Monatliche Gartenarbeiten

Gartenarbeiten im Februar

Wir geben Ihnen Monat für Monat die aktuellsten Informationen für Ihren Gemüsegarten, Obst- und Ziergarten und Balkon.

Gemüsegarten

Mini­-Treibhaus
Mini­-Treibhaus

Setzlingsanzucht ganz einfach

Ab Mitte Februar ist die Zeit ideal, um im Haus Auberginen und Peperoni heranzuziehen. Denn zum Keimen brauchen sie eine Mindesttemperatur von 20 bis 25 °C. Wie hell die Saatschale dabei platziert wird, spielt keine Rolle. Sobald aber die Saat spriesst, sollte das Verhältnis von Licht zu Wärme stimmen. Ist es zu warm und zu dunkel, wachsen die Keimlinge rasch Richtung Licht und es bilden sich lange, schwache Pflänzchen. Selbst direkt am Fenster ist es im Haus meist relativ düster. Das Auge lässt sich hier gern täuschen. Ein Luxmeter (es gibt kostenlose Apps) schafft mehr Klarheit. Am besten ist es deshalb, die gekeimten Pflänzchen in einem Mini­-Treibhaus (z. B. in einer transparenten Aufbewahrungsbox mit Deckel) bei einer Temperatur von mindestens 10 °C tagsüber ins Freie zu stellen.

Obstgarten

Sanddorn
Sanddorn

Sanddorn: Vitaminreiches Wildobst

Mit seinen schmalen silbergrauen Blättern und den leuchtend orangeroten Früchten ist der Sanddorn (Hippophae rhamnoides) ein dekoratives Gehölz und ökologisch äusserst wertvoll.

Denn die ab Mitte September reifenden Beeren gelten als besonders Vitamin-C-reiches Wildobst. Zudem dienen sie den Vögeln bis weit in den Winter hinein als beliebte Nahrung. Die Früchte lassen sich gut zu Marmelade oder Sirup verarbeiten, aber auch auf vielerlei andere Arten verwerten. Zum Beispiel kann man sie 6 bis 8 Wochen lang mit Honig in Branntwein zu einem Likör ansetzen. Die Früchte sollte man vor den starken Frösten ernten, weil sie sonst mitunter ungeniessbar werden. Damit sie sich überhaupt entwickeln, setzt man mindestens einen männlichen und einen weiblichen Strauch, denn die Blüten der beiden Geschlechter sitzen getrennt auf verschiedenen Pflanzen. Die Sträucher bilden ein weitverzweigtes Wurzelsystem mit Ausläufern und können mehrere Meter hoch werden, was bei der Wahl des Standorts zu berücksichtigen ist. Um unerwünschtem Wildwuchs vorzubeugen, am besten bei der Pflanzung eine Wurzelsperre einbauen.

Ziergarten

Schneeglöckchen
Schneeglöckchen

Schneeglöckchen : Wenn’s grünt, wird geteilt

Die Engländer sagen, Schneeglöckchen soll man «in the green» verpflanzen, also kurz nach der Blüte, wenn die Blätter noch grün sind. Wie immer gibt es auch für diese Methode Argumente dafür und dagegen. Tatsächlich wird behauptet, nach der Blüte sei die Zeit zum Teilen nicht ideal, weil die Blätter viel Feuchtigkeit benötigen und deshalb die Zwiebeln mit ihren zarten Wurzeln nicht gestört werden sollten. Es sei besser zu warten, bis die Blätter verwelkt sind und die Zwiebeln ruhen. Erfahrungsgemäss stört das Verpflanzen im zeitigen Frühjahr die Schneeglöckchen jedoch kaum. Wer von einem Schneeglöckchen-Teppich träumt, sollte sich sowieso sputen. Denn es kann Jahre dauern, bis sich die Gewächse reichlich vermehrt haben. Da muss man unbedingt nachhelfen.

Balkon

Narzissen
Narzissen

Leser fragen – wir antworten: Narzissen im Topf

Auf unserem Balkon haben wir mehrere Töpfe und grössere Gefässe mit Narzissen bepflanzt. Können wir die Zwiebeln nach dem Verblühen in der Erde lassen oder ist es besser, die Zwiebeln herauszunehmen und im Herbst neu einzupflanzen?

Die besten Ergebnisse erzielt man meist, wenn die Blumenzwiebeln jedes Jahr neu gepflanzt werden. Es ist jedoch auch möglich, die Narzissenzwiebeln im Topf zu lassen. Voraussetzung dabei ist, dass die Blüten nach dem Verwelken abgeschnitten werden, um die Samenbildung zu verhindern. Bleiben die Zwiebeln im Topf, sollten sie den Sommer über an einem kühlen, schattigen Platz gelagert und selten gegossen werden. Gerade nur so viel, dass sie nicht vertrocknen. Im Spätwinter – etwa einen Monat vor dem Austrieb – den Narzissen einen Spezialdünger für Blumenzwiebeln verabreichen. Dies fördert die Blütenbildung. Während der Blütezeit regelmässig giessen und ab und zu mit einem Flüssigdünger versorgen. Weil die meisten Blumenzwiebeln empfindlich auf Staunässe reagieren, sollte das Substrat durchlässig sein und der Topf ein Abzugsloch haben. Tipp: Man kann die Blütezeit verlängern, indem die Zwiebeln schichtweise gepflanzt werden. Zuunterst in das Gefäss eine Lage Kies oder Blähton geben. Etwas Erde darauf und je nach Topfgrösse fünf bis sieben Narzissenzwiebeln legen. Mit etwa 5 cm Erde bedecken und nochmals drei bis fünf Zwiebeln stecken. Wiederum Erde darüber, bis sie gut bedeckt sind. Man kann auch Sorten wählen, die unterschiedliche Blühperioden haben, oder verschiedene Zwiebelarten in ein Gefäss setzen, zum Beispiel Krokusse, kleine Iris und Narzissen. Dabei die Pflanztiefe der verschiedenen Arten beachten. Dies sorgt für eine bunte und längere Blütezeit im Frühling.
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Schweizer Garten Februar 2021
 
  • Artikel von:
  • Zeitschrift «Schweizer Garten»
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