Badezimmer planen

Sauna für zuhause

In der Sauna kann man sich entspannen und Kräfte tanken. Und ganz nebenbei tut man noch etwas für die Gesundheit.

Bad mit freistehender Badewanne, finnischer Sauna und Marmordusche: das ist Luxus Zuhause!
Die finnische Sauna von Teuco verbindet italienisches Design mit nordischem Lifestyle.

Bauweisen

Elementbauweise

(mas/ves) Dieser Saunatyp besteht aus einem Tragrahmen, der mit Holzlattungen versehen wird. Eine Dämmung mit Mineralwolle und eine Dampfsperre, meist eine Aluminiumfolie, sorgen dafür, dass Hitze und Feuchtigkeit nicht nach aussen dringen. Der Nachteil ist, dass die natürliche Atmung des Holzes unterbunden wird und dass es sich stark aufheizt. Dafür ist es die günstigste Bauweise und kann von Heimwerkern selber hergestellt werden.

Betriebsarten

In Bezug auf die Betriebsart lassen sich die Saunas wieder in drei Typen einteilen. Die Bauweise spielt dabei keine Rolle.

Finnische Sauna

Die ursprünglichste Sauna-Variante erzeugt mit einem Ofen eine hohe Lufttemperatur von 80 bis 110 °C und zeichnet sich durch eine niedrige Luftfeuchtigkeit von etwa 15 % aus. Die Faustregel lautet, dass Temperatur-Grade und Feuchtigkeits-Prozente zusammen 100 ergeben sollten.

Bio-Sauna

Die Bio-Sauna, auch Feuchtsauna oder Softbad genannt, ist eine sanftere und besonders für ältere Leute bekömmlichere Variante. Ein Feuchtklimagerät erzeugt Luftfeuchtigkeit von 45 %, während sich die Temperatur zwischen 50 und 80 °C bewegt.

Infrarot-Sauna

Die Infrarot-Sauna wird mit einem Wärmestrahler oder einer Wärmeplatte beheizt und funktioniert ohne Feuchtigkeit.

Die finnische Sauna und die Bio-Sauna müssen rund eine Stunde vorgewärmt werden. Eine Infrarot-Sauna benötigt nur wenige Minuten Aufheizzeit.

Saunasteine

Um die Luftfeuchtigkeit in einer Sauna zu erhöhen, wird Wasser auf Steine gegossen. Aufgrund des extremen Aufheizens und schockartigen Abkühlens durch das Aufgiessen werden spezielle Steine wie der Olivindiabas-Stein verwendet, der kaum staubt oder bröselt.

Ausstattung

Die Aussenverkleidung hängt allein vom Geschmack der Benützer und vom Modell ab. Mögliche Oberflächen sind Holz, Sanitär-Acryl oder sogar Metall und Kunststein. Häufig ist die Türe aus Glas. Zur Innenausstattung gehören Bänke, der Saunaofen mit Steinen, ein Bottich mit Schöpflöffel und eine Sanduhr.

Die meisten Modelle verfügen über eine Be- und Entlüftung. Nur Saunas mit einer sehr hohen Holzqualität kommen ohne aus: Bei ihnen entsteht ab einer Temperatur von 70 °C ein Unterdruck, der frische Luft von aussen ansaugt.

Platzbedarf und Montage

Eine Sauna kann nachträglich in fast jeden bestehenden Raum eines Hauses eingebaut werden. Häufig wird sie mit Bad oder Dusche kombiniert oder in einen Fitnessraum gestellt. Eine Sauna kann auch im Keller stehen oder in die Dachschräge des Estrichs eingepasst werden. Wichtig ist, dass sich der Raum gut lüften lässt, damit sich kein Kondenswasser bildet. Eine vormontierte Standard-Sauna lässt sich in etwa zwei Stunden aufstellen, bei grösseren und individuelleren Saunas dauert die Montage länger. Für den Anschluss genügt eine Starkstrom-Steckdose, bei manchen Modellen auch eine normale 230-Volt-Steckdose.

Eine Faustregel besagt, dass pro Person eine Fläche von einem Quadratmeter nötig ist. Eine Liegekabine für eine Person nimmt aber bereits 1,5 x 2 Meter in Anspruch. Die Obergrenze, die sich in einem Wohnhaus für zwei bis sechs Personen lohnt, liegt etwa bei 2 x 3 Meter.

Kosten

In Hobbymärkten sind Saunas ab 3000 Franken erhältlich, bei einer Fachfirma kostet eine Sauna 8000 bis 20 000 Franken. Grundsätzlich richtet sich der Preis nach der Grösse der Sauna. Blockbohlen-Saunas sind etwas teurer, aber die Preise schwanken von Hersteller zu Hersteller. Bei den unterschiedlichen Heizarten sind Bio-Öfen leicht teurer als normale Sauna-Öfen.

Richtwerte für den Energiebedarf

Grösse Energiebedarf
1,20 x 2 m 4,5 kW
2 x 2 m 8 – 9 kW
2 x 2,75 m 12 kW

Tipps

  • Vorsicht bei Eigenbau-Saunas: Ist eine Sauna nicht fachgemäss gebaut und montiert, können kostspielige Feuchtigkeitsschäden am Wohnobjekt auftreten. Es empfiehlt sich deshalb, eine Fachperson beizuziehen.
  • Der Saunaofen soll hauptsächlich Strahlungswärme erzeugen und nicht die Luft erwärmen. Deshalb sollte er in der Mitte der Sauna stehen, keinesfalls hinter einer Wandverkleidung. Nur so kann sich die Wärme gleichmässig im Raum verteilen. Wenn hauptsächlich die Luft erwärmt wird, entstehen unerwünschte Zirkulationen, die Augen und Atemwege belasten können.
  • Die Hygiene ist in der Sauna sehr wichtig. Nicht lösliche Schlackestoffe sondern sich auf der Holzoberfläche ab und müssen vor allem bei Saunas mit Dampfsperre regelmässig mit Wasser und Seife entfernt werden.
  • Nach jedem Sauna-Gang die Holzoberfläche mit einem feuchten Tuch abwischen. Nicht direkt aufs Holz, sondern auf ein Frotteetuch sitzen.
  • Einmal pro Jahr die Holzbänke mit Sandpapier abschleifen.

So schwitzen Sie richtig

Wenn Sie vor dem Saunagang Hunger haben, sollten Sie etwas essen, aber nicht zu viel.

  • Duschen Sie vor dem Betreten der Sauna und wärmen Sie sich die Füsse in warmem Wasser vor.
  • Trocknen Sie sich gut ab, bevor Sie in die Sauna gehen.
  • In der Kabine ist es auf der obersten Bank am heissesten. Legen Sie sich auf die Stufe, die Ihnen angenehm ist.
  • Wenn Sie die Luftfeuchtigkeit erhöhen wollen, machen Sie einen Aufguss: Übergiessen Sie Steine, die auf dem Ofen liegen, mit Wasser oder einer Mischung aus Wasser und ätherischen Ölen.
  • Richten Sie sich zwei Minuten vor dem Verlassen der Kabine auf.
  • Bleiben Sie höchstens 15 Minuten in der Sauna.
  • Die Abkühlphase sollte so lange dauern wie das Aufwärmen: Beginnen Sie mit dem Wasserguss an den Füssen, dann übergiessen Sie Arme und Beine und schliesslich Brust, Rücken und Gesicht.
  • Legen Sie sich 30 Minuten auf eine Liege (Bett, Sofa etc.). Decken Sie sich zu, damit Sie nicht frösteln.
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  • hausinfo
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