Einrichtungstipps

Nachhaltigkeit im Kinderzimmer

Eine Einrichtung aus natürlichen Materialien, qualitativ hochwertige Möbel, die mitwachsen, und das «Weniger ist mehr»-Prinzip: So sieht Nachhaltigkeit im Kinderzimmer aus.

Nachhaltigkeit im Kinderzimmer
Eine Einrichtung aus natürlichen Materialien, qualitativ hochwertige Möbel und das «Weniger ist mehr»-Prinzip.

(mei) Das Kinderzimmer sollte eine schadstofffreie Zone sein. Denn Kinder reagieren empfindlicher auf Schadstoffe als Erwachsene und nehmen viele Dinge in den Mund. Ein Boden aus einem Naturmaterial wie Holz oder Linoleum trägt dem Rechnung. Ist ein Teppich gewünscht, sind ebenfalls Modelle aus Naturmaterialien empfehlenswert. Beispiele dafür sind Wolle oder Sisal. Bei Wandfarben ist Vorsicht geboten. Sicher ist man mit Farben, Putzen und Spachteln, die der Kategorie A der Umwelt-Etikette entsprechen. Soll die Wandfarbe auch lange gefallen, sind neutrale Töne eine gute Wahl.

Nachhaltige Möbel und Textilien

  • Grundsätzlich gilt: Qualität hat ihren Preis.
  • Schadstofffrei: Nachhaltigkeit im Kinderzimmer heisst, dass Möbel aus unbedenklichen Stoffen hergestellt worden sind, und zwar von A bis Z. Geeignet sind Möbel aus Massivholz sowie Holzoberflächen, die mit natürlichen Stoffen wie Öl oder Wachs behandelt wurden. Verzichten Sie auf Möbel mit Spanplatten und solche aus PVC. Ideal für das Kinderbett sind ein Gestell aus unbehandeltem Massivholz und eine Matratze ohne synthetische Materialien. Matratzen, die nach dem Öko-Tex Standard 100 zertifiziert sind, wurden auf Schadstoffe geprüft. Und zwar bis ins kleinste Detail inkl. Fäden und Knöpfe.
  • Langlebig: Je höher die Lebensdauer eines Möbels, desto länger können Sie es behalten bzw. kann es gebraucht werden. Besonders langlebig sind «mitwachsende» Kindermöbel wie zum Beispiel ein höhenverstellbarer Schreibtisch.
  • Textilien: Vorhänge, Teppiche und andere Textilien können ebenfalls Schadstoffe enthalten. Nebst dem Öko-Tex Standard 100 weist auch das GOTS-Siegel den Weg. Es gilt als führender Standard für Textilien, die aus Naturfasern aus biologischem Anbau hergestellt werden. Der Standard berücksichtigt zudem Umwelt- und Sozialkriterien. 

Nachhaltiges Spielzeug

Manche Kinder können stundenlang mit ihrem Spielzeug spielen. Ihr Lieblingsspielzeug wächst ihnen manchmal so ans Herz, dass es aus sentimentalen Gründen beim Auszug mitgenommen wird. Weh aber, wenn es irgendwo verloren geht – Eltern können ein Lied vom Drama singen, das sich in einer solchen Situation abspielen kann. Wegen der «Tuchfühlung» ist es bei Spielzeug besonders wichtig, dass es aus unbedenklichen Materialien hergestellt wurde, vorzugsweise aus Bio-Baumwolle oder unbehandeltem Holz. Kann das Spielzeug in der Waschmaschine gewaschen werden, sollte dies mit Öko-Waschmitteln und ohne Weichspüler erfolgen. Auch ein Blick auf die Herkunft des Spielzeugs ist ratsam: Made in «Fernost» spricht für Billigware, nicht Qualität.

Tipps zum Schluss

  • Brockenhaus & Co.: Sinnvoll sind gebrauchte Gegenstände, seien es Möbel oder Spielzeug. Erstens ist das Weiterverwenden per se besonders nachhaltig, da dadurch Ressourcen geschont werden und weniger Schadstoffe in Umlauf kommen. Stöbern Sie deshalb in Brockis und auf Flohmärkten, durchforsten Sie das Internet nach Kleinanzeigen, posten Sie Ihren Bedarf in den Sozialen Medien und übernehmen Sie von Freunden, Bekannten und Verwandten, so viel Sie können. Ein weiterer Vorteil von Gebrauchtem: Schadstoffe verflüchtigen sich über die Zeit, was für Second-hand spricht.
  • Upcycling: Eine gute Fundgrube können der eigene Estrich oder Keller sein: Mit etwas Zeit und Liebe lassen sich kaputte oder abgenutzte Gegenstände zu einem neuen Leben upcyceln.
  • Weniger ist mehr: Der Wunsch, dem eigenen Kind so viel Freude wie möglich zu machen, führt zuweilen zu überbordenden Ansammlungen von Spielzeug. Dabei haben Kinder so viel Fantasie, dass sie alles Mögliche für ihr Spiel nutzen und Kurse im «Weniger ist mehr»-Prinzip geben könnten. Verzichten Sie deshalb darauf, immer noch mehr Dinge anzuschaffen. 
  • Artikel von:
  • infomaison
  • Bild:
  • istockphoto