Monatliche Gartenarbeiten

Gartenarbeiten im März

Wir geben Ihnen Monat für Monat die aktuellsten Informationen für Ihren Gemüsegarten, Obst- und Ziergarten und Balkon.

Gemüsegarten

Bohnensamen
Bohnensamen

Leser fragen – wir antworten: Gelöcherte Bohnen

Von meinen Stangenbohnen ernte ich jedes Jahr Samen. Nun habe ich festgestellt, dass viele Bohnen zerlöchert sind. Im Aufbewahrungsgefäss befanden sich auch einige kleine Käfer, die vermutlich für den Schaden verantwortlich sind. Können Sie mir sagen, welcher Schädling sich an meinen Bohnen zu schaffen macht und wie ich vorgehen muss, um nächstes Jahr wieder gesunde Bohnen ernten zu können?

Bei den kreisrunden Frasslöchern an den Bohnen handelt es sich vermutlich um Spuren des Speisebohnenkäfers. Die weiblichen Käfer befallen während der Sommermonate die Bohnen und legen ihre Eier in die Bohnensamen. Die Larven dringen in die Bohnen ein und verpuppen sich später in den Hülsen. Ob das Saatgut noch zu retten ist, kann man ganz einfach mit einer Keimprobe feststellen. Zu diesem Zweck zehn Körner aussäen, dafür eignet sich auch ein Haushaltspapier. Damit hat man rasch ein Ergebnis. Bei einem Befall mit dem Bohnenkäfer ist es wichtig, die Fruchtfolge im Garten einzuhalten. Bei Hülsenfrüchten ist jeweils eine Pause von mindestens 3 Jahren angebracht. Stangenbohnen sollten also frühestens nach 3 oder besser nach 4 Jahren wieder im gleichen Beet angebaut werden. Nach der Ernte das Saatgut gut trocknen lassen und anschliessend mehrere Tage in den Tiefkühler legen. Danach die Bohnen trocken in einer Dose aufbewahren. Im folgenden Jahr ist es empfehlenswert, vor der Aussaat die Frostkur nochmals durchzuführen. Alternativ können Sie die Bohnensamen einer Wärmebehandlung unterziehen. Dabei werden die Körner 30 Minuten bei 55 °C erwärmt. Diese thermische Kur hat den Vorteil, dass das Saatgut damit gut getrocknet wird.

Obstgarten

Aprikosenblüten
Aprikosenblüten

Obstblüte – besser später!

Die ersten Obstbäume, die bei uns blühen, sind Aprikosen: Schon ab März schmücken sie sich mit ihren bezaubernden weissen bis blassrosa Blüten. Bis Mitte Mai ist hierzulande noch mit Nachtfrost zu rechnen, der die Blüten und später auch die jungen Früchte bedroht. Wer nicht über eine besonders milde Lage oder einen geschützten Standort verfügt, der sollte sich auf eine verringerte Ernte einstellen. Mit der Wahl von selbstfruchtbaren, vor allem aber spätblühenden (‘Bergeron’) oder frostharten Sorten (‘Ungarische Beste’, ‘Kioto’ oder ‘Kuresia’) kann man vorsorgen. Eine Frostschutzberegnung wie beim Profi ist im Hausgarten selten realisierbar. Auch wärmende Abdeckungen sind zwiespältig, weil sie gleichzeitig die Blüte verfrühen. Fachleute greifen deshalb zu einem Trick: Eine dicke Mulchschicht auf der Wurzelscheibe verhindert, dass sich der Boden rasch erwärmt. Damit wird die Entwicklung der Pflanze verzögert und die Frostgefahr geringer.

 

Ziergarten

Kompost
Kompost

Leser fragen – wir antworten: Schimmelpilze im Kompost

Im Kompost befinden sich oftmals so einige Schimmelpilze. Darf man den Kompost trotzdem für den Garten verwenden oder geht allfälliger Schimmelpilz auf die Pflanzen über?

