Monatliche Gartenarbeiten

Gartenarbeiten im April

Wir geben Ihnen Monat für Monat die aktuellsten Informationen für Ihren Gemüsegarten, Obst- und Ziergarten und Balkon.

Gemüsegarten

Karottensamen
Karottensamen

Karottensamen optimieren

Bis Karottensamen keimen, dauert es meist ziemlich lange. Man kann diese Zeit etwas verkürzen und die Keimrate vergrössern, indem man die Samen während drei bis vier Tagen in ein feuchtes Sand-Erde-Gemisch gibt und dieses bei Zimmertemperatur lagert. Anschliessend verteilt man das ganze Gemisch direkt im Beet in 1 bis 2 cm tiefe Rillen, die man im Abstand von 30 bis 40 cm zieht. Die Saat muss bis zum Keimen gut feucht gehalten werden. Deshalb sät man die Karotten am besten früh im Jahr, wo Trockenheit meist noch kein grosses Problem ist. Wichtig dabei: Karotten mögen keine zu stark gedüngten Böden! Zudem muss die Fruchtfolge eingehalten werden. Als Doldenblütler gehören sie zur gleichen Familie wie Petersilie, Sellerie, Pastinake oder Fenchel und dürfen frühestens vier Jahre nach einer dieser Arten wieder ins gleiche Beet gesetzt werden.

Obstgarten

Buketttriebe
Buketttriebe

Blütenknospen bei Kirschen

Bei der Süsskirsche lassen sich jetzt gut die unterschiedlichen Knospen beobachten: Während an den einjährigen Trieben fast ausschliesslich Blattknospen sitzen, bilden sich vor allem am zwei- und dreijährigen Holz die sogenannten Buketttriebe (Bild). An der Spitze dieser kurzen Fruchttriebe steht jeweils eine Blattknospe, umringt von einer Rosette von Blütenknospen, aus denen sich später die süssen Früchte entwickeln. Diese Triebe sollten nicht nur unbedingt erhalten werden, sondern man sollte sie auch gut freischneiden, damit sie genügend Licht und Luft erhalten, um möglichst lange viele neue Früchte zu bilden.

Ziergarten

Dichter-Narzisse
Dichter-Narzisse

Grosser Auftritt der Narzissen

Narzissen (Narcissus) kommen mit unserem Klima und unseren meist etwas feuchten und oftmals lehmigen Böden besser zurecht als Tulpen, die ursprünglich aus den trockenen Steppen Vorderasiens stammen. Narzissen haben jetzt Hochsaison. Die frühsten beginnen im März zu blühen, und dank der Dichter-Narzissen kann man die Blütezeit dieser Zwiebelgewächse bis in den Mai hinein ausdehnen. Auch bei den Narzissen gibt es unterschiedliche Bedürfnisse. Es lohnt sich also, die verschiedenen Sorten etwas zu kennen. Für Anfänger und eher feuchte Böden in halbschattigen Lagen ist die Alpenveilchen-Narzisse (N. cyclamineus) zu empfehlen, etwa die beliebte ‘Tête-à-Tête’. Auch die einheimische Osterglocke (N. pseudonarcissus) und ihre Sorten (z. B. ‘Elka’) machen kaum Schwierigkeiten. Die wunderbar duftende Dichter-Narzisse (N. poeticus ‘Actaea’, Bild) schenkt viel Freude und bildet mit der Zeit schöne Bestände. Eher trocken und vollsonnig mögen es N. jonquilla oder N. tazetta.

Balkon

Die Mischung macht’s
Die Mischung macht’s

Bunt bepflanzte Kistchen

Werden Erdbeeren, Tomaten, Salbei oder Chili mit buntem Sommerflor kombiniert, sorgen sie neben optischem Genuss auch für Erntespass. Die Mischung macht’s: Dauerblüher wie Geranien bringen von Mai bis Oktober Farbe in den Balkonkasten, denn sie sind anspruchslos und robust. Die gewählten Sommerblumen sollten aber nicht zu stark in die Höhe schiessen. Zu den aufrecht wachsenden Kräutern und Gemüsepflanzen passen am besten hängende Arten, zum Beispiel Petunien. Bienenfreundliche Pflanzen wie Männertreu oder Ringelblumen fördern ausserdem die Bestäubung von Balkontomaten und Peperoni. Zum Naschen sind Vertreter mit langen Fruchtzeiten ideal, etwa die Monats-Erdbeere (Fragaria vesca). Gewürze wie etwa panaschierter Salbei oder Schokoladenminze ziehen mit ihrem schönen Laub die Blicke auf sich und geben dem gemischten Blumengefäss eine würzige Note.

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Schweizer Garten April 2021
 
  • Artikel von:
  • Zeitschrift «Schweizer Garten»
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