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6 Tipps für nachhaltiges Wohnen im Winter

Von Heizen über Saisongemüse bis zum Weihnachtsbaum und Reisen an die Sonne: Hier finden Sie Nachhaltigkeits-Tipps für ein umweltfreundliches Leben, das Freude macht.

Nachhaltigkeit im Winter
Hier finden Sie Tipps, wie Sie im Winter umweltfreundlicher und nachhaltiger leben.

1. Richtig heizen und lüften 

(mei) Zwei Drittel aller Energie in Schweizer Haushalten wird gemäss EnergieSchweiz fürs Heizen verbraucht. Mit richtigem Heizen und Lüften im Winter können Sie diese Menge senken und sparen erst noch Geld. Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt eine Raumtemperatur von 20 bis 21 °C in Wohnräumen und von 18 °C in Schlafzimmern sowie eine relative Luftfeuchtigkeit von 30 bis 50 Prozent.

So optimieren Sie Ihren Heizenergieverbrauch: 

  • Stellen Sie keine Gegenstände vor die Radiatoren. 
  • Stellen Sie die Thermostatventile so ein: Position 3 in den Wohn- und Kinderzimmern, Position 4 im Bad, Position 2 in den Schlafzimmern und Position * in Räumen, die Sie nur ab und zu betreten. Wenn Sie in ein langes Wochenende oder in die Ferien fahren, stellen Sie alle Thermostatventile auf Position *. 
  • Lüften Sie bis zu 3x täglich für 5-10 Minuten quer. Halten Sie die Fenster ansonsten geschlossen und verzichten Sie insbesondere auf Kippfenster. 

Tipps für Wohneigentum 

  • Falls Sie mit fossilen Brennstoffen heizen, so wechseln Sie auf ein Heizsystem mit erneuerbaren Energien. 
  • Beauftragen Sie eine Fachperson mit einer energetischen Betriebsoptimierung. So stellen Sie sicher, dass Ihre Heizung optimal eingestellt ist. 
  • Setzen Sie auf ein smartes Heizsystem, um die Wärme so effizient wie möglich zu nutzen. Dieses berücksichtigt zum Beispiel die Wetterprognose und die Anwesenheit von Personen.

2. Schweizer Wintergemüse essen 

Ernähren Sie sich nachhaltig und setzen Sie im Winter saisonales, regional angebautes Gemüse und ebensolche Früchte auf die Einkaufsliste. Dies sind: 

  • Salate: Chicorée, Chinakohl, Cicorino rosso, Nüsslisalat, Portulak sowie Zuckerhut (nur bis Ende Januar)
  • Gemüse: Federkohl, Kabis (Rot- und Weiss-), Kartoffeln, Knollensellerie, Lauch, Pastinaken, Petersilienwurzel, RandenRettich, Rosenkohl, RüebliSchwarzwurzeln, Wirz, Zwiebeln sowie Kürbis (nur bis Ende Januar)
  • Früchte: Äpfel und Birnen (beide nur Lagersorten), Kiwi 

Unbedenklich sind zudem Bananen, weil diese mit dem Schiff transportiert werden. Mit gutem Gewissen zugreifen können Sie auch bei Gemüse und Früchte, die aus Südeuropa stammen (sofern sie nicht in Gewächshäusern gezüchtet worden sind). Praktisch ist der Saisonkalender Schweiz der Schweizer Bäuerinnen und Bauer. Er kann auf deren Website kostenlos nach Jahreszeit heruntergeladen werden und enthält auch Küchenkräuter. 

Falls Sie sich nicht gewohnt sind, mit saisonalem und regionalem Gemüse zu kochen, so probieren Sie so lange Rezepte aus, bis Sie für jedes Gemüse mindestens eines haben, das Ihnen und Ihrer Familie gut schmeckt – denn so vermeiden Sie auch Food Waste. 

Nachhaltigkeit im Winter Dekoration
Besonders nachhaltig ist es, mit dem zu dekorieren, was die Natur und die Küche hergeben.

