Fenster & Türen

Neue Fenster: So wählen sie das richtige Produkt aus

Fenster werden häufig als «Augen des Hauses» bezeichnet. Sie bringen Licht in den Wohnraum, helfen beim Energie sparen und prägen den äusseren Ausdruck. Mit verschiedenen Materialien erzielen Sie unterschiedliche Qualitäten.

Ein grosses Fenster im Wohnbereich bringt Licht und lässt den Raum gross erscheinen
Fenster erhellen sie Arbeits- und Wohnbereiche, öffnen Räume nach aussen und lassen sie optisch grösser erscheinen.

(pk) Fenster erlauben uns eine freie Sicht nach draussen. Und als passive Lichtquelle erhellen sie Arbeits- und Wohnräume, respektive die transparenten Bauteile lassen einen Innenraum optisch grösser erscheinen. Die Vielfalt an Konstruktionstypen, Rahmenmaterialien und Farben ist gross. Auch für die Bedürfnisse bei Umbauten und bei Vorgaben der Denkmalpflege lassen sich differenzierte Produktevarianten finden. Neben ästhetischen Funktionen hat ein Fenster vor allem folgende Funktionen zu erfüllen:

  • Tageslichtnutzung und reflexionsfreie Sicht nach draussen
  • Wärmeschutz
  • Wind- und Wetterschutz
  • Lüftung und angenehmes Raumklima
  • Schallschutz
  • Einbruchschutz
  • Brandschutz
  • Passive Sonnenenergiegewinnung
  • geringer Pflegeaufwand und einfache Bedienung

Fensterrahmen: Diese Materialien gibt es

Holzfenster sind beliebt. Folgende Eigenschaften zeichnen das Rahmenmaterial aus:

  • lange Lebensdauer
  • Optimale Dämmeigenschaften: Im Winter hält es die Kälte ab, im Sommer die Hitze.
  • Gute Ökobilanz: Der Wertstoff Holz wächst in einheimischen Wälder nach.
  • Natürlicher Look: Holzfenster sind in Fichte, Kiefer, Lärche, Douglas oder Eiche ausführbar.
  • Hohe Gestaltungsvielfalt: Alle Farbanstriche sind möglich; Holzfenster können einfach umgestrichen werden.
  • Holzfenster sind in jeder Form herstellbar.
  • Holzfenster sind relativ teuer.
  • Die Lebensdauer ist geringer als beispielsweise mit Alurahmen.

Das Holz-Aluminium-Fenster ist technisch ausgereift, zuverlässig und eignet sich ebenfalls für einen überdurchschnittlichen Wärmeschutz. Die Aluminium-Abdeckung auf der Aussenseite verbessert en Witterungsschutz und reduziert den Unterhalt. Auch Aluminium kann in unterschiedlichsten Farbtönen ausgeführt werden. Derweil strahlt der Holzrahmen auf der Innenseite weiterhin warme Behaglichkeit aus. Ein Holz-Aluminum-Fenster ist in der Regel teurer als ein Kunststofffenster.

Das Kunststoff- respektive das Kunststoff-Aluminium-Fenster ist eine preisgünstige Alternative und wird immer häufiger verwendet. Dank der unterhaltsfreien Oberfläche sind sie witterungsbeständiger als Holzfenster. Kunststoff-Alu-Kombinationen sind langlebiger, ohne Einbussen beim Wärmeschutz in Kauf nehmen zu müssen. Im Gegenzug ist die farbliche Gestaltung aufwändiger und entsprechend teurer. Für weisse Rahmen gilt jedoch: Kunststofffenster unterscheiden sich bezüglich Lebensdauer nicht von Kunststoff-Aluminium-Fenstern.

Varianten für Verglasung und Rahmenbau

Die Varianten für die Verglasung und den Rahmenbau lassen sich auf die spezifischen Bedürfnisse anpassen. Neben der Materialwahl beeinflusst dies aber auch die Produktekosten. Folgende Kriterien sind zu beachten:

  • Eine Dreifachverglasung ist Marktstandard. Die Zwischenräume sind mit einem Edelgas, Argon oder Krypton, respektive trockener Luft gefüllt, um die wärmedämmende Wirkung zu erhöhen.
  • Bei Fenstern, die an der Süd- oder Westfassade eingebaut werden sollen, ist auf den spezifischen Lichtdurchlassgrad zu achten. Damit kann der Innenraum vor einer Überhitzung zusätzlich geschützt werden.
  • Verbundsicherheitsglas (VSG): Je nach Stärke der eingearbeiteten Folie sind Kräfte von mehreren hundert Kilogramm nötig, bis die Scheibe zu Bruch geht.
  • Die gängigsten Öffnungsarten sind das Drehfenster, das Kippfenster und das Dreh-/Kippfenster. Bei Fenstertüren sind Parallel-Schiebefenster, Hebe-Schiebefenster und Falt-Schiebeanlagen möglich. Schwing- und Wendefenster (Kippachse in der Mitte des Rahmens) kommen in der Schweiz nur noch bei älteren Gebäuden oder bei Dachfenstern vor.
  • Sprossen sind ein Gestaltungselement für historische Bauten. Die Varianten sind erhältlich als «echte», Glas teilende Sprosse, als kostengünstige Aluminium-Sprosse im Scheibenzwischenraum, als «Wiener Sprosse», die den Eindruck einer «echten» Sprosse vermittelt, oder als Sprossengitter, das auf die Fensterflügel angebracht und bei der Fenstereinigung abgenommen wird.
  • Strukturglas ermöglicht eine individuelle Gestaltung.

Dämmung und Energieetikette von Fenstern

Die Technik beim Fensterbau hat grosse Fortschritte erzielt. Die transparenten Bauteile waren vor drei Jahrzehnten noch als «Energiefresser» verrufen. In der Zwischenzeit sind die Wärmedämmwerte derart verbessert worden, dass sie selbst mit opaken Hüllen mithalten können. Dies trägt nicht nur zur Steigerung der Energieeffizienz bei, sondern erhöht auch das Komfortgefühl: Die geringen Temperaturschwankungen an einem Fensterrahmen verhindern die Bildung von Kodenswasser. Das Mass für die Wärmedämmung ist der so genannte «U-Wert». Er gibt die Energiemenge an, die in einer Sekunde durch eine Fläche von 1 m² fließt, wenn sich die Lufttemperaturen auf beiden Seiten um 1 Kelvin unterscheiden. Die besten Fenster erreichen einen U-Wert von 0,5 W/m2K. Eine unabhängige Deklaration der Energiewerte gibt die Energieetikette für Fenster wieder.

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