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Die 5 wichtigsten Wohntrends 2024

Wir nutzen Räume flexibel und wollen uns daheim geborgen fühlen. Wir zeigen Mut zur Farbe wie auch Freude am unkomplizierten Kombinieren. Und für manche von uns soll die Einrichtung auch nachhaltig sein. Das sind die 5 wichtigsten Wohntrends 2024.

Eine Frau liest in einem Hängesessel ein Buch in ihrer bunten Wohnung.
Ob bunt, im Retro-Stil oder nachhaltig: 2024 wollen wir uns in unserem Zuhause geborgen fühlen.

1. Flexible Raumnutzung

(mei) Spätestens seit Corona sind die Zeiten vorbei, als für jeden Raum eine einzige Nutzung vorgesehen war: Damals mussten in der Küche, im Wohnzimmer und manchmal gar im Schlafzimmer auf die Schnelle Home-Offices eingerichtet werden. Gut vier Jahre später haben sich die Grenzen zwischen den einzelnen Wohnbereichen weiter aufgelöst. Das Bad ist auch ein Spa sowie ein Lese- und Entspannungsraum. Der Garten hat sich dank wetterfesten Sofas und Outdoor-Küchen schon vor einiger Zeit zu einem erweiterten Wohnraum entwickelt. 2024 erfasst dieser Wohntrend zu flexiblen Raumnutzungen die Küche, die sich optisch immer mehr dem Wohnzimmer annähert. Zur Umsetzung sind multifunktionale, modulare Möbel gefragt, die sich veränderlichen Bedürfnissen einfach anpassen können. Das Paradebeispiel sind ausziehbare Tische, die bei Nichtgebrauch unsichtbar bleiben. 

Eine helle Küche und Wohnzimmer.
Die Küche und das Wohnzimmer verschmelzen immer mehr zu einem Raum.

2. Wunsch nach Geborgenheit

Der Krieg in der Ukraine, der neu entfachte Nahost-Konflikt, der dauerhafte Klimawandel und nun auch noch Inflationsängste sorgen für eine allgemeine Unsicherheit. Das Zuhause wird in solch schwierigen Zeiten zum Ort, an dem man die Aussenwelt zurücklassen und sich entspannen kann. 2024 bringt uns deshalb einen Wohntrend mit natürlichen Materialien. Sie sprechen die Sinne an und sorgen dafür, dass sich das Gefühl der Geborgenheit einstellen kann. Deshalb sind vermehrt haptische Möbeloberflächen aus Holz, Leder und Naturstein zu beobachten. Bei den Farben dominieren Erdtöne, bei den Formen sind weiche, organische Linien im Trend. Zusammen mit Accessoires mit Kuschelfaktor führt dies zu einer Einrichtung, die uns wie eine schützende Hülle umgibt und uns von den Widrigkeiten des Alltags abschirmt. 

3. Farbexplosion im Dopamin-Stil

Kein Wohntrend ohne Gegenbewegung. Das ist beim Trend nach einer wohligen Einrichtung in sanften Erdfarben nicht anders. Sein Gegenspieler ist der so genannte Dopamin-Einrichtungsstil. Seinen Namen verdankt er dem Neurotransmitter Dopamin. Weil er Glücksgefühle auslöst, wird es als Botenstoff des Glücks bezeichnet. Der Dopamin-Einrichtungsstil soll uns denn auch glücklicher machen. Ob er das tatsächlich tut, sei dahingestellt. Unbestritten ist jedoch, dass er Mut zur Farbe erfordert: Der Dopamin-Einrichtungsstil setzt auf kräftige, knallige und kontrastreiche Farben. Angewandt wird er möglichst grossflächig – von Sofas über Wände bis zu Teppichen gilt das Motto: Es kann nie zu bunt oder schrill sein. 

Ein buntes Wohnzimmer mit einer blauen Wand und einem gelben Teppich.
Mut zur Farbe ist ein Motto im Jahr 2024.

4. Retro-Revival und Mix & Match

2024 sind nicht nur neue Möbel aktuell. Im Trend liegen auch Einrichtungsstile, die alte Möbel mit neuen kombinieren. In Frage kommen insbesondere Vintage-Möbel, die mit ihrer Patina viel Charakter verströmen. Doch auch der Retro-Look aus den 1970er Jahren ist zurück, samt psychodelischen Mustern und viel Orange und Braun. Das Gute daran: Im Zeitalter des Individualismus gibt es keine Grenzen bei den Kombinationsmöglichkeiten. Erlaubt ist, was gefällt. Überhaupt mag man es dieses Jahr beim Wohnen unkompliziert. Wer mit Liebe einrichtet und sich beim Mix & Match bei der Anzahl von Einrichtungsstücken und Accessoires etwas zurückhält, kann deshalb nicht viel falsch machen. 

Eine Vintage-Lampe, eine Couch in Orange und ein alter Plattenspieler.
Sorgfältig ausgewählte Möbel oder Accessoires im Retro-Stil geben der Wohnung das gewisse Etwas.

5. Die Crux mit der Nachhaltigkeit

Kreislaufwirtschaft, Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen und solche, die aus Abfällen gewonnen werden: Die Einrichtungsbranche steckt voller Ideen für eine bessere Welt und hat einen grossen Schritt vorwärts gemacht punkto Nachhaltigkeit. Dazu kommt, dass Designmöbel aufgrund ihrer hochwertigen Verarbeitung fast unzerstörbar sind und deshalb schon nachhaltig waren, als noch niemand davon sprach. In wirtschaftlich unsicheren Zeiten, in denen alles nur noch teurer wird, wird der Wohntrend zu mehr Nachhaltigkeit jedoch auf die Probe gestellt. Denn es besteht eine Nachfrage nach günstigen Möbeln. Sprich, die Konsumierenden wüssten zwar, wie es geht, verhalten sich aber nicht unbedingt vorbildlich. Die Ausnahmen hingegen haben die Qual der Wahl und können Einrichtungen aus einheimischem Holz, aus Hanf oder aus Pet-Flaschen erwerben, um nur einige Beispiele zu nennen. 

Ein Wohnzimmer mit einem grauen Sofa und natürlichen Accessoires aus Leinen und Holz.
Nachhaltige Materialien wie Leinen oder Holz bleiben auch im Jahr 2024 im Trend.

Häufige Fragen

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