Rasen richtig bewässern

An warmen Sommertagen trotzt ein gut bewässerter Rasen der Hitze und Trockenheit. Es ist nicht ganz einfach, die Grünfläche gut und durchdringend zu bewässern. So giessen Sie Ihren Rasen richtig und erfüllen sich den Traum von einem frisch sattgrünen Rasenteppich.

Rasen richtig bewässern
An warmen Sommertagen trotzt ein gut bewässerter Rasen der Hitze und Trockenheit.

(chu) Hitze und Trockenheit können dem Rasen schwer zusetzen. Die Grünfläche gedeiht nicht mehr vital und die Blätter der Gräser beginnen zu welken und verdorren. Haben Sie gewusst, dass an einem warmen Sommertag ein Quadratmeter Rasenfläche durch die Verdunstung bis zu vier Liter Wasser verlieren kann? Das regelmässige und durchdringende Bewässern des Rasens versorgt den Rasen mit ausreichend Feuchtigkeit und lässt ihn gesund gedeihen. So übersteht die Grünfläche selbst kurze Trockenperioden. Mit unseren Tipps gelingt das Bewässern des Rasens.

Wann ist richtige Zeitpunkt zum Bewässern des Rasens?

Die oberste Bodenschicht ist ausgetrocknet und das Rasengrün wirkt schlaff und zeigt einen leichten Graustich – nun sollte die Rasenfläche dringend bewässert werden. Es kommt nicht selten vor, dass erst zu spät zum Rasenregner gegriffen wird. So zeigen sich dann bereits die ersten Trockenschäden und die Blätter und Halme sind nicht mehr zu retten. Bewässern Sie den Rasen regelmässig, um dies zu vermeiden. Der beste Zeitpunkt zur Bewässerung der Rasenfläche ist der frühe Morgen, wenn die Temperaturen noch niedrig sind. Dann verdunstet nur ein kleiner Anteil des Wassers und die Grünfläche wird effizienter und sparsamer gegossen. Ein weiteres Plus: Im Laufe des Tages kann der Rasen gut abtrocknen. Dies minimiert, im Vergleich zum Wässern am Abend, einen Pilzbefall.

So viel Wasser benötigt der Rasen

Für ein gesundes Wachstum sollte der Boden der Rasenfläche stets gut durchfeuchtet sein. Als Faustregel gilt: 10 bis 20 Liter pro Quadratmeter garantieren, dass der Boden rund 15 Zentimeter tief durchfeuchtet ist. Die Wassergaben variieren jedoch je nach Bodenart. Sandboden wird beispielsweise rascher von Wasser durchdrungen, sodass hier bereits 10 bis 15 Liter den Boden gut durchnässen. Ein Sandboden kann die Feuchtigkeit nur schlecht halten, sodass das Erdreich rascher austrocknet. An warmen Sommertagen empfehlen wir hier dreimal pro Woche eine Wassergabe. Schwere Ton- und Lehmböden benötigen hingegen für ein gute Durchfeuchtung rund 20 Liter Wasser pro Quadratmeter. Sie können das Wasser sehr gut speichern. Der Rasen muss in der Trockenperiode nur einmal wöchentlich beregnet werden.

Unser Tipp: Bewässern Sie die Rasenfläche lieber ausgiebig an wenigen Tagen als jeden Tag nur ein bisschen. Das Wasser kann dadurch tief in den Boden gelangen und die Wurzeln mit ausreichend Feuchtigkeit versorgen. Ein Wassermangel führt hingegen dazu, dass sich die Wurzelzone in die oberen Bodenschichten verlagert und der Rasen anfälliger für Trockenschäden wird. In einem gut durchwässerten Erdreich wachsen die Wurzeln tief in den Boden. Der Rasen ist somit selbst bei warmen Temperaturen weniger trockenheitsanfällig.

So erkennen Sie, ob der Rasen gut bewässert ist

  • Stechen Sie mit einem Spaten eine dicke Grassode aus und messen Sie anschliessend einfach mit einem Zollstock, wie weit die dunkle, durchfeuchtete Zone hinabreicht. Setzen Sie die Grassode anschließend wieder ein und treten Sie sie vorsichtig an.
  • Stellen Sie im Garten einen Regenmesser auf. So erkennen Sie rasch, ob der Rasen die empfohlenen Wassergaben erhalten hat.
  • Bewässern Sie den Rasen mit einem Regner, können Sie dank eines Durchflussmengenzählers sehr einfach erkennen, ob der Rasen ausreichend bewässert wurde. Sie berechnen die Wassergabe, indem Sie die Menge pro Quadratmenge auf die Gesamtfläche des Rasens umrechnen. Bei einer 50 Quadratmeter grossen Rasenfläche und einer Wassergabe von 20 Litern pro Quadratmeter wären dies beispielsweise 1’000 Liter. Sobald der Zähler die Litermenge anzeigt, können Sie den Regner abstellen.
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