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Tipps zu Kochherden und Backöfen

Die Palette an Kochherden und Backöfen ist enorm. Wir stellen die wichtigsten Typen und Betriebsarten vor.

Ein Backofen sowie ein Kochherd gehört in jede Küche
Der konventionelle Ofen arbeitet mit Ober- und Unterhitze. Elektrische Energie wird direkt in Wärme umgewandelt.

Die gängigsten Kochfelder

  • Gussplatte: Diese Kochplatten verbrauchen am meisten Energie und sind am schwierigsten zu reinigen.
  • Glaskeramik: Auf der ebenen Glasfläche sind die Kochzonen in Form von Kreisen angedeutet. Glaskeramikplatten sind einfach zu reinigen.
  • Gaskochfeld: Gasherde sind besonders ökonomisch. Während bei einem Elektroherd nur etwa 20 Prozent der eingesetzten Energie zum Kochen genutzt werden können, erreicht der Gasherd einen Wirkungsgrad von 55 Prozent.
  • Induktion: Bei diesen Kochfeldern wird die Wärme direkt im Pfannenboden erzeugt, nicht unter der Glasplatte. Induktionsfelder sind schnell aufgeheizt und können rasch und genau in der Temperatur reguliert werden. Manche Geräte haben sogar eine Pausentaste, um den Kochvorgang zu unterbrechen und später wieder fortzusetzen. Der Energieverbrauch ist um rund 30 % geringer als bei Glaskeramik-Kochfeldern. Ausserdem ist das Risiko von Verbrennungen gering, da sich die Platte kaum aufheizt. Wer sich für einen Induktionsherd entscheidet, muss aber meist das gesamte Kochgeschirr auswechseln.

Die gängigsten Betriebsarten von Backöfen

  • Ober- und Unterhitze: Die Hitzeverteilung ist weniger gleichmässig als bei anderen Betriebsarten, und es kann nur eine Ebene aufs Mal genutzt werden. Dafür bleibt das Backgut saftiger bzw. feuchter.
  • Umluft: Die Wärme wird gleichmässig verteilt. Dadurch können zwei Ebenen gleichzeitig benutzt werden.
  • Heissluft: Der Backofen wird durch heisse Luft erhitzt. Backen und Braten ist auf bis zu drei Ebenen möglich.
  • Grill: Ideal zum Bräunen bzw. Gratinieren am Schluss des Backvorgangs.
  • Steamen: für eine besonders schonende Zubreitung von Speisen.
  • Warmhalten: Bei einer Temperatur von 60-100 °C können einzelne Speisen bzw. Teile davon kurz warm gehalten werden.

Extras für die Backofen-Reinigung

  • Katalytische Reinigung: Fettspritzer oder andere Schmutzpartikel lösen sich von selbst von den speziell beschichteten Innenwänden des Ofens ab. Möglich macht es eine spezielle Beschichtung des Backofens.
  • Pyrolytische Reinigung: Verschmutzungen und Speiserückstände im Backofen werden mit einem Spezialprogramm (500 °C während zwei bis drei Stunden) zu einem Häufchen Asche verbrannt. Ein feuchtes Tuch reicht, um die Rückstände wegzuwischen. Diese Art der Selbstreinigung ist teuer und sehr energieaufwändig.

Spezialfall Holzherd

Beim Stichwort Holzherd denken viele an eine veraltete Technologie, die mit viel Aufwand betrieben werden muss. Mit der Realität haben solche Bilder nichts gemein: Ein heutiger Holzherd ist jedoch alles andere als ein Anachronismus. Erhältlich sind Modelle zum Kochen sowie solche zum Kochen und Backen.

Was Sie über Holzherde wissen sollten

  • Heizfunktion: Holzherde geben Heizwärme ab. Deshalb kommen sie vor allem in der Übergangszeit und im Winter zum Einsatz. Zudem kann der Holzherd an eine Ofenbank oder «Chouscht» angeschlossen werden, sodass er nebst der Küche einen weiteren Raum beheizt. Möglich sind sogar die Speisung der Radiatoren oder der Bodenheizung und die Aufbereitung von Warmwasser.
  • Betrieb: Ein Holzherd wird mit Holz oder Holzpellets beheizt. Es gibt aber auch Modelle, die wahlweise mit Holz oder Strom betrieben werden. Das Kochen mit Strom ist besonders im Sommer, wenn keine zusätzliche Wärme erwünscht wird, ein Vorteil.
  • Bauliche Voraussetzung: Für die Installation eines Holzherds ist ein Kamin notwendig. Muss dieser nachträglich eingebaut werden, empfiehlt sich ein Aussenkamin, welcher der Fassade entlang gezogen wird.

Grosse Vielfalt bei Holzherden

Keine zwei Holzherde sind gleich: Die geschätzten 2000 Holzherde, die jährlich in der Schweiz verkauft werden, sind in der Regel individuelle Massanfertigungen. So erstaunt es nicht, dass Holzherde in allen Farben und mit einer Vielzahl an möglichen Unterbauelementen erhältlich sind – ganz wie «normale» Herde, von denen sie sich äusserlich kaum unterscheiden. Einzige Ausnahmen: Kombigeräte weisen zwei separate Herdflächen auf, wobei für den eigentlichen Holzherd sowohl Glas-Keramik als auch Gussplatten in Frage kommen. Und wer beim Holzherd ein Sichtfenster mitbestellt, geniesst wie beim Cheminéeofen ein Flammenspiel.

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