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Ein Zweigenerationenhaus aus den 70-er Jahren in Grosshöchstetten wurde für die Bauherrenfamilie zu klein, war schlecht gedämmt und ein Stromfresser. Nach dem Umbau überzeugt es mit grosszügigem Raumkonzept, Lichtführung und Minergie-Standard.
Bis 2007 sah der Bau noch ganz anders aus. 1975 wurde er erstellt als zweistöckiges Zweigenerationenhaus mit einer Wohnung im Erdgeschoss und einer 4½-Wohnung im Obergeschoss. «Mit drei Kindern wurde diese einfach zu eng», sagt Bauherrin Andrea Sutter. Die Familie war 1993 in die obere Wohnung eingezogen, in der unteren leben die Eltern von Bauherrn Ruedi Sutter. Und da ohnehin einiges renoviert werden musste, hätten sie sich für eine Vergrösserung entschieden.
Die Planung und Gestaltung des Vorhabens erfolgte in Besprechungen mit dem Berner Büro dadarchitekten. Dieses hatte in Grosshöchstetten bereits ein auffälliges rotes Haus gebaut, das die Bauherren zur Kontaktaufnahme mit dem Büro bewegte. «Wir besprachen das Projekt mit Andrea und Ruedi Sutter und schlugen dann ein Raumkonzept vor. Gleich der erste Entwurf sagte ihnen zu», beschreibt Architekt Dieter Aeberhard Devaux den Anfang. Im Zentrum stand die Öffnung der Räume; diese führte zum offenen Bereich mit dem hohen Wohnzimmer, der Essecke und der Fernseh-Ecke gegen Süden. Die zuvor wegen des Schrägdaches nur wenig geöffnete Sonnenseite erhielt grosszügige Fenster, die Wohnung viel mehr Licht. Durch Ausbau des Estrichs erhielt die Wohnung in der ersten Etage einen weiteren Raum und das Dachgeschoss wurde mit vier Zimmern und zwei Bädern aufgestockt. Insgesamt ergab sich dadurch eine Verdoppelung der Wohnfläche auf 180 m².
Dass das Haus zudem auf Minergie-Standard gebracht werden konnte, sei erfreulich, sagt Dieter Aeberhard Devaux: «Mit bloss zwei Zentimeter Dämmung war der Massivbau nicht sehr energieeffizient. Es ging also primär darum, besser zu dämmen und die Elektroheizung zu ersetzen.» Die einzige Schwierigkeit sei die Leitungsführung des alten Hauses gewesen, da vieles einbetoniert war. Ansonsten habe es beim ganzen Projekt keine grösseren Probleme gegeben. Die Wohnung im Erdgeschoss wurde im Grundriss nicht verändert und war während des ganzen Umbaus bewohnt. Oberhalb wurde das meiste abgerissen und der doppelstöckige neue Teil als vorgefertigter Holzrahmenbau auf den massiven Sockel aufgesetzt. Mit der Luft-Wasser-Wärmepumpe als Heizung, der kontrollierten Lüftungsanlage und der spannenden und praktischen Raumaufteilung mit sorgfältiger Lichtführung sind die Wünsche der Bauherren vollständig erfüllt, wie Andrea Sutter sagt: «Die Lüftung würden wir nicht wieder hergeben, die ist super. Und manchmal sitze ich da und denke: Wir hätten es nicht besser haben können.»
Selbst der rote Block im Zentrum hat seine ideale Bestimmung gefunden; dieser habe eine lange Geschichte, weil es eher ein «schwieriger Raum» gewesen war, findet Dieter Aeberhard Devaux. Einfach nur die Treppe ins Obergeschoss in den Raum zu setzen, wäre schade gewesen. Da es der am wenigsten helle Platz in der Wohnung war, habe sich dann aber eine gemütliche Ecke mit Bänkli und Ofen angeboten. So entstand dieser warme Platz – sowohl auf die Temperatur als auch auf die Atmosphäre bezogen – in der Mitte des neuen Hauses.
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