Monatliche Gartenarbeiten

Gartenarbeiten im Juli

Wir geben Ihnen Monat für Monat die aktuellsten Informationen für Ihren Gemüsegarten, Obst- und Ziergarten und Balkon.

Gemüsegarten

Tomaten bevorzugen einen sonnigen, warmen Platz.
Tomaten bevorzugen einen sonnigen, warmen Platz.

Leser fragen – wir antworten: Aufgeplatzte Tomaten

Meine selbstgesäten Tomaten gedeihen immer gut. Im vergangenen Jahr zeigten sie jedoch kurz vor der Reife grosse Risse. Was ist die Ursache und was kann ich dagegen tun?

Tomaten bevorzugen einen sonnigen, warmen Platz. Anhaltende Hitze kann aber durchaus zum Problem werden. Das Wachstum verlangsamt sich, die Pflanze kommt in eine Stresssituation (zu wenig Wasser). Sie reagiert mit dem Einrollen der Blätter, sodass sie weniger Wasser verdunstet und assimiliert. Damit verkleinert sich die Blattoberfläche und die Früchte sind verstärkt der Sonne ausgesetzt. Die Folge von Überhitzung der Tomaten sind Risse und das Aufplatzen der Früchte. Auch abrupter Wetterwechsel oder die Schwankungen von kühlen Nächten auf wärmere Tage kann Spuren auf den Tomaten verursachen. Die Früchte sehen zwar optisch nicht mehr schön aus, auf die innere Qualität hat dies jedoch keinen Einfluss. Mit diesen Massnahmen kann man vorbeugen:

  • Nur wenige Seitentriebe entfernen, damit die Früchte mehr Schatten haben; bei andauernd heisser Witterung die Pflanzen schattieren.
  • Bei starken Temperaturschwankungen mit Folie oder Vlies schützen.
  • Gleichmässig mit Nährstoffen und Wasser versorgen.

Obstgarten

Hauszwetschge
Hauszwetschge

Robuste Hauszwetschge

Die Hauszwetschge ist seit dem 17. Jahrhundert in der Schweiz verbreitet und wurde meist über Wurzelausläufer ohne Veredlung vermehrt. Aufgrund ihrer Genügsamkeit hat sie sich zu einer unkomplizierten Allround-Sorte entwickelt. Die eher kleinen Früchte reifen ab Mitte September und überzeugen mit einem ausgewogenen Verhältnis von Zucker und Säure sowie einem ausgezeichneten Aroma. Die Früchte lösen sich gut vom Stein und zerfallen beim Kochen nicht, weshalb sie seit jeher als Kuchenbelag oder zum Einmachen sehr geschätzt werden. Getrocknete Hauszwetschgen gehören zu den besten Dörrfrüchten und lassen sich eingeweicht zu aromatischen Produkten weiterverarbeiten. Und ein Obstbaum im Garten lockt viele Kleintiere und Insekten an und ist ein Hort für die Biodiversität.

 

Ziergarten

Mulchen statt wässern
Besonders im Sommer wird es immer wärmer und auch trockener und die Zierbeete brauchen viel Wasser.

Mulchen statt wässern

Der Klimawandel ist auch im Garten spürbar. Besonders im Sommer wird es immer wärmer und auch trockener und die Zierbeete brauchen viel Wasser. Was schon früher galt, wird jetzt immer wichtiger: Statt andauernd ein bisschen zu wässern, ist es besser, alle paar Tage den Boden einmal lange und ausgiebig mit Wasser zu versorgen. Auch eine Mulchschicht hilft. Sie hält die Feuchtigkeit im Boden und verhindert, dass die Sommersonne direkt auf die Erde scheint. Als Mulch eignen sich verschiedene Materialien. Im Fachhandel ist zum Beispiel Chinaschilf erhältlich. Wesentlich günstiger und auch ökologischer ist es, Material aus dem Garten zu recyceln, etwa Laub oder Laubkompost. Eine 5 bis 8 cm dicke Schicht darf es schon sein. Bei sonnigen Beeten mit wärmeliebenden Pflanzen wie Lavendel (Lavandula), Silberstrauch (Perovskia atriplicifolia) oder Katzenminze (Nepeta) kann man Kies oder Schotter verwenden. Tipp: Vorsicht bei Holzhäcksel, denn er benötigt bei der Verrottung Stickstoff. Manche Pflanzen mögen keinen Mulch, dazu gehören etwa Rosen, Pfingstrosen oder Schwertlilien.

Balkon

Mondstein
Mondstein

Pflegeleichte Topfbewohner

Ihre ungewöhnlichen Wuchsformen machen die Pflanzengruppe der Sukkulenten einmalig. Pflegeleichtere Topfbewohner als sie gibt es kaum: Rosetten-Dickblatt (Aeonium arboreum), Echeverie (Echeveria agavoides), Mondstein (Pachyphytum oviferum, Bild) und Fetthenne (Sedum) überleben dank ihrer fleischigen Blätter und Triebe auch lange Trockenphasen. Besonders schön sehen sie in Gefässen aus Ton, Terrakotta oder Zink aus. Da sie meist klein und äusserst vielfältig sind, kann man sich eine abwechslungsreiche Sammlung anlegen. Sie lassen sich auch leicht vermehren, etwa mit einer Blattrosette, die man mit dem Stiel in sandige Erde pflanzt. Aber auch Nebensprosse und sogar einzelne Blätter – mit dem Blattansatz in Vermehrungssubstrat gesteckt – treiben rasch Wurzeln aus. Oftmals zeigen sich bereits an der Pflanze kleine Würzelchen und die Ableger wachsen besonders rasch an. Die beste Zeit, um für Nachwuchs zu sorgen, ist vom Frühjahr bis Ende Juli. Feuchte Schnittstellen lässt man 2 bis 3 Tage antrocknen.

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Schweizer Garten Juli 2021
 
  • Artikel von:
  • Zeitschrift «Schweizer Garten»
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  • Zeitschrift «Schweizer Garten»