Monatliche Gartenarbeiten

Gartenarbeiten im April

Wir geben Ihnen Monat für Monat die aktuellsten Informationen für Ihren Gemüsegarten, Obst- und Ziergarten und Balkon.

Gemüsegarten

Chicorée

Chicorée für den nächsten Winter pflanzen

Mitte April ist die Zeit ideal, um Samen für Chicorée-Wurzeln abzulegen. Die Aussaat erfolgt wie bei Karotten, jedoch in deutlich grösserem Reihenabstand von 30 cm. Die Samen etwa 2 cm in den Boden stecken. Sobald die Keimlinge gross genug sind, werden sie auf 10 bis 15 cm vereinzelt. Chicorée gedeiht am besten auf einem mageren Boden. Der oberirische Teil der Pflanze erinnert an das Laub von grossem Löwenzahn. Die mächtige Pfahlwurzel wird Ende Oktober mit der Stechgabel geerntet und die Blätter auf 1 cm Länge weggeschnitten. Danach die Wurzeln für mindestens drei Wochen möglichst kühl lagern und mit einer perforierten Plastikabdeckung vor dem Austrocknen schützen. Zum Treiben der Chicorée-Zapfen die Wurzeln ab Dezember im Keller in feuchten Sand oder Erde einschlagen. Gleichmässige Feuchtigkeit und Temperaturen von mindestens 10 °C begünstigen den Austrieb. Absolute Dunkelheit ist unbedingt erforderlich, denn im Licht verfärben sich die Chicorée-Zapfen grün und werden ungeniessbar bitter.

Obstgarten

Indianerbanane

Indianerbanane als Bereicherung für den Obstgarten

Die Indianerbanane (Asimina triloba), in ihrer nordamerikanischen Heimat «Pawpaw» genannt, ist seit einigen Jahren immer öfter als exotische Bereicherung in unseren Obstgärten zu entdecken. Die dicken grüngelben Früchte stecken voller exotischer Geschmacksnuancen wie Banane, Ananas, Mango, Papaya und Vanille. Frost bis unter –20 °C steckt der dekorative Kleinbaum locker weg. Er benötigt jedoch einen sonnigen Platz und sollte nie trocken stehen. Zwei Neuzüchtungen namens «Shenandoah» und «Susquehanna» bieten nun mit je 500 g Gewicht nahezu doppelt so grosse Früchte als die bisher verbreiteten Sorten. Bei dieser enormen Fruchtgrösse fallen die schwarzen Kerne kaum mehr ins Gewicht. Allerdings sind diese Sorten auf einen Bestäubungspartner angewiesen, sie müssen also unbedingt zu zweit gepflanzt werden. Und da die Bestäuberinsekten nicht immer den Weg zu den fremdartig duftenden Glockenblüten finden, kann man einfach mit einem Wattestäbchen die Pollen vom Staubgefäss der einen Pflanze zur Blütennarbe der anderen Pflanze übertragen. Es lohnt sich! Bezug: www.lubera.com

Ziergarten

Königskerzen

Vom Steinhaufen zum Blütenkissen

Aus einem vergessenen Kies- oder Sandhaufen kann sich mit den Jahren das pralle Leben entwickeln: Königskerzen (Bild), Disteln und andere Gewächse sorgen für Farbtupfer, bald summen und brummen Bienen, Hummeln und Wollschweber auf der Suche nach Futterquellen umher. Wer es etwas ordentlicher mag, kann Ziegel oder Steine igluartig aufschichten und die Hohlräume mit Sand, Kies oder etwas Erde füllen. Mit verschiedenen Materialien lässt sich dabei gut experimentieren: Pflastersteine, Schieferplatten, Beton­steine, Bruchstücke von Gartenplatten oder Scherben von Tontöpfen. In die Lücken pflanzt man zum Beispiel den Kleinen Mauerpfeffer (Sedum album, S. acre und ähnliche), Hauswurze (Sempervivum­Arten und -Sorten) oder auch Polsterpflanzen. Mit der Zeit wird daraus ein blühendes Kissen, an dem sowohl Insekten und Eidechsen als auch Kinder und Erwachsene ihre Freude haben. Sogar auf einer Asphaltfläche kann man solche Blütenkissen entstehen lassen.

Balkon

Kräuter

Kräuter für die Fensterbank

Mit Kräuter- und Aromapflanzen vom Balkon lassen sich viele Gerichte verfeinern und ihr Duft lockt zahlreiche Bienen an. In einem 50 bis 60 cm langen Balkonkistchen finden problemlos bis zu drei Pflanzen Platz. Die meisten Küchenkräuter bevorzugen einen durchlässigen Boden – in die handelsübliche Blumenerde mischt man deshalb etwas Sand im Verhältnis 2:1. Damit die Abzugslöcher nicht verstopfen und das Giesswasser problemlos abfliessen kann, legt man eine Tonscherbe auf die Öffnungen. Kräuter reagieren empfindlich auf Staunässe, darum ist eine Drainageschicht aus Blähton wichtig: Am besten füllt man gerade so viel ein, dass der Gefässboden bedeckt ist. Auf den Blähton kommt eine Schicht des vorbereiteten Substrats, in die man die Kräuter einsetzt. Wichtig ist nun, dass keine Hohlräume entstehen: Damit genügend Substrat in die Zwischenräume gelangt, drückt man die Erde leicht an. Jetzt gut angiessen. An einem sonnigen Platz fühlen sich die Kräuter am wohlsten.

 
 
  • Artikel von:
  • Zeitschrift «Schweizer Garten»
  • Bild:
  • Zeitschrift «Schweizer Garten»