Einrichtungstipps

Wohntrends: So wohnen wir 2021

Clevere Home-Office-Lösungen, viel Pflanzengrün und Selbstgebasteltes: Dies sind die diesjährigen Wohntrends.

Clevere Home-Office-Lösungen
Clevere Home-Office-Lösungen sind gefragt.

Das Home-Office fasst Fuss

(mei) Im März 2020 kam es zum ersten Lockdown in der Pandemiebekämpfung. Auf einen Schlag arbeiteten nicht nur mehr Leute im Home-Office, sondern auch an mehr Wochentagen. Einige sind auf den Geschmack gekommen und werden auch in Zukunft häufiger von zu Hause aus arbeiten. Manche optimieren deshalb ihre eher provisorische Home-Office-Lösung. Einige verabschieden sich vom kaum genutzten Gästezimmer und wandeln es in ein Büro um. Andere suchen nach Platz sparenden Lösungen, um ihr permanentes Home-Office im Wohnzimmer, im Schlafzimmer oder in einer Nische im Gang einzurichten. Dabei sind smarte Ideen gefragt, die praktisch, ergonomisch und ästhetisch ansprechend zugleich sind.  

Schöner arbeiten bei wenig Platz: Das braucht’s

  • Mini-Schreibtisch oder Sekretär: Sekretäre sind allein stehend und als Teil eines Systems erhältlich, das zum Beispiel als Bibliothek oder als Kleiderschrank genutzt werden kann
  • Einen Stuhl, der sowohl in der Arbeitsumgebung wie auch am Esstisch eine gute Figur macht
  • Stauraum, zum Beispiel eine verschliessbare, schöne Kiste oder einen Rollcontainer – denn nach Feierabend soll einen die Umgebung nicht an unbearbeitete Mails erinnern
  • Eine dimmbare Leuchte, die warmes Wohnlicht wie auch kühleres Arbeitslicht bietet («dim to warm»)
Urban Jungle
Der Urban Garden hat den Innenraum erobert und gedeiht dort zum Urban Jungle.

Der Urban Jungle wächst

Der Urban Garden hat den Innenraum erobert und gedeiht dort zum Urban Jungle. Tatsächlich sind Zimmerpflanzen in Schweizer Haushalten überaus beliebt. Einsteiger beginnen am besten mit genügsamen Pflanzen wie zum Beispiel Kakteen, Grünlilie, Efeutute oder Fensterblatt. Denn eine Pflanzenpracht, wie sie auf den Urban-Jungle-Bildern auf Pinterest zu sehen ist, erfordert Erfahrung und einen grünen Daumen. Selbst für genügsame Pflanzen wichtig sind ausreichend Tageslicht, das richtige Mass an Luftfeuchtigkeit sowie Pflege, sonst wird aus Grün ganz schnell Braun. Fortgeschrittene legen sich daheim einen Urban Indoor Garden an und kultivieren Aloe Vera und Ingwer für den Eigengebrauch und in Bio-Qualität.

Präsentation des Urban Jungles

Damit die Pflanzen ideal zur Geltung kommen, haben sich die Hersteller einiges einfallen lassen. Die Palette reicht von Töpfen, Ständern und Leitern über Hängetöpfe bis zum Mini-Gewächshaus. Geschickt kombiniert, ergeben sie schöne Arrangements auf Fenstersimsen und Regalen, an der Wand und neben Sofas. Mit Pflanzen lassen sich sogar blühende Raumteiler schaffen. Bei den Behältern ist die Auswahl an Formen und Materialien so gross, dass sich für jeden Einrichtungsstil etwas Passendes findet. 

Eine alte Kiste wird zum Wandregal.
Eine alte Schublade oder Kiste wird zum Wandregal.

Es darf selbstgebastelt sein

Selbstgestricktes und Selbstgebasteltes galten lange Zeit als verpönt, weil bünzlig. Spätestens mit der Upcycling- und der Zero-Waste- bzw. Low-Waste-Living-Bewegung hat sich die Einstellung jedoch grundlegend geändert. Altes wiederzuverwenden und sogar noch aufzuwerten, beruhigt das Gewissen. Und es verleiht auch denjenigen Menschen den Mut zur Tat, die handwerklich nicht die geschicktesten sind. Die wichtigste Zutat ist ohnehin das kreative Denken, das einen zu neuen Anwendungen inspiriert. Bei allem Enthusiasmus fürs Selbstgemachte sollte man allerdings nicht vergessen: Am wenigsten Abfall entsteht, wenn man langlebige Gegenstände kauft und nur solche, die man wirklich braucht.

5 Upcycling-Ideen

  • Alte Kacheln lassen sich zu Untersetzern umfunktionieren
  • Eine alte Schublade oder Kiste wird zum Wandregal
  • Aus Müllsäcken können Lampen und Schalen gehäkelt werden
  • Mithilfe von Kerzenresten und ätherischem Öl entsteht eine Duftkerze
  • Aus Teilen einer Hose lässt sich eine Tasche nähen
Natürliche Materialien wie Holz oder Rattan sind im Trend.
Natürliche Materialien wie Holz oder Rattan sind im Trend.

Natürliche Materialien sind en vogue   

Passend zum Nachhaltigkeitstrend sind beim Wohnen natürliche Materialien angesagt. Der Klassiker Holz verleiht jedem Raum Wärme und ist aus ökologischem Anbau erhältlich. Besonders im Trend liegen helle Töne wie Birkenholz sowie naturbelassene Massivhölzer. Ebenfalls gefragt sind die Naturmaterialien Rattan, Schilfrohr und Bast. Letzterer ist Teil der Rinde von Bäumen und anderen verholzten Pflanzen. Alle drei Materialien können zu Möbeln und Accessoires geflochten werden. Bei den Stoffen steht Leinen hoch im Kurs. Etwas Besonderes sind Küchenlappen und Geschirrtücher aus Leinen, die in einer Schweizer Handweberei hergestellt wurden. Dank der schmutzabweisenden, antibakteriellen Wirkung des Stoffs bleiben die Stücke lange schön und fangen kaum an zu riechen. 

Grau und Beige harmonieren mit fast allem.
Grau und Beige harmonieren mit fast allem.

Beige und Grau feiern ein Comeback

Die Pantone-Farbe des Jahres ist die Kombination aus einem sonnigem Gelb und Grau. «Praktisch, solide und erwärmend optimistisch» wirke sie, schreibt das Unternehmen. Das neutrale Grau kehrt aber nicht nur mit gelber Begleitung in die Wohnräume zurück: Grau harmoniert mit fast allem. Ebenfalls hip ist derzeit eine weitere neutrale Farbe, Beige. Je nachdem, wie hoch der Anteil an Grau- oder Beigetönen bei der Inneneinrichtung ist, wirkt sie sanft bis dramatisch. Ein Hingucker ist die Mischung einer der beiden Farben mit einem dunklen Grün oder Blau. Last but not least sind auch Pastelltöne wie Zartrosa und Flieder im Kommen. Bei dieser Vielseitigkeit an Trendfarben ist es ein Leichtes, die bestehende Einrichtung mit Accessoires zu erweitern und so dem eigenen Wohnstil anzupassen. 

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  • hausinfo
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