Monatliche Gartenarbeiten

Gartenarbeiten im Februar

Wir geben Ihnen Monat für Monat die aktuellsten Informationen für Ihren Gemüsegarten, Obst- und Ziergarten und Balkon.

Gemüsegarten

Kartoffeln vorkeimen
Kartoffeln vorkeimen

Leser fragen – wir antworten: Kartoffeln vorkeimen

Ich möchte in meinem Gemüsegarten Kartoffeln anbauen. Lohnt es sich, die Pflanzkartoffeln vorzukeimen? Und wie mache ich dies am besten?

Das Vorkeimen ist durchaus empfehlenswert, denn der Wachstumsvorsprung sorgt für einen höheren Ertrag und die Kartoffeln sind widerstandsfähiger gegen Krankheiten. Der ideale Zeitpunkt zum Vorkeimen ist von Anfang Februar bis Anfang März. Das Vorkeimen dauert etwa 4 bis 6 Wochen. Die Pflanzkartoffeln in Obstkisten, die mit etwas Erde gefüllt sind, nebeneinanderlegen – die Seite mit den meisten Augen nach oben. Wer ohne Erde vorkeimen möchte, kann die Kartoffeln auch in Eierkartons oder sogenannten «Jiffypots» senkrecht stellen. Nun die Knollen mit Wasser besprühen und an einem hellen Ort platzieren. Ideal ist ein unbeheizter Raum mit einer Temperatur von 12 bis 15 °C. Zudem sollte die Luftfeuchtigkeit im Raum möglichst hoch sein. Bei zu wenig Licht und gleichzeitig zu warmer Temperatur neigen die Kartoffeln dazu, bleiche, lange Keime zu bilden, die später beim Pflanzen leicht abbrechen. Bei guter Belichtung und kühler Umgebungstemperatur hingegen bilden sich hellgrüne und gedrungene, kräftige Austriebe. Anfang April, wenn der Boden etwa 8 °C warm ist, kann ausgepflanzt werden. Die Saatkartoffeln sorgfältig aus den Kisten oder Behältern nehmen, damit die Wurzeln nicht abbrechen. Die Knollen mit den Wurzelballen im Abstand von etwa 40 cm so tief in die Erde legen, dass die neuen Keime mehrere Zentimeter mit Erde bedeckt sind. So sind sie vor allfälligen Nachtfrösten gut geschützt.

Obstgarten

Säulenapfel
Säulenapfel

Sommerlicher Säulenapfel

Säulenformen sind vor allem in kleinflächigen Hausgärten begehrt, weil man damit auf minimaler Standfläche eine beträchtliche Ernte bekommt. Viele Obstarten behalten diese schlanke Figur allerdings nur mit einem stetigen Nachschnitt. Äpfel dagegen gehören zu den wenigen Ausnahmen, bei denen der säulenförmige Wuchs genetisch verankert ist. Heuer wird die Auswahl an Säulenäpfeln mit einer Sorte ergänzt, deren rot-gelbe Früchte zeitig im Sommer reifen: Die erfrischend saftigen Äpfel der Neuheit ‘Lopini’ begeistern schon im August mit ihrem süssen Aroma. Das Bäumchen lässt sich als schmale fruchtende Hecke ziehen und gedeiht robust auch im Kübel auf dem Balkon oder der Terrasse.

 

Ziergarten

Alpenveilchen
Alpenveilchen

Alpenveilchen: Niedliche Winterblüher

Als Gärtner sollte man der Natur stets dankbar sein. Sie schafft es, auch in den tristen Wintermonaten für etwas Blühendes zu sorgen. Und dies erst noch an extremen Standorten. Das Frühlings-Alpenveilchen (Cyclamen coum) blüht je nach Witterung bereits im Januar oder Februar. Haben sich die Blüten einmal geöffnet, kann auch starker Frost sie nicht mehr aufhalten. Das Alpenveilchen fühlt sich an Plätzen wohl, die andere Pflanzen meiden: etwa im Schatten von Bäumen und Sträuchern, wo ihnen auch stark verwurzeltes Erdreich kaum etwas ausmacht. Die Nadeln von Tannen oder Föhren fügen dem lieblichen Gewächs ebenfalls keinen Schaden zu. Aus den Blüten entwickeln sich rasch Samenkapseln, die vom Wind oder von Insekten – vor allem Ameisen – im Garten verteilt werden. Mit der Zeit bilden Alpenveilchen dichte Teppiche. So rasch, wie das aber immer wieder gesagt und geschrieben wird, geht es leider nicht. Es braucht schon etwas Geduld. Tipp: Die kleinen Pflänzchen an einem geschützten Ort aufziehen und nach 2 Jahren auspflanzen. Die Sämlinge blühen nach etwa 4 bis 5 Jahren.

Balkon

Seidelbast
Seidelbast

Frühblühende Gehölze

Frühblühende und zugleich kleinwüchsige Gehölze sind ein besonderer Schmuck für Gefässe auf der Terrasse – vorausgesetzt, sie bekommen ausreichend Sonne. Besonders ansprechend wirken die zierlichen Sträucher, wenn sie eine Unterpflanzung aus Zwiebelblumen und niedrigen Stauden erhalten. Eine Kombination aus Seidelbast (Daphne mezereum, Bild), Schneeglöckchen (Galanthus), Hornveilchen (Viola) und Thymian (Thymus) erfreut bei mildem Wetter nicht nur unser Gemüt, sondern auch viele Insekten auf Nahrungssuche. Die hellgelbe Scheinhasel (Corylopsis pauciflora) blüht im März, ebenso die zartrosa bis weisse Schneeforsythie (Abeliophyllum distichum). Letztere ist eine echte Rarität: In milden Regionen öffnet sie schon im Januar ihre Blüten, die ­einen intensiven, mandelartigen Duft verströmen.

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  • Artikel von:
  • Zeitschrift «Schweizer Garten»
  • Bild:
  • Zeitschrift «Schweizer Garten», Pixabay, Pro Specie Rara