Monatliche Gartenarbeiten

Gartenarbeiten im November

Wir geben Ihnen Monat für Monat die aktuellsten Informationen für Ihren Gemüsegarten, Obst- und Ziergarten und Balkon.

Gemüsegarten

Andenbeere

Ernte von Andenbeeren

Die Andenbeere (Physalis peruviana) findet auch hierzulande immer mehr Verbreitung. Wie Tomaten oder Peperoni gehört die Pflanze zur Familie der Nachtschattengewächse. Andenbeeren stellen nur geringe Ansprüche an den Boden. In milden Lagen wachsen sie zu üppigen, über 1 m hohen Büschen heran. Sie sind robust und widerstandsfähig gegen Krankheiten und Schädlinge und ihre zahlreichen gelben Blüten werden gern von Hummeln besucht. Die kirschgrossen, orange-gelben Früchte in der dekorativen Lampionhülle betören mit vielfältigen Aromen und sind sehr gesund. Einziges Problem: Die meisten Früchte reifen erst spät im Jahr aus, weshalb sie oftmals dem ersten Frost zum Opfer fallen. Um die Ernte der Andenbeeren sicherzustellen, schützt man die Pflanzen am besten mit doppelter Vliesabdeckung gegen Bodenfrost. Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Pflanzen vor dem Frost auszureissen und im Keller oder auf dem Estrich kopfüber aufzuhängen. Manche Früchte reifen dann noch nach.

Obstgarten

Apfel mit Sporen des Schadpilzes

Schorfbefallenes Laub

In stark vom Schorf befallenen Gärten ist auf das Laub der Apfel- oder Birnbäume zu achten, denn die Sporen des Schadpilzes überwintern im Falllaub, um im folgenden Frühjahr den Austrieb wieder zu infizieren. Deshalb sollte man keinesfalls die Laubhaufen einfach liegen lassen. Eine Möglichkeit wäre, die Blätter im Kehricht oder besser in der Biotonne zu entsorgen. Die Verbreitung des Pilzes lässt sich auch durch eine beschleunigte Verrottung des Laubs aufhalten. Man kann dies durch sorgfältiges Zerkleinern mit dem Rasenmäher unterstützen, bevor das Material in dünnen Schichten auf den Kompost gebracht und anschliessend etwas Stickstoffdünger dazugemischt wird.

Ziergarten

Waldreben

Samtener Winterschmuck

Waldreben (Clematis) verfügen nicht nur über wunderschöne Blüten, sie erfreuen sogar auch im Herbst und Winter noch Auge und Herz mit ihren filigranen Samenständen. Diese können sehr unterschiedlich aussehen. Bei Arten und Sorten mit glockenförmigen Blüten ähneln die Samenstände einer Sonne mit ihren Strahlen, besonders reizvoll bei C. pitcheri oder C. viorna anzusehen. Anders bei den gelbblühenden Arten (etwa C. tangutica und C. orientalis), die von einer Art Langhaarperücke geschmückt werden. Und bei C. alpina ist die Pflanze übervoll mit kleinen flauschigen Kugeln behängt. Bei C. montana sind es eher gekräuselte Wölkchen. Und im Sonnenlicht leuchten die goldenen Exemplare von C. ochroleuca besonders spektakulär.

Balkon

Rosa Beeren der immergrünen Scheinbeere

Attraktiver Herbstblüher

Mit ihren dekorativen rosa Beeren zieht die immergrüne Scheinbeere (Pernettya mucronata) im Herbst die Blicke auf sich. Damit die ursprünglich in Chile beheimatete Scheinbeere auch im nächsten Jahr Früchte ansetzt, braucht man eine weibliche und eine männliche Pflanze. Männliche Scheinbeeren bilden zwar ebenso wie die weiblichen Exemplare kleine weisse Blüten aus. Diese entwickeln sich jedoch nur zu unscheinbaren Beeren. Die Scheinbeere blüht nur am zweijährigen Holz. Die neuen Triebe über den Beeren sollten also keinesfalls weggeschnitten werden, damit sich im nächsten Jahr an ihnen Blüten bilden können. Vorsicht ist auch beim Einpflanzen geboten, denn an den Blattspitzen sitzen kleine Dornen, die sehr unangenehm stechen. Deshalb beim Eintopfen besser Handschuhe tragen.

 
 
  • Artikel von:
  • Zeitschrift «Schweizer Garten»
  • Bild:
  • Zeitschrift «Schweizer Garten»