E-Mobilität

Was ist bei Heimladestationen fürs E-Auto zu beachten?

Wer ein Elektroauto anschafft, tut gut daran, zuhause eine Ladestation zu installieren. Denn, der weitaus grösste Teil der E-Autos wird zuhause geladen. Was aber ist bei der Einrichtung einer Heimladestation zu beachten?

Eine Heimladestation direkt vor oder in der Garage ist sehr praktisch
Das Aufladen der Batterie Ihres Elektroautos zuhause ist nicht gleichbedeutend mit dem Anstecken an eine Haushaltssteckdose.

(stö) Das Aufladen der Batterie Ihres Elektroautos zuhause ist nicht gleichbedeutend mit dem Anstecken an eine Haushaltssteckdose. Diese sind einerseits nicht auf grosse Mengen Elektrizität im Dauergebrauch ausgelegt, andererseits dauert so auch das Laden der Batterien für E-Autos sehr lange. Geeigneter ist die Installation einer sogenannten Wallbox oder einer Ladesäule, welche den Akku Ihres Elektromobils mit wesentlich mehr Energie versorgt.

Voraussetzungen zur Installation einer Wallbox

  • Wallboxen, so werden die Ladestationen für E-Autos auch genannt, benötigen eine Stromversorgung mit Dreiphasenwechselspannung, ähnlich dem Kochherd oder der Waschmaschine.
  • Wenn in der Nähe der geplanten Ladestation kein entsprechender Anschluss vorhanden ist, übernimmt Ihr Fachinstallateur dessen Einrichtung oder er schliesst die Wallbox an eine Dreiphasenleitung an.
  • Vor der Installation muss beim lokalen Energieversorgungsunternehmen ein Anschlussgesuch und Installationsanzeige eingereicht werden.
  • Der Anschluss muss so nahe wie möglich beim zu ladenden Fahrzeug und in ca. 1m bis 1,5 m Höhe über dem Fussboden montiert werden. Die von den Autoherstellern mitgelieferten Anschlusskabel sind ca. 5 bis 7 m lang.
  • Das Ladekabel wiederum muss mit der Steckbuchse Ihres Elektrofahrzeugs kompatibel sein.
  • Die Montagearbeiten dürfen nur von Elektroinstallateuren mit Bewilligung ausgeführt werden. Die Installationen regelmässig überprüft werden.

Wie lange dauert das Laden mit der Heimladestation?

Die Ladezeit hängt von der Ladeleistung ab. Im Heimbereich werden in der Regel Ladestationen mit einer Leistung von 3,7 bis 22 kW eingesetzt. Zum Vergleich: Die Haushaltssteckdose liefert maximal ca. 2,3 kW. Anlagen von bis zu 22 kW ermöglichen eine Ladezeit von ca. 1 Stunde für 150 km Reichweite. Da das Aufladen im Allgemeinen aber nachts erfolgt, ist auch eine tiefere Ladeleistung in Betracht zu ziehen. Diese kann der Batterie zu einer längeren Lebensdauer verhelfen.

Welche Art Strom «tanken»?

Achten Sie darauf, Ihr Elektromobil mit Elektrizität aus erneuerbaren Quellen aufzuladen oder - noch besser – gleich von der Photovoltaikanlage auf Ihrem Dach.

Smart Home – smartes Laden?

Selbstverständlich lassen sich aufwändigere Anlagen auch steuern oder per App programmieren. Dies erlaubt u.a. auf einfache Weise das Laden Ihres E-Fahrzeugs mit Nachtstrom oder den Ausschluss des Ladevorgangs zu Strom-Spitzenverbrauchszeiten. Nicht zuletzt unter Einbezug Ihrer Photovoltaikanlage lässt sich die Ladestation auch ins Smart Home integrieren.

Was müssen Mieter bzw. Stockwerkeigentümer wissen?

Die Einrichtung einer Ladestation in einem Mehrfamilienhaus bedarf immer des Einverständnisses des Vermieters bzw. eines Mehrheitsentscheides der Eigentümerversammlung. Wenn mehrere Mieter bzw. Stockwerkeigentümer an der Heimladestation teilhaben, so empfiehlt sich die Einrichtung einer Benutzeridentifikation (z.B. mittels RFID-Karte) mit entsprechenden Abrechnungsmöglichkeiten des Strombezugs.

Klären Sie als Mieter vorzeitig mit dem Vermieter ab, was zum Ende der Mietdauer mit der Ladestation bzw. den Installationen dazu geschehen soll.

Falls Sie als einzelner Stockwerkeigentümer eine Ladestation auf Ihre Kosten errichten, ist es angebracht, wenn sich künftige zusätzliche Betreiber von Ladestationen an den von Ihnen übernommen Initialkosten beteiligen.

  • Artikel von:
  • hausinfo
  • Bild:
  • istockphoto