Monatliche Gartenarbeiten

Gartenarbeiten im November

Wir geben Ihnen Monat für Monat die aktuellsten Informationen für Ihren Gemüsegarten, Obst- und Ziergarten und Balkon.

Gemüsegarten

Marienkäfer
Marienkäfer

Nützlinge im Winter

Marienkäfer, die in der Gartensaison viele Blattläuse vertilgen, überwintern oft in grossen Scharen dicht zusammengedrängt in kleinen Nischen, unter altem Laub oder in hohlen Staudenstängeln, als ob sie sich gegenseitig wärmen wollten. Nützliche Laufkäfer und Schwebfliegen verkriechen sich in Spalten von Steinmauern oder im dichten, abgestorbenen Staudengeflecht. Wildbienen, Wespenköniginnen und andere grössere Insekten suchen in Gartenhäuschen, Schächten oder Schuppen Unterschlupf. Eine gute Überwinterungshilfe bieten auch mit Efeu berankte Baumstämme oder Hauswände, Laubhaufen unter Sträuchern oder ein selbstgebautes Insektenhotel.

Obstgarten

Gojibeere
Gojibeere

Gelbe Gojis

Die Gojibeere (Lycium barbarum) hat sich in den letzten Jahren aufgrund ihrer gesunden Inhaltsstoffe zum trendigen Superfood aufgeschwungen. Der Strauch stammt ursprünglich aus China, wo er einerseits als Zier-, andererseits als Nutz- und Heilpflanze gehandelt wird. Und von dort gehen auch zahlreiche Selektionen aus. Bei Sortenvergleichen in der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau Veitshöchheim konnte die Sorte «No.1-Lifeberry» am meisten überzeugen. Eine relativ neue Entdeckung ist «Amber Sweet» (Bild): Sie trägt ab dem zweiten oder dritten Jahr bernsteingelbe Früchte. Diese sind genauso gesund wie die roten Beeren, dabei besonders gross und süss, ohne bitteren Nachgeschmack. Ausser einem sonnigen Platz stellen Gojibeeren keine besonderen Ansprüche. Sie sind winterhart, selbstfruchtbar und lassen sich gut als Spalier ziehen. Weil sie sich durch Ausläufer ausbreiten, werden sie aber auch gern im Kübel kultiviert.

Ziergarten

Mammutblatt
Mammutblatt

Empfindliches Mammutblatt

So imposant das Mammutblatt (Gunnera manicata) ist, so zartbesaitet ist es auch. Der Wurzelstock sollte nicht starkem Frost ausgesetzt sein. Doch der Winterschutz gestaltet sich als recht aufwendig: Der ideale Zeitpunkt ist gekommen, wenn die grossen Blätter nach dem ersten Frost abgestorben sind. Man schneidet diese Blätter samt Stiel ab und legt sie sorgfältig zur Seite. Anschliessend bedeckt man die ganze Pflanze mindestens 50 cm hoch mit einem Haufen aus trockenem Laub. Am besten eignet sich Buchenlaub, da es sich lange hält. Nun wird die Laubschicht mit den grossen Blättern dachziegelartig zugedeckt, damit kein Regenwasser eindringen kann. Die schweren Blattstiele kann man zum Beschweren verwenden. Zuletzt das «Kunstwerk» noch mit Tannenzweigen zudecken. In kälteren Gegenden baut man einen Kasten mit Deckel um die Pflanze herum, den man mit Laub füllt. Im Frühling wird der Kasten bei milder Witterung geöffnet und bei Frost wieder geschlossen.

Balkon

Gartenkresse
Gartenkresse

Würzige Winterkräuter

Vitaminlieferanten wie Gartenkresse (Lepidium sativum, Bild) können schon jetzt auf dem Fensterbrett ausgesät und nach kurzer Zeit geerntet werden. Sämlinge werden nach der Aussaat geschnitten, sobald die Pflänzchen zwei Keimblätter gebildet haben. Barbarakraut (Barbarea vulgaris), auch Winterkresse genannt, liefert in der kalten Jahreszeit Vitamine frisch aus der Aussaatschale. Es schmeckt intensiver und schärfer als die herkömmliche Kresse und würzt Wildkräutersalate, Suppen und Gemüse. Löffelkraut (Cochlearia officinalis) gedeiht auch in der kalten Jahreszeit auf dem Balkon im Halbschatten. Die rettichscharfen Blättchen können den ganzen Winter über gepflückt werden.

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Schweizer Garten November
 
  • Artikel von:
  • Zeitschrift «Schweizer Garten»
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