegen den Befall vorgehen.
  • Bei einem leichten Thripsbefall empfehlen wir ein bewährtes Hausmittel: Eine Seifenlauge mit Olivenöl. Vermischen Sie hierzu einen Spritzer Seifenlauge mit 2 Esslöffeln Olivenöl. Sprühen Sie die Pflanze mit der Mischung gut ein und wiederholen Sie den Vorgang alle 3 bis 4 Tage über mehrere Wochen. Wichtiger Tipp: Legen Sie vor dem Besprühen der Pflanze eine Plastiktüte oder Frischhaltefolie auf den Erdballen. So verhindern Sie, dass die Thripse und deren Larven auf das Substrat gelangen.
  • Eine wirksame und biologische Methode, um Thripse zu bekämpfen ist die Behandlung mit Präparaten auf Neemölbasis. Sie basieren auf dem Öl der Neembaum-Samen mit dem pflanzlichen Wirkstoff Azadirachtin. Der Wirkstoff wird von den Thripsen aufgenommen, stört ihre Entwicklung und sorgt für einen raschen Frassstop.
  • Artikel von:
  • hausinfo
  • Bild:
  • istockphoto