Monatliche Gartenarbeiten

Gartenarbeiten im August

Wir geben Ihnen Monat für Monat die aktuellsten Informationen für Ihren Gemüsegarten, Obst- und Ziergarten und Balkon.

Gemüsegarten

Tomaten
Tomaten

Saatgut von Tomaten ernten

Sie haben eine Tomatensorte im Garten, die ganz besonders gut schmeckt? Oder Sie haben auf dem Markt eine Tomate erstanden, deren Aroma besonders überzeugt, und möchten sie im eigenen Garten anbauen? Nichts einfacher als das! Pulen Sie die Kerne aus der reifen Frucht heraus und geben Sie diese in ein Glas. Die Samenkerne mit wenig Wasser bedecken und das Glas mit Haushaltspapier verschliessen. Nach 2 bis 3 Tagen beginnt das Ganze zu gären und riecht entsprechend unangenehm. Nun die Kerne in ein Sieb geben, diese kräftig rubbeln und wieder zurück ins Glas schütten. Das Glas mit Wasser füllen. Die Samen sinken nun ab, die Reste schwimmen oben und können abgegossen werden. Falls nötig, den Vorgang wiederholen. Nun die Samen auf einen kleinen Teller geben und mindestens eine Woche gut trocknen lassen. Danach an einem trockenen Platz aufbe­wahren. Vorsicht: Die meisten im Handel angebotenen Sorten sind Hybriden und nicht samenfest (egal, ob sie als Samen, Setzling oder Frucht gekauft wurden). Aus deren Saatgut wachsen zwar auch Pflanzen, die Früchte bilden. Diese weichen aber meist stark von der Ursprungsfrucht ab. Garantiert samenfest sind Pro-Specie-Rara-Sorten und solche, die bei Anbietern wie Sativa Rheinau, Zollinger Bio oder Artha Samen gekauft wurden. Ausprobieren lohnt sich! Infos: www.stadt-tomaten.ch  

Obstgarten

Aprikosen dörren
Aprikosen dörren

Aprikosen dörren

Glücklich ist, wer von seinem Aprikosenbaum reichlich ernten kann. Allerdings sollte man sich überlegen, wie der Verbrauch der Früchte über eine längere Zeit verteilt werden kann. Es bietet sich an, die Früchte zu trocknen, denn in dieser Form konzentriert sich ihr Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen. Man benötigt dazu möglichst gut ausgereifte und etwa gleich grosse Aprikosen und einen Back­ofen oder – noch besser – einen Dörrapparat. Und so geht’s: Die Früchte waschen, entkernen und in zwei Hälften teilen. Die Aussenwölbung der Früchte nach innen drücken, damit wird die Oberfläche vergrössert und das Dörren beschleunigt. Zudem lässt sich mit dem Einlegen in Zitronenwasser oder Einstreichen mit Honig die Süsse verstärken. Nun die Fruchthälften auf das Gitter legen und den Dörrapparat auf 55 °C einstellen. Alternativ den Backofen auf 70 bis 80 °C einstellen. Im Backofen sollte man die Aprikosen zur Halbzeit wenden. Je nach Grösse der Früchte und Tempe­ratur ist die Trocknung nach 10 bis 13 Stunden abgeschlossen. Die getrockneten Aprikosen bis zum Verzehr in einem Glas mit Schraubdeckel aufbewahren.

 

Ziergarten

Rosen
Rosen

Formschnitt für historische Rosen

Einmalblühende historische Rosen sind meist wüchsige Gartengesellen. Jetzt ist die Zeit ideal, um sie in Form zu bringen. Der Rückschnitt fördert auch die Gesundheit, denn etwas mehr Luft und Licht tut den Büschen gut und Pilzkrankheiten breiten sich weniger rasch aus. Beim Stutzen muss man nicht zimperlich vorgehen. Am besten achtet man auf die Form des Strauchs und strebt einen kugeligen Wuchs an. Eine bonsaiähnliche Schnittkunst ist hier fehl am Platz. Am besten arbeitet man mit der Heckenschere. Bei grossen und älteren Büschen darf es auch die motorbetriebene Schere sein. Ein Rückschnitt um 50 cm ist durchaus angebracht. Wie bei Rosen üblich, wird zudem alles kranke und abgestorbene Material entfernt. Ab und zu sollten auch grosse, alte Äste weggeschnitten werden, damit sich der Busch regelmässig verjüngt. Im Frühling, wenn es Zeit ist, die anderen Rosen zu schneiden, lässt man dann die historischen Sorten in Ruhe – so kann man sich spätestens im Frühsommer an einem üppigen, herrlich duftenden Flor erfreuen.

Balkon

Yucca & Co.
Yucca & Co.

Pflege für Daheimgebliebene

Sollen Yucca & Co. die Ferien überleben und die Fensterbank nach der Rückkehr kein trauriges Bild abgeben, ist eine gute Vorbereitung wichtig:

  • Vor den Ferien die Giesshelferinnen und -helfer entsprechend instruieren: Am besten werden die Wasserbedürfnisse der Pflanzen vorher erläutert – oder man übergibt eine Liste.
  • Bei Topfpflanzen ist es hilfreich, sie in Gruppen nach Wasserbedarf zu ordnen. Gross-, reich- und weichlaubige Gewächse haben mehr Durst als Pflanzen mit dickfleischigen, harten oder ledrigen Blättern.
  • Kurze Abwesenheiten von einigen Tagen übersteht das Zimmergrün auch ohne Pflanzensitter: Man wässert die Pflanzen noch einmal ordentlich, indem man den Topf ins Wasser taucht, bis sich der Wurzelballen vollgesogen hat.
  • Mit einer über die Pflanze gestülpten durchsichtigen Plastiktüte erzeugt man ein feuchtes Treibhausklima. Die Folie sollte jedoch die Blätter oder Blüten nicht berühren, zudem darf die Pflanze nicht an der prallen Sonne stehen.
  • Ohne Licht überleben Pflanzen nicht: Deshalb in den Räumen, wo Pflanzen stehen, die Rollläden offen lassen.
  • Für Pflanzenfreunde, die häufig unterwegs sind, ist eine Hydrokultur oder Tongranulat eine gute Alternative.
 Schweizer Garten Logo
 
Schweizer Garten August 2021
 
  • Artikel von:
  • Zeitschrift «Schweizer Garten»
  • Bild:
  • Zeitschrift «Schweizer Garten»