Monatliche Gartenarbeiten

Gartenarbeiten im Juli

Wir geben Ihnen Monat für Monat die aktuellsten Informationen für Ihren Gemüsegarten, Obst- und Ziergarten und Balkon.

Gemüsegarten

Weisse Fliegen

Lästige Weisse Fliegen im Gemüsegarten

Mit der sommerlichen Wärme machen sich oftmals die unliebsamen Weissen Fliegen im Gemüsegarten breit. Bevorzugt suchen sie Kohlgewächse wie Rosenkohl, Federkohl oder Kohlrabi heim. Aber auch Tomaten, Auberginen, Gurken oder Zucchetti werden häufig befallen. Weisse Fliegen sind eigentlich keine Fliegen, sondern zählen zur Familie der Mottenschildläuse. Ebenso wie andere Läuse vermehren sie sich explosionsartig. Aus diesem Grund sollte man bei einem Befall rasch reagieren und zur Rückenspritze greifen. Schonend für Nützlinge und andere Insekten ist eine Spritzbrühe mit Schmierseife (1 %) und einem handelsüblichen Bio-Insektizid aus Extrakten des Neembaums. Die Spritzbrühe muss auf die Blattunterseiten gesprüht werden, wo die Weissen Fliegen sitzen. Um ihre Vermehrung nachhaltig zu stoppen, sollte die Behandlung im Wochenrhythmus zwei- bis dreimal wiederholt werden.

Obstgarten

Sonnenbrand

Neue Gefahr: Sonnenbrand an Früchten

Bis vor Kurzem konnte man in der mitteleuropäischen Fachliteratur nichts über Sonnenbrandschäden an Früchten lesen, im Gegensatz zu zahlreichen anderen Schädlings- und Krankheitsfällen. Seit der Jahrtausendwende tauchen jedoch erste Berichte auf – ein neues Phänomen im hiesigen Obstbau. Die Schale von Äpfeln zeigt zunächst braune Verfärbungen, nach intensiver Einstrahlung fällt sie regelrecht ein und fault. Auch Stachelbeeren und viele andere Früchte reagierten in den letzten Jahren mit solchen Verbrennungen. Zudem werden auch Blattschäden beobachtet. Man mag sie auf den ersten Blick für eine verfrühte Herbstfärbung halten, aber da diese Symptome jeweils nur an sonnenexponierten Ästen erscheinen, erweisen auch sie sich als Verbrennungen. Bei entsprechender Witterung schafft eine Beschattung mit Stoff oder Vlies Abhilfe.

Ziergarten

Rosen

Rückschnitt von Rosenblüten

Bei öfterblühenden Rosen sollten verwelkte Blüten entfernt werden, um den weiteren Blütenansatz zu fördern. Die richtige Stelle für den Schnitt befindet sich, von der Blüte aus gesehen, oberhalb des ersten voll ausgebildeten Blatts. Dabei handelt es sich je nach Rose um ein Blatt mit fünf oder sieben Fiederblättchen. Ein nicht voll ausgebildetes Rosenblatt besteht nur aus drei Fiederblättchen. Blüht die Pflanze in Rispen, so wird nach dem Abblühen die ganze Rispe nach der gleichen Regel entfernt. Zuvor können auch schon einzelne welke Blüten aus der Dolde entfernt werden, das ist aber nur Kosmetik und nicht zwingend notwendig. Nicht zurückgeschnitten werden hingegen jene Rosen, die im Herbst einen dekorativen Fruchtschmuck tragen.

Balkon

Stauden-Hibiskus

Stauden-Hibiskus für den Balkon

Bei Hibiskus denkt man meist an die beliebte Zimmerpflanze oder den Gartenstrauch. Der Stauden-Hibiskus (Hibiscus moscheutos) ist dagegen nur wenigen Blumenfreunden bekannt. Dabei ist er mit seinen bis zu 25 cm grossen Blüten kaum zu übersehen. Ein sonniger Standort, nährstoffreiche Erde und ausreichend Wasser während der Wachstumsphase genügen dem robusten Sommerblüher bereits. Steht die Staude im Topf, sollte in der zweiten Frühlingshälfte zusätzlich ein Langzeitdünger verabreicht werden. Die oftmals zweifarbigen Blüten zeigen sich von Juli bis Oktober in weissen, roten und rosafarbenen Tönen. Im späten Herbst schneidet man die winterharte Staude, die je nach Sorte 1,5 bis 2 m hoch wird, komplett zurück. Einen Winterschutz benötigt der aufsehenerregende Blüher nicht.

 
 
  • Artikel von:
  • Zeitschrift «Schweizer Garten»
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  • Zeitschrift «Schweizer Garten»