Schäden durch Tiere und Schädlinge im Haus

Tipps und Tricks gegen Schädlinge in Lebensmitteln

Schädlinge in Lebensmitteln sind eklig, lästig und können die Gesundheit gefährden. Hier erfahren Sie, wie Sie einen Befall erkennen und was Sie dagegen tun können.

Häufige Schädlinge in Lebensmitteln sind zum Beispiel Mehlmotten.
Die Raupen der Mehlmotte ernähren sich von Mehlprodukten aller Art, Nüssen und Mandeln sowie Süssem.

Die 3 wichtigsten Anzeichen für einen Befall

  1. (mei) Lebende oder tote Insekten in den Lebensmitteln selbst oder auf den Schrankregalen, auf denen Sie die Lebensmittel lagern. Die Insekten müssen nicht ausgewachsen sein – achten Sie auch auf Eier, Larven und Puppen sowie Seidengewebe.
  2. Fressschäden in Form von kleinen Löchern an den Lebensmitteln oder deren Verpackung.
  3. Veränderungen an den Lebensmitteln, wie Verklumpungen, Verfärbungen, krümelige Konsistenz, merkwürdiger Geruch oder bitterer Geschmack.

Häufig betroffene Lebensmittel  

Vorratsschädlinge können in einer ganzen Reihe von pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln auftreten. Am häufigsten findet man sie in:

  • Mehl, Teigwaren, Müsli und anderen Getreideprodukten
  • Nüssen, Körnern und Trockenfrüchten
  • Tiernahrung und Trockenfleisch
  • Schokolade und Süssigkeiten
  • Käse

Einigermassen sicher vor einem Befall sind Zucker, Salz und Fette.

Schädlinge in Lebensmitteln

Vorratsschädlinge kommen in Form von Käfern, Milben und Raupen von Motten daher.

  • Zu den häufigsten Schädlingen zählt der Getreideplattkäfer. Er macht sich nicht nur an Getreide zu schaffen, sondern auch an Nüssen und Schokolade. Dabei lässt er sich von Verpackungen nicht aufhalten.
  • Ein oft gesehener Eindringling ist auch der Brotkäfer. Anders als sein Name es vermuten lässt, macht er sich an vielen Lebensmitteln zu schaffen und verschmäht weder Salziges noch Süsses.
  • Der Reismehlkäfer ernährt sich von Mehl aller Arten, Getreide, Nüssen und Trockenfrüchten sowie Hülsenfrüchten.
  • Wo sich die Mehlmilbe breit macht, werden Lebensmittel hell und krümelig. Am liebsten befällt sie Mehl und Müsli.
  • Die Raupen der Mehlmotte ernähren sich von Mehlprodukten aller Art, Nüssen und Mandeln sowie Süssem.
  • Die Raupen der Dörrobstmotte sind in Trockenfrüchten, Nüssen und Mandeln sowie Schokolade zu finden.

Fruchtfliegen

Wer kennt das nicht: Es ist Sommer, das Obst in der Fruchtschale reift schnell nach und die Fruchtfliegen breiten sich aus. Sie gelten zwar nicht als Vorratsschädlinge im eigentlichen Sinn, sind aber lästig. Die Lösung ist einfach: Entfernen Sie das reife Obst sofort aus Ihrem Haushalt. Falls Sie es im Abfall entsorgen, stellen Sie den Kehrichtsack nach draussen. Nützen diese Massnahmen nichts, rücken Sie den Fruchtfliegen mit Duft zu Leibe: Lavendel, Minze oder Basilikum riechen zwar für unsere Nasen gut, nicht aber für die von Fruchtfliegen.

Ameisen

Wenn eine Ameise auftaucht, ist Handeln angesagt. Falls Sie die Ameise nicht selbst ins Haus oder in die Wohnung gebracht haben, könnte nämlich bald eine grosse Menge an Ameisen auftauchen. Versuchen Sie zuerst, die Ameisen mit einer Schaufel aufzuheben und wieder nach draussen zu befördern. Zeigt dies nicht die gewünschte Wirkung, beduften Sie die Ameisen mit Lavendel, Eukalyptus oder Zimt. Auch Knoblauch und Essig sollen helfen. Auf den vielgerühmten Trick mit Backpulver oder Backhefe sollten Sie hingegen verzichten, denn er führt zu einem qualvollen Tod.

Kakerlaken

Die Kakerlake ist kein Schädling in Lebensmitteln, sondern ein Hygieneschädling. Falls Sie welche entdecken, so bieten Sie sofort einen Profi auf, der sie beseitigt.

In 5 Schritten zur schädlingsfreien Küche

  1. Entdecken Sie Schädlinge in Lebensmitteln, sollten Sie umgehend handeln. Denn Vorratsschädlinge können Beschwerden im Verdauungstrakt und allergische Reaktionen auslösen und gehen nicht von allein weg.
  2. Werfen Sie alle betroffenen Lebensmittel weg. Egal, ob nur die oberste Schicht in Mitleidenschaft gezogen scheint oder etwas besonders Teures befallen ist.
  3. Falls Ihre Kehrichtabfuhr noch eine Weile lang nicht vorbeikommt, geben Sie die Lebensmittel für eine Stunde in den auf 80 °C geheizten Backofen, bevor Sie sie in den Müll werfen.
  4. Sind die Schädlinge weg, ist Putzen angesagt: Reinigen Sie die Tablare oder die Schubladen, in denen Sie die befallenen Vorräte gelagert haben. Gehen Sie gründlich vor und reinigen Sie auch die Ritzen.
  5. Falls Sie den Staubsauger zu Hilfe nehmen, entsorgen Sie anschliessend den Staubsaugerbeutel und stellen den Kehrichtsack vor die Tür. Bei einem Gerät ohne Beutel reinigen Sie den Bereich, in dem das Gesaugte gelagert wird.

Tipps zur Vorbeugung

Vorratsschädlinge tauchen meist nicht wegen mangelnder Hygiene in der Küche auf, sondern werden über die Einkäufe eingeschleppt. Trotzdem gibt es vorbeugende Massnahmen.

  • Lagern Sie Ihre Vorräte kühl und trocken.
  • Was Sie nicht schnell aufbrauchen, füllen Sie in gut verschliessbare Vorratsdosen aus Glas oder Kunststoff ab.
  • Halten Sie Ihre «Vorratskammer» sauber und ordentlich. Lassen Sie nichts über Jahre ganz hinten im Schrank stehen.
  • Versorgen Sie Ihre Lebensmittel nach dem Einkauf und nach dem Kochen rasch.
  • Lassen Sie keine Essensreste herumstehen.
  • Spülen Sie gebrauchtes Geschirr umgehend.
  • Entsorgen Sie Ihren Kehrichtsack oft. Wechseln Sie zumindest während der Sommermonate auf eine kleinere Grösse, falls möglich. 
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