Monatliche Gartenarbeiten

Gartenarbeiten im November

Wir geben Ihnen Monat für Monat die aktuellsten Informationen für Ihren Gemüsegarten, Obst- und Ziergarten und Balkon.

Gemüsegarten

Randen
Randen

Leser fragen – wir antworten: Pilzbefall im Gemüsebeet

Vergangenen Sommer hatten wir einen Cercospora-Befall bei Schnittmangold und Knollensellerie. Auch die Randenknollen waren nicht so gleichmässig gross wie sonst. Beim Sellerie war praktisch das ganze Kraut vom Pilz befallen und die Knollen zu klein. Vom Krautstiel gab es auch nicht viel zu ernten und inzwischen hat sich sogar der Zuckerhut angesteckt. Liegt die Ursache des Befalls bei der Witterung? Gibt es ein biologisches Mittel, mit dem man diesen Pilz in Schach hält? 

Die Witterung spielt vermutlich eine grosse Rolle. Cercospora tritt Anfang Juni auf – und wenn dieser Monat extrem nass ist, fördert das den Pilz. Zu viel Nässe kann auch der Grund für die anderen Krankheiten sein. Ob man alle Probleme in Ihrem Gemüsegarten diesem Pilz in die Schuhe schieben kann, lässt sich nur durch eine Laboruntersuchung bestätigen. Vermutlich ist Ihr Garten aber aus dem Gleichgewicht geraten, weil gleich verschiedene Krankheiten auftreten. Die Ursache von einigen Problemen ist auf die begrenzte Fläche im Hausgarten zurückzuführen. Eine kleine Fläche für die Gemüsekultur zu nutzen, bedeutet eine grosse Herausforderung, denn es ist kaum möglich, die Fruchtfolge einzuhalten. Deshalb bleiben oftmals Krankheitserreger im Boden, die im folgenden Jahr die Pflanzen erneut befallen. Wenn Randen, Krautstiel und Stielmangold im gleichen Garten kultiviert werden, handelt es sich dabei um drei Vertreter der Gänsefussgewächse. Eine Anbaupause von 4 Jahren sollte hier eingelegt werden. Zudem ist es empfehlenswert, eine Bodenprobe zu machen, damit Sie einen Überblick bezüglich Nährstoffe und Säuregrad des Bodens erhalten. Mit einer regelmässigen Gründüngung kann zudem der Gartenboden verbessert werden. Dafür eignet sich Phacelia gut, denn sie liefert rasch eine nährstoffreiche Blattmasse, oder Buchweizen, denn er ist mit keiner Gemüseart verwandt. Auch eine Untersaat mit Tagetes ist sinnvoll, sie wirken gegen Bodenmüdigkeit. Vorsicht: Tagetes ziehen Schnecken an.

Obstgarten

Brombeeren
Brombeere ‘Navaho Bigandearly’

Brombeeren ohne Stacheln

«Je stachliger und garstiger der Wuchs, umso aromatischer die Beeren», betonen Brombeer-Gärtner der alten Schule. Und wenn man alte Sorten wie ‘Theodor Reimers’ betrachtet, kann man nur zustimmen: Hocharomatische Beeren, aber wuchernde und furchtbar stachlige Ranken. Inzwischen hat sich jedoch im Brombeer-Sortiment einiges getan. Bei den ersten stachellosen Sorten verschwand leider auch der Geschmack. Ein Durchbruch gelang etwas später mit der Sorte ‘Navaho’: stachellos, robust, gesund und kompakt wachsend, pflegeleicht und mit grossen, hocharomatischen Früchten bestückt. Weil es jedoch stets noch etwas zu verbessern gibt, haben die Züchter eine Reihe von «Nachwuchs-Navahos» mit ganz unterschiedlichen Spezialitäten entwickelt: ‘Navaho Bigandearly’ (Bild) etwa füllt den Erntekorb schon ab Juli, bei ‘Navaho Summerlong’ kann man den ganzen Sommer über ernten. Ganz neu auf dem Markt ist ‘Navaho The Big Easy’, die mit riesigen Früchten begeistert. Bezug: Lubera AG www.lubera.com

 

Ziergarten

Duftschneeball
Duftschneeball

Duftende Blüten im November

In dieser meist grauen und kalten Zeit kann kaum noch etwas das Gärtnerherz erfreuen. Doch die Natur hat glücklicherweise vorgesorgt. Der Duftschneeball ist die beste Medizin gegen Schwermut im Novembergarten. Viburnum x bodnantense ‘Dawn’ ist die bekannteste Sorte. In strengen Wintern blüht dieser etwa 3 m hohe Strauch aber erst im Frühling. Zuverlässiger ist die Sorte V. farreri mit etwas kleineren und helleren Blüten. Sie duften sogar an feuchten, nebelverhangenen Novemberabenden – was für eine Herrlichkeit! Der Strauch ist zudem anspruchslos. Zuerst wächst er aufrecht, später leicht überhängend. Am besten schneidet man ihn kaum zurück, ausser besonders grosse und dicke Äste. Mit der Zeit wird er sehr breit, und damit mausert sich dieses attraktive Gewächs mit seinem überreichen Winterflor zum Star im November.

Balkon

Mini-Teich
Mini-Teich

Mini-Teich nicht einfrieren lassen

Kleine Teiche in Bottichen, Wannen und Trögen sind auf dem Balkon eine besondere Zierde. Um ein Durchfrieren des Mini-Teichs und ein Erfrieren der Wasserpflanzen im Winter zu verhindern, ist ein frostfreier Platz wichtig. Dazu lässt man das Wasser bis auf wenige Zentimeter ab und stellt das Gefäss in einen möglichst kühlen, aber frostfreien Raum. Dort wird es erneut mit ­Wasser aufgefüllt – die Pflanzen sollten nur bis zur Oberkante ihrer Töpfe im Wasser stehen. Den Teich regelmässig kontrollieren und das verdunstete Wasser rechtzeitig ersetzen. Die ideale Überwinterungstemperatur liegt bei 1 bis 10 °C. Wärmer sollte es vor allem in dunklen Winterquartieren nicht sein, weil sonst der Stoffwechsel der Pflanzen angeregt wird und sie dann unter Lichtmangel leiden.

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Schweizer Garten November 2021
 
  • Artikel von:
  • Zeitschrift «Schweizer Garten»
  • Bild:
  • Zeitschrift «Schweizer Garten» , Lubera, Pexels