3. Mit der Natur dekorieren 

Die Adventszeit ist eine Zeit, in der das Dekorieren Hochsaison hat. Da wir in der kalten Jahreszeit mehr Zeit in Innenräumen verbringen, können wir die Dekorationen entsprechend geniessen. Verschönern Sie Ihr Zuhause, ohne dem Klima zu schaden: Verwenden Sie Ihre alten Dekorationen nach Möglichkeit jedes Jahr wieder – frischen Sie sie falls nötig etwas auf. Besonders nachhaltig ist es, mit dem zu dekorieren, was die Natur und die Küche hergeben: Zweige, Tannzapfen, Zimtstangen, Orangenschalen, Nüsse. Werden Sie kreativ und leisten Sie Upcycling: Konfitüregläser, Pflanzenuntersätze aus Ton sowie Ginflaschen eignen sich als Behälter für selbstgemachte Potpourris, Tischdekorationen und Vasen. 

4. Der nachhaltige Weihnachtsbaum 

Über den klimafreundlichen Weihnachtsbaum wurde schon viel gesagt und geschrieben. Fakt ist, dass der nachhaltigste Baum derjenige ist, der gar nie bis zu Ihnen ins Wohnzimmer kommt. Selbst der vielgepriesene Topfbaum aus der Gärtnerei ist nur dann nachhaltig, wenn er in der Weihnachtszeit nicht vertrocknet und den Wechsel von der kühlen Gärtnerei in die warme Stube und wieder zurück verkraften kann. Deshalb: Falls Sie kleine Kinder haben, so geniessen Sie gemeinsam die Magie der Weihnachtszeit mit einem einheimischen, echten Tannenbaum. Und falls Sie keine Kinder haben und der Magie nachtrauern, feiern Sie mit jemandem Weihnachten, der einen Christbaum hat. 

5. Nachhaltig Reisen im Winter

Wenn einem die Nebeldecke auf den Kopf fällt und der Winter kein Ende nimmt: Genau dann tut eine Flucht von Grau nach Blau gut. Es muss aber nicht gleich die Karibik sein: In den Schweizer Bergen ist das Blau genauso intensiv, und wer mit dem ÖV anreist, tut dies CO2-arm. Besonders nachhaltig ist die Reise, wenn sie nicht in ein Hotel mit grosser Spa-Landschaft führt. Eher rustikal sind zum Beispiel die Ferienhäuser der Stiftung Ferien im Baudenkmal, die erst noch überaus alt sind. Und falls das Grau kein Problem ist: Wer im Winter eine Städtereise innerhalb der Schweiz oder – mittels Nachtzug – ins europäische Ausland unternimmt, profitiert von tieferen Hotelpreisen und muss die Sehenswürdigkeiten nicht mit hunderten anderer teilen. 

6. Tipps für noch mehr Nachhaltigkeit im Alltag 

Sparen Sie 

  • Wasser, indem Sie duschen statt baden 
  • Strom, indem Sie das Licht in unbenutzten Räumen abstellen, auf eine Aussenbeleuchtung verzichten, den Backofen weniger oder gar nicht vorheizen, Wasser mit dem Wasserkocher erhitzen und Ihre Wäsche lufttrocknen lassen (was dem Raumklima gut tut)
  • Plastik, indem Sie unverpacktes Essen einkaufen und dies in Mehrweg-Beuteln wägen und alles, was sich nachfüllen lässt, nachfüllen
  • Abfall, indem Sie für den Coffee to go einen eigenen Becher mitbringen, die Papiertaschentücher bei der Toilette in der Natur nicht liegenlassen und beim Online-Shoppen zurückhaltend sind 
  • CO2, indem Sie Fleisch in Massen geniessen, Benzin durch Batterie ersetzen und Flugzeuge so oft wie möglich nur von unten sehen 
  • Graue Energie, indem Sie nach dem Prinzip «less is more» leben: Kaufen Sie nur das, was Sie wirklich benötigen, und behalten Sie es so lange wie möglich 

Häufige Fragen

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