Monatliche Gartenarbeiten

Gartenarbeiten im März

Wir geben Ihnen Monat für Monat die aktuellsten Informationen für Ihren Gemüsegarten, Obst- und Ziergarten und Balkon.

Gemüsegarten

Kartoffeln
Kartoffeln

Kartoffeln vorkeimen

Etwa ab Mitte April kann man Kartoffeln auspflanzen. Zwei bis vier Wochen vorher sollten die Saatkartoffeln jedoch vorgekeimt werden. Dies sorgt für einen höheren Ertrag, weil sie einen Wachstumsvorsprung haben und so einerseits mehr Knollen ansetzen, andererseits aber auch widerstandfähiger gegen Krankheiten und Schädlinge sind. Zum Vorkeimen bettet man die Saatkartoffeln einlagig in eine Kiste und stellt diese am Licht (keine direkte Sonne) bei 10 bis 15 °C auf. Auf diese Weise wird die Keimruhe gebrochen und es bilden sich kurze, kräftige Keime. Sobald diese eine Länge von 1 bis 2 cm erreicht haben, sollten die Kartoffeln vorsichtig eingepflanzt werden, ohne dass die Keime abbrechen.

Obstgarten

Parfum Ewigi Liebi
Parfum Ewigi Liebi

Erdbeeren im Frühjahr pflanzen

In den letzten Jahren wurde die Frühjahrspflanzung im März/April zunehmend beliebter, vor allem bei immertragenden Erdbeeren. Diese als tagneutral bezeichneten Sorten lassen sich von Juni bis Oktober ernten und sogar in Kästen und Töpfen kultivieren. Das funktioniert gut mit altbewährten Sorten wie ‘Ostara’, ‘Mara de Bois’, ‘Waldfee’, ‘Wädenswil’ und ‘Parfum Ewigi Liebi’ (Bild), die meist etwas kleinere Früchte tragen, aber auch mit neueren grossfrüchtigen Sorten wie ‘Diamante’, ‘Favori’ oder ‘Amandine’. Sogar Klettererdbeeren haben meist die immertragenden Eigenschaften ihrer wilden Vorfahren, der Walderdbeeren, übernommen. Wichtig für den Anbauerfolg ist eine gute Humusversorgung mithilfe von Kompost, Stallmist oder organischen Zusätzen. Wird der Fruchtstand jeweils nach dem Ernten entfernt, dann blüht die Pflanze schneller nach und bildet kontinuierlich bis zum ersten Frost die köstlichen Beeren.

Ziergarten

Hortensie
Hortensie

Frischekur für Hortensien

Es gibt wohl kaum eine Pflanze, die im Frühjahr so unansehnlich aussieht wie die Hortensie. Kahl und zerzaust stehen die Sträucher mit ihren dürren Stängeln noch ­einige Wochen da. Kaum zu glauben, dass daraus mal etwas werden soll! Auch wenn sie derzeit nicht gerade prächtig aussehen, verdienen Hortensien nun etwas Aufmerksamkeit. Sie sind dankbar für eine Gabe organischen Dünger, am besten Kompost. Und eine Mulchschicht tut gut, damit die Erde im Sommer weniger rasch austrocknet. Von Vorteil ist Rindenmulch, denn Hortensien mögen einen leicht sauren Boden. Spätestens jetzt sollte man sie zurückschneiden. Doch dabei gelten unterschiedliche Schnittregeln: Die Bauernhortensien (Hydrangea macrophylla) etwa, zu denen auch die populären ‘Endless Summer’-Sorten gehören, brauchen keinen Schnitt. Man sollte jedoch spätestens im März die verblühten Dolden abschneiden. Die Rispenhortensien (H. paniculata) hingegen darf man um mehr als ein Drittel zurückschneiden. Dies sorgt für grössere Blütenstände. Die derzeit besonders beliebte Hortensie ‘Annabelle’ (H. arborescens) kann man kräftig stutzen. Die Stängel werden am besten auf etwa 30 cm bzw. auf zwei Augen zurückgenommen. Dies fördert einen üppigen Flor. Tipp: ‘Annabelle’ nicht zu viel Dünger verabreichen, da deren Triebe sonst gern umfallen. Hilfreich ist dabei, wenn sich die Triebe an einen geschnittenen Buchs- oder Eibenstrauch etwas anlehnen können.

Balkon

Frühblüher
Frühblüher

Frühling im Topf

Wer im vergangenen Herbst vergessen hat, Tulpen, Narzissen oder Krokusse zu setzen, muss trotzdem nicht auf die ersten Frühlingsblüten auf dem Balkon verzichten. Im Fachhandel gibt es vorgetriebene Zwiebelpflanzen, die in Töpfen oder Kistchen im Nu den ­Frühling auf die Terrasse bringen. Da jedoch vorgetriebene Zwiebelblumen empfindlicher sind, benötigen sie etwas Schutz, indem man sie abends an die warme Hauswand rückt oder mit einem Vlies bedeckt. Weniger anfällig gegen Frost sind Stiefmütterchen, Vergissmeinnicht und Bellis. Sie können bedenkenlos ab Anfang März in ein Gefäss gesetzt werden und sind sowohl für sonnige als auch für halbschattige Plätze geeignet. Für den schattigen Balkon hingegen sind mehrjährige Primeln (Primula, Bild), Alpenveilchen (Cyclamen) oder Glockenblumen (Campanula) ideal. Sie benötigen viel Feuchtigkeit, vertragen aber keine Staunässe. Wenn extreme Nachtfröste drohen, sollten auch Stiefmütterchen & Co. vorbeugend mit einem Vlies bedeckt werden. Ins geheizte Wohnzimmer gehören die Frühblüher hingegen nicht.

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Schweizer Garten März 2021
 
  • Artikel von:
  • Zeitschrift «Schweizer Garten»
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  • Zeitschrift «Schweizer Garten»