Monatliche Gartenarbeiten

Gartenarbeiten im Oktober

Wir geben Ihnen Monat für Monat die aktuellsten Informationen für Ihren Gemüsegarten, Obst- und Ziergarten und Balkon.

Gemüsegarten

Bunte Gemüsechips
Bunte Gemüsechips

Bunte Gemüsechips dörren

Diese traditionelle Konservierungsmethode geht heutzutage mit dem praktischen Dörrapparat ganz einfach von der Hand. Beim Dörren verliert das Gemüse nur seinen Wasser- und Vitamin-C-Gehalt, alle anderen wichtigen und gesunden Bestandteile wie Mineralien, Spurenelemente und Nährstoffe bleiben erhalten. Weil die Gemüsesorten einen unterschiedlichen Wassergehalt und verschiedene Trocknungszeiten haben, wird am besten jede Art für sich gedörrt. Von Karotten, Randen oder Sellerie 1 bis 2 mm dicke Scheiben raffeln und mit etwas Salz überstreuen. Als Variante die Scheiben mit Knoblauchpulver oder sparsam mit Chilipulver bestäuben. Das Dörrgut jeweils in nur einer Lage auf den Rost legen, damit die erhitzte Luft gleichmässig von allen Seiten durchströmen kann. Die Chips in verschlossenen Gläsern aufbewahren. Tipp: Damit Karotten und Sellerie nicht verbrennen, die Chips vor dem Trocknen mit Zitronensaft besprühen.

Obstgarten

Fruchtfäule
Fruchtfäule

Vorsicht: Fruchtfäule!

Monilia ist eine Pilzkrankheit, die sich zu allen Jahreszeiten unliebsam an unseren Obstgehölzen bemerkbar machen kann. Nach den Trieben zu Saisonbeginn werden zur Ernteperiode vor allem die Früchte befallen. Ausgangspunkt ist oftmals eine Verletzung oder eine Ansteckung durch direkt benachbarte, bereits befallene Früchte. Um die anfangs braunen Flecken herum zeigen sich bald Kreise von gelb-grauen Sporenpolstern des Pilzes, die sich zunehmend ausbreiten. Im Endstadium schrumpfen die Früchte, fallen aber nicht zwingend zu Boden. Wenn solche Fruchtmumien den Winter über am Baum oder in der Nähe des Baums bleiben, infizieren sie im kommenden Frühjahr erneut Blüten und Triebe. Vorbeugend die befallenen Früchte möglichst rasch entfernen (nicht kompostieren). Zudem lässt sich die Infektions­gefahr von vornherein mindern, indem man die Gehölze vor allem organisch und nicht zu «triebig» düngt.

Ziergarten

Blau bereifte Schlehen
Blau bereifte Schlehen

Einheimischer Fruchtschmuck

Wer behauptet, einheimische Sträucher hätten ausser kleinen weissen Blüten nichts zu bieten, wird im Herbst eines Besseren belehrt: Blau bereifte Schlehen (Prunus spinosa, Bild), schwarz glänzende Ligusterbeeren (Ligustrum vulgare), orange-rosafarbene Früchte von Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus), rote Beeren der Roten Heckenkirsche (Lonicera xylosteum) und des Weissdorns (Crataegus laevigata) sowie die lange haftenden Früchte des Gemeinen Schneeballs (Viburnum opulus) mit seinem flammend roten Herbstlaub sorgen für Akzente und bieten viel Genuss für hungrige Vögel. Besonders schön sind auch die schwarzblauen Efeubeeren (Hedera helix), die erst an älteren Pflanzen erscheinen.

Balkon

Samenbomben
Samenbomben

Blumenwiese zu Weihnachten

Wer zu Weihnachten noch «bombige» Geschenke braucht, kann jetzt Samen von einheimischen Pflanzen sammeln oder Blumensamen im Fachhandel kaufen und sich ans Werk machen. Samenbomben sind rasch gebastelt und bringen im kommenden Frühjahr neues Leben in den Garten und auf den Balkon. Das Besondere daran ist, dass man die Samenbomben nicht einpflanzen muss, sondern einfach fallen lassen oder sogar an eine passende Stelle werfen kann. In der Samenbombe ist das Saatgut in einem Erdmantel geborgen und so nicht nur vor ungünstigen Wetterbedingungen, sondern auch vor Fressfeinden wie Vögeln geschützt. Für sechs Samenbomben braucht man 5 EL Erde, 4 EL Tonpulver und 1 TL Samenkörner. Zu diesem trockenen Mix giesst man etwas Wasser, damit sich die Masse bindet und gut verarbeiten lässt. Anschliessend daraus walnussgrosse Kugeln formen. Die weichen, glatten Kugeln müssen nun erst trocknen – dafür legt man sie ein bis zwei Tage an einen kühlen, dunklen Ort. In schöne Säckchen verpackt, sind die Samenbomben ein perfektes Geschenk für Gärtnerfreunde.

 
Oktober 2020 Cover
 
  • Artikel von:
  • Zeitschrift «Schweizer Garten»
  • Bild:
  • Zeitschrift «Schweizer Garten»