Hypotheken

Wohneigentum finanzieren: Alles, was Sie über Hypotheken wissen müssen

Die Hypothek, die für alle passt, gibt es nicht. Die optimale Lösung berücksichtigt den finanziellen Spielraum, die Risikobereitschaft und alle Wünsche des Kreditnehmers sowie die Aussichten am Kapital- beziehungsweise Geldmarkt. Darum ist guter Rat nicht teuer, aber wertvoll.

Wohneigentumsfinanzierung mit Hypotheken und welche Modelle es gibt
In der Schweiz gibt es grundsätzlich drei Arten von Hypotheken: die Festhypothek, die variable Hypothek und die Geldmarkthypothek.

(rh) In der Schweiz gibt es grundsätzlich drei Arten von Hypotheken: die Festhypothek, die variable Hypothek und die Geldmarkthypothek. Andere Modelle wie die Stufen- und die Kombi- oder Mixhypothek bauen auf einer dieser Basishypotheken auf. Allen Hypotheken sind, unabhängig vom Modell, einige Punkte gemeinsam:

  • Anbieter prüfen sowohl die Bonität des Objekts als auch des Kreditnehmers.
  • Kreditnehmer müssen in der Regel mindestens 20 % eigene Mittel einbringen.
  • Anbieter belehnen ein Objekt in der Regel bis zu 80 % des Verkehrswerts; bis 65 % als 1. Hypothek, darüber als 2. Hypothek, die amortisiert werden muss.

Bereiten Sie sich auf das Gespräch mit Ihrem Bankberater vor

Die Finanzierung von Wohneigentum ist eine der wichtigsten Entscheidungen in Ihrem Leben und hat grosse finanzielle Konsequenzen. Je besser Sie das Gespräch mit Ihrer Bank vorbereiten, desto stärker ist Ihre Verhandlungsposition. Stellen Sie alle Unterlagen zum Objekt sowie alle Dokumente zusammen, die Ihre finanzielle Situation auf den Punkt bringen. Überlegen Sie sich, ob Sie das Objekt bis zu 80 % belehnen lassen wollen – wenn Sie nur 65 % brauchen, genügt eine 1. Hypothek, für die Sie weniger zahlen, weil das Risiko geringer ist. Wenn Sie noch andere Sicherheiten einbringen, etwa Wertschriften oder Vorsorgegelder, können Sie besser über den Zins verhandeln. Überlegen Sie sich, welches Hypothekarmodell zu Ihnen passt, und schreiben Sie alle Fragen auf, die Sie Ihrem Berater stellen wollen. Die Zeit, die Sie in die Vorbereitung und das Gespräch investieren, ist sinnvoll investiert.

Tipp: Mit der richtigen Strategie sparen Sie Zinsen

Nicht mit dem günstigsten Anbieter sparen Sie langfristig Zinsen, sondern mit dem richtigen Mix der Hypothekarformen. Banken machen oft Empfehlungen zu ihren Gunsten und nicht zu Gunsten des Kunden – nicht zufällig ist der Anteil der mittelfristigen Festhypothek hoch, obwohl es nachweislich über mehrere Zehnjahresperioden die teuerste Hypothekarform war. Hinterfragen Sie die Empfehlungen Ihres Bankberaters und holen Sie eine unabhängige Zweitmeinung ein.

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