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Einrichten mit gebrauchten Möbeln: Tipps und Tricks

Wer sein Zuhause mit Second-Hand-Möbeln und -Haushaltsartikeln einrichtet, spart Geld und schont das Klima. Lesen Sie jetzt, wie Sie gute Stücke finden.

Wer sein Zuhause mit Second-Hand-Möbeln und -Haushaltsartikeln einrichtet, spart Geld und schont das Klima.
Wer sein Zuhause mit Second-Hand-Möbeln und -Haushaltsartikeln einrichtet, spart Geld und schont das Klima.

(mei) Junge Erwachsene, die in ihre erste Wohnung ziehen. Familien, die aufs Geld achten müssen. Menschen, die sich von der Konsum- und Wegwerfgesellschaft verabschieden. Und all jene, die etwas fürs Klima tun möchten: Sie alle fahren gut damit, wenn sie ihre Möbel und Haushaltsartikel gebraucht erstehen. Indem sie diesen Gegenständen ein zweites Leben schenken, vermeiden sie Abfall, verringern ihren CO2-Abdruck und schonen Ressourcen. Kurz: Wer nachhaltig wohnen will, kauft Gebrauchtes. Zudem sind Second-Hand-Gegenstände günstiger als neue, sodass am Monatsende mehr Geld übrig ist.

3 Tipps zum Einrichten mit gebrauchten Möbeln

  1. Vintage-Stil oder Shabby Chic nennt sich der Einrichtungsstil, der auf Gebrauchtes setzt. Anders als andere Stile verlangt er etwas mehr Kreativität und Vorstellungskraft, ganz zu schweigen von der Lust am Basteln. Wenn Sie zu den Glücklichen gehören, welche diesen «Vintage-Daumen» besitzen, können Sie sich Ihre ganz persönliche Einrichtung zurechtzimmern. Sind Sie hingegen handwerklich unbegabt, kaufen Sie am besten nur gebrauchte Gegenstände, die Sie ohne weitere Aufrüstung verwenden können.
  2. Gebrauchte Möbel gruppieren Sie so: Einzelstücke kommen als Solitär am besten zur Geltung. Unterschiedliche Stühle oder Sessel hingegen benötigen eine Gemeinsamkeit. Sie sollten zum Beispiel farblich harmonieren, denselben Bezug haben oder aus derselben Epoche stammen.
  3. Lassen Sie Ihrer Phantasie freien Lauf. Mit gebrauchten Möbeln lassen sich viele Ideen fürs Upcycling realisieren. Zudem lassen sich Möbel oft vielseitiger einsetzen, als auf den ersten Blick ersichtlich ist. Warum also nicht den antiken Sekretär als Platz sparendes Home-Office, die alte Kommode als Schuhschrank nutzen?

Augen auf beim Kauf 

  • Auf Qualität achten: Nur weil sie alt sind, müssen gebrauchte Möbel noch lange nicht hochwertig sein. Qualitativ gute Möbel erkennt man an einer eher massiven Bauweise bzw. dickem Holz und handwerklich sorgfältig ausgearbeiteten Beschlägen. Vom Kauf wackliger Sperrholzmöbel ist hingegen abzuraten, zumal sie mit giftigen Chemikalien behandelt worden sein könnten.
  • Holzwurm-Test machen: Drehen Sie Holzmöbel und klopfen Sie sie sanft ab. Rieselt Holzmehl heraus, ist der Wurm drin – Finger weg!
  • Rückseite prüfen: Die Rückwände von Schränken und Kommoden sind oft dünn und aus schlechterem Holz hergestellt. Sie sind sowohl für Feuchtigkeit anfällig als auch für grosse Risse aufgrund von Trockenheit. In diesen Fällen sollten Sie von einem Kauf absehen.
  • Schäden erkennen: Gequollene Stellen an einem Holzmöbel sind ein Anzeichen für einen Wasserschaden. Stücke mit längeren Rissen sollte man ebenfalls vermeiden.
  • Einige gebrauchte Möbel müssen lediglich ausgebessert werden. Holzmöbel mit abgenutzter Oberfläche können Sie anschleifen und mit einer Beschichtung auffrischen. Oder Sie schleifen Sie ganz ab und geben ihnen einen Überzug aus Wachs oder Öl. Kleine Risse können Sie mit Spachtelmasse schliessen.
  • Probesitzen: Sofas, Sessel und Stühle müssen bequem sein.
  • Besondere Aufmerksamkeit verdienen Polstermöbel. Ein in die Jahre gekommener Bezug lässt sich relativ einfach ersetzen. Aufwändiger wird das Ganze, wenn die Polsterung durchgesessen ist oder riecht oder wenn die Gurtenbespannung bei einem Sofa nicht mehr intakt ist. In diesen Fällen benötigt das Polstermöbel eine Restauration. Nach einer solchen Instandstellung hält es zwar wieder für lange Zeit. Die Kosten dafür sollten Sie jedoch ins Budget einplanen.

3 Tipps zum Finden von gebrauchten Möbeln

  1. Rüsten Sie sich mit Geduld, investieren Sie Zeit und hoffen Sie auf Glück: Je klarer Ihre Vorstellung von einem Möbelstück oder Haushaltsartikel ist, desto länger kann es dauern, bis Sie genau das finden, was Sie wollen.
  2. Suchen Sie breit: Stöbern Sie durch Second-Hand-Shops für Möbel, Flohmärkte und Brockenstuben, und das immer wieder. Manche Brockenstuben sind auf Vintage- oder Designmöbel spezialisiert. Das heisst aber noch lange nicht, dass Sie solche Möbel nur dort finden.
  3. Surfen Sie bei Ihrer Suche durch die digitale Welt. Auf Online-Plattformen wie Ebay, RicardoTutti oder Flohmarkt24 finden Sie so gut wie alles. 
  • Artikel von:
  • hausinfo
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