Schimmelpilze gehören zum natürlichen Umsetzungsprozess im Kompost. Meist handelt es sich dabei um ein weisses Geflecht. Sie sind aber auch ein Zeichen dafür, dass der Kompost zu wenig durchlüftet ist. Kompostieren Sie in einem Thermokomposter oder haben Sie ein Kompostgitter eingerichtet? Bei Letzterem sollte ein direkter Zugang zum Erdreich bestehen, damit die Mikroorganismen eindringen können. Am besten eignet sich ein windgeschützter Platz im Halbschatten. Kompost braucht Luft, Bewegung und Feuchtigkeit, um gut zu verrotten. Zudem sollte man das zu kompostierende Material zerkleinern und immer wieder mit einer Schicht Erde oder Laub bedecken, um den Verrottungsprozess zu beschleunigen. Je nach Luftzirkulation, Wassergehalt und Temperatur dauert es mindestens 9 bis 12 Monate, bis der Kompost einsatzbereit ist. Für den Gemüsegarten sollte man die Komposterde etwa 3 Jahre reifen lassen, bevor sie ausgebracht wird. Wenn Sie den Kompost schon früher in die Gemüsebeete geben, reduzieren Sie die Menge entsprechend. Tipp: Wenn Sie genug Platz haben, schichten Sie den Kompost zu einer Miete auf (etwa 1 m breit und 1 m hoch). Wenden Sie diesen nach 2 Wochen nochmals. Durch das Umschichten wird die Erde besser durchlüftet, die Schimmelpilze sollten danach verschwinden. Damit die Pflanzen nicht überdüngt werden, braucht es relativ wenig Kompost: für Blumenbeete: 2 bis 3 l pro m2/Jahr; für den Gemüsegarten: starkzehrendes Gemüse 3 bis 4 l pro m2/Jahr, schwachzehrendes Gemüse 1 bis 2 l pro m2/Jahr.

Balkon

Hanging Baskets
Hanging Baskets

Leser fragen – wir antworten: Hanging Baskets bepflanzen

Auf meinem Balkon möchte ich zwei Hängekörbe bepflanzen: den einen mit Frühlingsblumen, den anderen später mit Sommerflor. Wie mache ich das am besten und welche Pflanzen eignen sich dazu?

Hanging Baskets sind grosse wasserdurchlässige Gitterkörbe, die rundum bepflanzt werden. Im Gegensatz dazu gibt es die Blumenampeln, dabei handelt es sich um bepflanzte Blumentöpfe, die man aufhängen kann. Zum Auskleiden der Hanging Baskets eignen sich Naturmaterialien wie Moos, spezielle Kokosmatten oder Schafwolle. Ist die Wolle grün eingefärbt, passt sie farblich besser zu den Pflanzen und fällt optisch weniger auf. Das Material sollte luft- und wasserdurchlässig sein, damit die Pflanzenwurzeln atmen können und keine Staunässe entsteht. Eine erste Lage Moos oder Wolle bedeckt man am Boden des Korbs mit einer Plastikfolie, in die kleine Löcher gestochen werden. Dies schwächt den Wasserverlust etwas ab. Dann füllt man Pflanzenerde ein, die mit Blähton angereichert ist. In die unterste Etage setzt man zum Beispiel Efeu, in die mittlere Etage passen Horn-Veilchen (Viola cornuta), Gänseblümchen (Bellis) und Vergissmeinnicht (Myosotis). Den Abschluss bilden dicht gepflanzte, angetriebene Frühlingsblüher wie Krokusse, Narzissen oder Zwergtulpen, die man allerdings nach einiger Zeit auswechseln muss. Für eine Sommerbepflanzung machen sich Mehlsalbei (Salvia farinacea), Männertreu (Lobelia) oder Fleissiges Lieschen (Impatiens) gut. Am Rand und zwischen den Gitterstäben kann man hängende Pflanzen wie Petunien, Fuchsien oder Zauberglöckchen (Calibrachoa) setzen. Die Baskets nach dem Bepflanzen sowie auch später regelmässig gut giessen.
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Cover Schweizer Garten März 2022
 
  • Artikel von:
  • Zeitschrift «Schweizer Garten»
  • Bild:
  • Zeitschrift «Schweizer Garten», Pixelio, Urs Streuli