Monatliche Gartenarbeiten

Gartenarbeiten im Mai

Erfahren Sie, welche Gartenarbeiten im Mai anstehen, lesen Sie unsere Gartentipps und bleiben Sie über die neusten Gartentrends auf dem Laufenden.

Kohl
Kohl

Gemüsegarten

Leser fragen – wir antworten: Salat und Kohl neben Maiglöckchen?

Wir haben vor unserem Haus eine Rabatte mit vielen Maiglöckchen. Nun entfernten wir im oberen Bereich den Rasen, weil wir ein kleines Beet mit Salat und Kohl anlegen möchten. Beim Abgraben der Rasenboden haben wir bemerkt, dass sich auch dort bereits Rhizome von Maiglöckchen ausgebreitet haben. Diese Wurzelstücke haben wir nun ausgegraben. So schön die Maiglöckchen auch sind, so giftig sind sie doch auch. Unsere Frage: Kann das Gift der Maiglöckchen über Wurzelkontakt und Erde auf den Salat und den Kohl übergehen? Besteht ein Risiko, wenn wir das Gemüse aus diesem Beet essen?

Nach Auskunft des Toxischen Instituts können Sie ohne Bedenken Kohlgemüse oder Salat neben Maiglöckchen pflanzen. Solange nichts von den Maiglöckchen geerntet oder verzehrt wird, besteht keine Gefahr. Die Giftstoffe können nicht über den Wurzelkontakt ins Gemüse gelangen. Vorsicht geboten ist allerdings, wenn Bärlauch und Maiglöckchen im gleichen Beet wachsen. Die spitzzulaufenden Blätter von Bärlauch sehen denjenigen von Maiglöckchen sehr ähnlich. Typisch für Bärlauch ist der strenge knoblauchartige Geruch, deshalb ist es empfehlenswert, beim Pflücken von Bärlauch zuerst ein Blattstück zwischen den Fingern zu zerreiben. Entfaltet sich dabei der Knoblauchgeruch, handelt es sich um Bärlauch. Ein weiteres Merkmal: Die Blätter von Bärlauch erscheinen bereits im März und spriessen einzeln aus der Erde, die Blätter von Maiglöckchen hingegen sind meist in Zweiergruppen gebündelt und kommen erst Ende April / Anfang Mai aus dem Boden.

Pfirsichbaum
Pfirsichbaum

Obstgarten

Später Schnitt bei Pfirsichbäumen

Um diese Zeit sind die meisten Obstbäume schon geschnitten. Beim Pfirsich jedoch wird der Schnitt erst kurz vor der Blüte empfohlen. Denn die Holz- und Fruchttriebe lassen sich jetzt am besten unterscheiden. Fruchttriebe tragen jeweils eine spitze Blattknospe zwischen zwei rundlichen Blütenknospen. Und während die kurzen Fruchtspiesse stehen bleiben, kürzt man die langen Fruchttriebe kräftig ein. Die Holztriebe hingegen werden komplett entfernt. Und sogar nach der Blüte darf man noch schwache, schlecht belaubte Zweige herausschneiden, denn sie würden kaum gesunde Früchte hervorbringen. Den Arbeitsgang kann man zudem nutzen, um die bereits angesetzten Früchte auszudünnen: Mindestens 20 cm Abstand zwischen den Früchten belassen, dann entwickeln sie sich zu optimaler Grösse.

Félicité et Perpétue
Félicité et Perpétue

Ziergarten

Rankende Rosenträume

Rosenbögen sind ein markantes Gestaltungselement, das sich auch für arbeitsscheue Gärtner eignet. Diese meist aus Metall oder Holz vorgefertigten Bögen sind nicht allzu teuer und schnell aufgebaut. Holz ist attraktiv, aber nicht sehr dauerhaft und muss deshalb nach ein paar Jahren erneuert werden. Dank massgefertigter Metallbögen sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt, doch diese haben natürlich ihren Preis. Nebst der Ästhetik ist bei allen bogenförmigen Rankhilfen die Standfestigkeit besonders wichtig. Bei vielen vorgefertigten Bögen aus dem Baumarkt werden einzelne Heringe, wie man sie vom Camping her kennt, mitgeliefert. Diese reichen aber oft nicht aus, um einen Rosenbogen auch an stürmischen Wintertagen aufrechtzuerhalten. Wenn die Rosen grösser werden und zudem noch mit Schnee bedeckt sind, haben sie ein enormes Gewicht. Das gilt es zu beachten. Profigärtner können für den Bogen ein Betonfundament giessen. Wesentlich einfacher ist es, den Rosenbogen mit einem Rundholz, das in den Boden gerammt und mit Kabelbindern am Bogen befestigt wird, zu stabilisieren. Das sieht zwar am Anfang etwas unschön aus, mit der Zeit wird die rankende Rose jedoch das meiste kaschieren. Für Rosenbögen sind Kletterrosen ideal, die sich gut verzweigen, etwa ‘Teasing Georgia’ oder ‘New Dawn’. Zu empfehlen sind auch kleine Rambler, zum Beispiel ‘The Albrighton Rambler’ oder ‘Guirlande d’Amour’. Wer es üppig und wild mag, kann auch wüchsigere Sorten wie etwa ‘Félicité et Perpétue’ (Bild) setzen. Tipp: Lässt man die verwelkten Blüten am Bogen stehen, bilden sich später Hagebutten, die im Winter gern von Vögeln genascht werden. Darf die Rose etwas wuchern, nisten sich darin sogar Vögel ein, da sie im dornigen Dickicht kaum gestört werden.

Wilde Malve
Wilde Malve

Balkon

Wildblumen für den Balkon

Wer keinen Garten hat und auf seinem Balkon trotzdem einen ökologischen Beitrag leisten möchte, wählt eine naturnahe Bepflanzung. Denn einheimische Wildpflanzen sind gute Bienenweiden und auch für Gefässe geeignet. Besonders pflegeleicht ist etwa die Gemeine Akelei (Aquilegia vulgaris), die sich gern selbst versamt. Mit über 1 m Höhe trumpfen Reseda (Reseda luteola) und die Wilde Malve (Malva sylvestris, Bild) auf, die mit ihren pinkfarbenen Blüten entzückt. Auch Pfirsichblättrige Glockenblumen (Campanula persicifolia) und Schlüsselblumen (Primula elatior) setzen mit ihren blauen und gelben Glöckchen bunte Akzente. In einem dekorativen Tontopf erfreut der prächtige Diptam (Dictamnus albus) Auge und Nase mit lila Blüten und intensivem Duft.

Ausgabe Mai 2022

Schweizer Garten Mai 2022
 
  • Artikel von:
  • Zeitschrift «Schweizer Garten»
  • Bild:
  • Zeitschrift «Schweizer Garten», Pixelio